Screamer – Phoenix

“80ies Action Movie-Soundtrack“

Artist: Screamer

Herkunft: Schweden

Album: Phoenix

Spiellänge: 42:40 Minuten

Genre: 80s Heavy Metal´n´Roll / Hardrock

Release: 08.02.2013

Label: HR Records

Link: http://www.wearescreamer.com

Klingt wie: Iron Maiden, Poison

Bandmitglieder:

Gesang, Bassgitarre – Christoffer Svensson
Gitarre – Anton Fingal
Gitarre – Dejan Rosic
Schlagzeug – Henrik Petersson

Tracklist:

  1. Demon Rider
  2. No Regrets
  3. Slavegrinder
  4. Far Away From Home
  5. No Sleep Till Hamilton
  6. Phoenix
  7. Mr Noman
  8. Red Moon Rising
  9. Lady Of The River

Screamer-Phoenix
Es scheint momentan auch in Schweden, genauso wie in der Szene generell, schwer angesagt zu sein, dem Metal der 80er Jahre Tribut zu zollen. So haben wir auch hier mit Screamers zweitem Longplayer Phoenix ein Werk vorliegen, das ganz frei von der Leber und ohne Vorbehalte seine Vorliebe zu dieser durchaus prägenden Metal-Ära zeigt.

Hierbei scheinen sich generell zwei unterschiedliche Gattungen von Alben ausmachen zu lassen – und zwar diese, die es schaffen, sich ob der Klischees aus dieser Zeit zu schämen und diese, die sofort und unweigerlich das typische 80ies-Metal-Party-und-Action-Leder-und-Spandex-Festival-Feeling in einem aufsteigen lassen.

Eins kann gleich vorweggenommen werden: b]Screamer[/b] [gehören mit dieser Veröffentlichung definitiv zu letzterer Gattung.
Die Produktion klingt zwar absolut zeitgemäß und ist insgesamt auf hohem Level, der Sound an sich ist hingegen ganz deutlich auf authentischen 80ies–Standard getrimmt, inklusive vollkommen überzogenen und dadurch umso geileren Gitarreneffekten.

Auch im Hinblick auf die Stilmittel wird hier eine ganz eindeutige Sprache gesprochen, das Herz des klassischen Metalfans wird rundum mit dem bedient, was er liebt: „Große“ Songs wie etwa No Regrets, galoppierende Rhythmen in Red Moon Rising oder Slavegrinder, Falsett- und zweistimmige Gesänge über das gesamte Album, ausladende, mehrstimmige Gitarrenleads, massig Gitarrensoli, epische Chorusmelodien und typische Themen in den Lyrics.

Sehr sympathisch wirkt die Tatsache, dass man sich produktionstechnisch zwar an modernen Standards orientiert hat, trotzdem aber keineswegs den so typisch glattgeschliffenen und perfektionistischen Charakter übernommen hat. Die Songs wirken allesamt sehr organisch, vor allem, da man bewusst spielerische Reibungen und Ungenauigkeiten auf dem Album gelassen hat. Auch das wirkt sehr authentisch im positiven Sinne.

Fazit: Screamer schaffen auf Phoenix genau das, was so viele Bands versuchen, und nicht sonderlich vielen gelingen mag: Man wird direkt zurück in die 80er katapultiert - und das ganz ohne betretenes Kopfschütteln. Der perfekte Soundtrack zu jeder Metal- oder Rockparty und zu jedem 80er Film (oder Serie) sowieso. Anspieltipps: Slavegrinder, No Regrets
Tim Fa.
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