Dominum – The Dead Don’t Die

Zombies, Zombies, Zombies!

Artist: Dominum

Herkunft: Deutschland

Album: The Dead Don’t Die

Spiellänge: 37:13 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 27.12.2024

Label: Napalm Records

Link: https://www.dominumofficial.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Dr. Dead (Felix Heldt)
Gitarre – Tommy Kemp
Bass – Patient Zero
Schlagzeug – Victor Hilltop

Tracklist:

  1. We Are Forlorn
  2. One Of Us
  3. The Dead Don’t Die
  4. Killed By Life
  5. Die For The Devil
  6. Don’t Get Bitten By The Wrong Ones
  7. Happy Deadly Ending
  8. Can’t Kill A Dead Man
  9. This Is Not A Game
  10. The Guardians Of The Night
  11. Rock You Like A Hurricane (Scorpions Cover)

Ziemlich exakt ein Jahr nach Release ihres Debütalbums am 29.12.2023 kehren Dominum auf die heimischen Plattenspieler zurück. Die Untoten rund um Frontmann Dr. Dead veröffentlichen am 27.12.2024 ihr zweites Werk und wollen uns zeigen, dass die Toten nicht sterben werden. Dabei bedienen sie sich des bewährten Schemas: Dr. Dead erzählt die Geschichten, Tommy, Patient Zero und Victor liefern den instrumentalisierten Hintergrund. Also, hören wir mal rein!

Okay, let’s begin at the beginning. And the beginning is … We Are Forlorn! Wir bleiben bei dem aus dem ersten Album bekannten Konzept rund um die Welt der (Un)toten. Dieser Song mit einem eingängigen Refrain gibt einen guten Einstieg in das Album. Dabei kommt der Song wuchtig daher und prescht direkt nach vorne. Auf das gleiche Pferd springt auch der Folgetrack One Of Us auf. Ebenfalls als schneller Power Metal Song konzipiert, fesselt uns auch dieser mit einem eigängigen Refrain. Let’s all sing Halleluja and go on! Bei dem Namensgebenden The Dead Don’t Die greifen Dominum tief in die Schatzkiste der Kinderlieder. Der Song setzt auf das bekannte Hush, Little Baby auf, aber (selbstverständlich) mit einem auf die Welt der Zombies adaptierten Songtext. Das geht ins Ohr und unterstreicht die Stärken von Dominum und ihren Songs: Eingängige Melodien, starke, leicht ironische Texte und ein Refrain, der ins Ohr geht und zum Feiern einlädt. Dabei bleibt die Thematik durch und durch stringent. Don’t Get Bitten By The Wrong Ones ist ein ebensolcher Song, welcher uns augenzwinkernd ermahnt, darauf zu achten, von wem wir uns beißen lassen sollten. Dabei trieft der Song geradezu von der oben erwähnten Ironie, macht aber Spaß zu hören. Alles in allem versorgen uns Dominum mit zehn neuen Songs, aber auch ein alter Klassiker darf nicht fehlen. Das Repertoire der Coversongs ist auf diesem Album auf ein Lied begrenzt, was eine schöne Differenzierung vom Debütalbum liefert, welches noch mit insgesamt drei Coversongs glänzte. Dafür hat es dieser eine Song mit dem Scorpions-Klassiker Rock You Like A Hurricane in sich. Manch einer mag sich jetzt fragen, was das mit Zombies zu tun hat. Die Antwort ist recht simpel: Gar nichts, spricht dafür aber eine große Zielgruppe an.

Dominum – The Dead Don’t Die
Fazit
Insgesamt macht The Dead Don't Die Spaß zu hören. Die Thematik wird rigoros durchgezogen, die Texte sind intelligent mit einem Hauch von Ironie und die klassischen Power Metal Passagen kommen nicht zu kurz. Handwerklich ist das Album hervorragend, was wohl auch daran liegen dürfte, dass für Mix und Master - wie schon auf dem Debütalbum - Jacob Hansen verantwortlich war. Die Songs sind allesamt recht kurzgehalten, was dem Album nur eine Gesamtspiellänge von etwa 37 Minuten beschert. Das macht es zum einen sehr kurzweilig, zum anderen ist die Freude aber auch schnell vorbei. Weiterhin fehlt es dem Album auch ein wenig an Abwechslung, da Zombies zwar grundsätzlich immer ein Lied verdient haben, zwei Alben innerhalb eines Jahres mit dieser Thematik aber doch recht happig sind. Alles in allem aber ein gelungenes Album, das sicherlich auf der angekündigten Headlinertour und den anstehenden Festivals für gute Stimmung sorgen wird.

Anspieltipps: One Of Us, The Dead Don't Die und Don't Get Bitten By The Wrong Ones
Sebastian U.
7.5
Leserbewertung2 Bewertungen
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