“Spannend + Episch = Spanisch!“
Artist: Phoenix Rising / Fire & Ashes
Album: MMXII
Spiellänge: 53:39 Minuten
Genre: Power Metal
Release: 23.03.2012
Label: Sonic Attack Records
Link: www.phoenixrisingmetal.com
Klingt wie: Derdian, stellenweise auch Epica
Produziert in: FireWork Studios mit Fernando Asensi und Enrique Mompó
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – Miguel González
Leitgitarre, Hintergrundgesang – Daniel Martínez
Bass – Sergi Wild
Keyboard – Jesús M. Toribio
Schlagzeug – Iván Méndez
Tracklist:
- Tenebris Revelantur
- Agoraphobia
- The Chosen One
- Last Eternal Night
- Fury And Rage
- My Love Still Remains
- Abadon
- Exodus
- Lost Souls
- Nova Era
Eine weitere spanische Band erwartet uns mit der 2006 gegründeten Gruppe Phoenix Rising / Fire & Ashes. Diesmal handelt es sich aber nicht um Hardrock oder Death Metal, sondern um Power Metal, sogar auf Englisch gesungen, was ja bei meinen letzten Reviews von spanischen Bands nicht oft der Fall war. Die Madrilenen hatten sich damals unter dem Namen Quinta Enmienda gefunden und spielten lediglich Coversongs ihrer Lieblingsbands, doch schon 2007 fingen sie an, ihre eigenen Songs zu verfassen und sich in eben diesem Genre des Power Metals aufzuhalten. 2010 kam dann der Namenswechsel und die Vereinbarung mit dem deutschen Label Sound Attack, wo auch die Band Pathfinder untergebracht ist. Allein schon die Erfahrung als Vorgruppe für Freedom Call gespielt zu haben, sagt so Einiges über das zu erwartende Niveau des Quintetts aus.
Rein musikalisch könnte man genauso gut sagen, dass es sich um Italiener handelt, denn die Keys und die symphonische, epische Note in den zehn Songs des Albums ist ein typisches Merkmal des Power Metals aus dem Stiefel-Staat. Generell wird immer mal wieder eine instrumentale Pause gehalten, um einige Sekunden mit epischen, Geschichten erzählenden Geräuschen zu verbringen, bevor es noch kraftvoller weitergeht. Der Sänger von Phoenix Rising hat eine gewöhnungsbedürftige Stimme, welche aber nach wenigen Minuten ertragbar und nach ein paar Liedern sogar sehr eingängig ist, da Miguel González mit seinem Organ eine Menge Gefühl in die epischen Texte legt.
Abschließend noch ein paar Worte zu den Stärken und Schwächen des Albums MMXII: vor allem die Tempiwechsel, der Abwechslungsreichtum und die Experimentierfreudigkeit des Quintetts ist atemberaubend. Hier bekommt man außer der angesprochenen Pausen keine Ruhe, denn jede Sekunde lauert eine neue Überraschung verschiedenster Art für die Ohren auf. Dafür kann man manchmal meinen, dass die Jungs entweder zur Übertreibung neigen oder die verschiedenen Lautstärkepegel der Instrumente falsch abgemischt wurden, da so Manches untergeht oder einfach den Rest zu sehr übertüncht.