Tankard – One Foot In The Grave Tour – Support Fabulous Desaster und Crusher am 03.11.2018 im JUZ in Andernach

“Tankard – One Foot In The Grave Tour – Support Fabulous Desaster und Crusher am 03.11.2018 im JUZ in Andernach“

Headliner: Tankard

Vorbands: Fabulous Desaster, Crusher

Ort: JUZ Andernach, Stadionstr. 88, 56626 Andernach

Datum: 03.11.2018

Kosten: 16 € VVK, 20 € AK

Genre: Thrash Metal

Besucher: 400 Besucher

Veranstalter: A Chance For Metal www.acfmf.de

Link: https://www.facebook.com/events/1890908197831339/

Setlisten:


1. Religious
2. Soap
3. Downfall
4. Journey
5. The Battle On The Bridges Of Steel
6. Time Leap Pit
7. Operation
8. Redeemer
9. Don’t Care (Zugabe)

1. The Dealer
2. Thrash Bang Wallop
3. Sheaved Bears
4. Abra Cadaver
5. Midnight Fistfight
6. Off With Their Heads
7. The Revenge Of The Mighty Alouatta
8. Toxic Nuclear War
9. Nut Up Or Shut Up
10. Costomized
11. Faster Than Light


1. One Foot In The Grave
2. The Morning After
3. Zombie Attack
4. Not One Day Dead
5. Rapid Fire
6. Rules For Fools
7. Die With A Beer In Your Hand
8. Mind On The Moon
9. R.I.B. (Rest In Beer)
10. Pay To Pray
11. Metal To Metal
12. Rectifier
13. The Beauty And The Beast
14. Chemical Invasion
15. Freibier
16. Alien (Zugabe)
17. A Girl Called Cerveza
18. Empty Tankard


Im JUZ in Andernach ist der heiße Herbst voll im Gange! Heute, am 03.11.2018, ist Thrash Metal in seiner ganzen Breitseite angesagt. Tankard werden im Rahmen ihrer One Foot In The Grave Tour die heilige Halle des Metals im JUZ beehren. Andernach kommt damit seinem ausgezeichneten Ruf als der Metalmetropole Mittelrhein nach. In Andernach werden Tankard an diesem Abend supportet von den Thrash Metal Newcomer Überfliegern Fabulous Desaster aus Bonn und den Mainzern Crusher.

Meine Frau begleitet mich heute Abend. Ich habe ihr von den Thrashern vorgeschwärmt. Das hat auch den Vorteil, dass ich was trinken kann, denn sie fährt. Mit im Gepäck habe ich auch meinen Sohn. Der ist seit dem Metal Frenzy 2017 ein Tankard Die Hard Fan. Nach zwei Tagen Sintflut kamen damals Tankard und ließen das Bier fließen, als der Regen aufhörte.

Pünktlich beginnen Crusher. Crusher sind alte Underground Haudegen des Thrash Metals aus Mainz, der Heimatstadt meiner Lieblings-Assi-Proll Thrash Band Purify. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich von denen bis dato noch nichts gehört habe, dabei kenne ich doch so viele geile deutsche Underground Thrasher. Die sind bisher total an mir vorbeigegangen. Wieso verstehe ich nach dem heutigen Abend nicht. Denn Crusher sind eine echte Überraschung heute Abend. Nicht nur für mich.

  

Viele der Fans, in der schon sehr gut gefüllten Halle, sind von den Mainzern regelrecht angetan. Auch meiner Frau gefallen sie außerordentlich gut. Das hat schon etwas zu bedeuten, durch ihre Ohren zu kommen. Da muss ich Crusher schon loben. Ihr Weg seit Bandgründung 2002 ist recht steinig. Immerhin sechzehn Jahre haben sie schon auf dem Buckel. Ich denke mal, dass man sich bereits mit der Wahl des Bandnamens Crusher keinen großen Gefallen getan hat. Da gibt es zig andere Bands mit dem gleichen Namen. Es gibt alleine schon acht (!!!) Thrashkapellen, die sich Crusher nennen. So dauerte es auch ganze vierzehn Jahre, bis 2016 das erste Studioalbum mit dem Titel Redemption in Eigenregie herausgebracht wurde (hier das Review meines Kollegen). Vorausgegangen sind etliche Demos und leider auch einige Wechsel im Line-Up der Band. Das Album Redemption haben sie heute in Andernach dabei. Von dem sind natürlich einige Songs am Start, wie zum Beispiel The Journey und Redeemer. Ihre Interpretation von Thrash liegt eher im Midtempo mit trotzdem gehöriger Power. Das kommt auch bei den Fachleuten unter den Zuschauern sehr gut an, wie zum Beispiel bei Pat Schoene, dem Frontmann der Koblenzer Thrash Metal Band Addict, der auch unter den Zuschauern weilt und mit dem ich mich über den Gig von Crusher unterhalte. Viele der Fans hier hatten vorher Crusher nicht auf dem Ticket. Das ändert sich auf jeden Fall heute Abend. Satter Sound der beiden Gitarristen, angetrieben von einer tollen Rhythmusgruppe. Sänger Robin Geis, neben Gitarrist Michael Rogles das einzig verbliebene Gründungsmitglied, weiß mit seinen kräftigen Voices voll zu überzeugen. Crusher sind wirklich die positive Überraschung heute Abend. Nach neun kraftvollen Songs endet die Setlist des heutigen Abends. Crusher werden mit viel Applaus verabschiedet.
Hier könnt ihr noch ein Interview mit Robin nachlesen.

  

Keine Überraschung sind Fabulous Desaster in Andernach, denn sie sind keine Unbekannten hier. Im Dezember letzten Jahres standen sie unter anderem mit den seeligen Cripper hier im JUZ auf der Bühne. Die Jungs aus Bonn haben damals einen sensationellen Auftritt hingelegt.
Der heutige Abend ist was ganz Besonderes für die Band aus Bonn. Heute Abend steht die Release Party ihres neuen Albums Off With Their Heads an. Das wird natürlich würdig gefeiert. Von Album Off With Their Heads habe ich vor ein paar Tagen bereits ein Review gemacht (hier geht es zum Review). Das Ding ist wirklich der absolute Knaller. Das haben die Jungs gut gemacht. Gitarrist Mattes habe ich bereits eben während des Auftritts von Crusher gesehen. Wir haben schon ein paar Worte gewechselt. Ich bin wirklich gespannt auf die Liveumsetzung des Albums. Die ist dann auch wirklich grandios. Auf der elf Songs beinhaltenden Setlist stehen sechs Songs des neuen Albums, welches offiziell erst am 16.11.2018 erscheinen wird. Klar haben sie das Ding bereits heute Abend dabei. Da wird von den Bands auch schon richtig was verkauft.

  

Wahnsinnig schnell ist die Thrash Adaption von Fabulous Desaster. Bei dem Namen der Band weiß natürlich jeder, was angesagt ist, denn bei Fabulous Desaster muss man zwangsläufig an das legendäre Album von Exodus denken. Das darf man berechtigterweise auch! Bay Area Thrash! Boa geht das hier ab. Der Deal steht! Mit The Dealer, der auch der erste Song des Albums ist, beginnt die Setlist. Der Deal ist schnell, schneller am schnellsten. Kurze Overtüre, dann wird geschrammelt ohne Ende. Einen Kracher nach dem anderen gibt es auf die feinen Thrashohren heute Abend.
Mattas schrammelt alles in Grund und Boden. Dazu tolles Riffing. Das Quartett hat die Bay Area nach Bonn gelegt und beehrt uns heute mit ihrer Spielfreude. Gitarrist und Sänger Jan zeigt ein erfrischendes Screaming, welches den Fans im positiven Sinne durch Mark und Bein geht. Der keift teilweise wie ein altes Waschweib. Ab heute haben sie einen neuen Die Hard Fan, nämlich meinen Sohn Julien. Der ist völlig aus dem Häuschen. Elf Thrashsongs in einem atemberaubenden Tempo werden hier nacheinander in die Halle des JUZ geschleudert. Da ist man geradezu geflasht. Die ersten sechs Songs von Off With Their Heads stehen auf der Setlist. Dazu gesellen sich noch fünf Songs des Erstlingswerkes Hang `Em High. Grandiose, fulminante Show der Vierercombo aus Bonn. Das Album Off With Their Heads gibt es als CD am Merchstand von Fabulous Desaster zu kaufen. Leider gibt es dieses Album (noch) nicht auf Vinyl. Das muss aber unbedingt noch kommen.

  

Zum Schluss dann der Headliner des heutigen Abends. Ich denke mal, dass man zu Tankard nicht mehr viel sagen muss. Tankard, um ihren charismatischen Frontmann Gerre, zählen zu dem Besten, was Thrash Metal in Deutschland zu bieten hat. Tankard gehören zusammen mit Kreator, Sodom und Destruction zu den The Big Teutonic 4!!! Seit 1983, also bereits seit 35 Jahren, sind Tankard aus dem deutschen Metal nicht wegzudenken. Tankard besitzen auf der gesamten Welt Kultstatus. Das Quartett ist nicht einfach nur Thrash Metal. Tankard sind auch anerkannte Gründer des Subgenres Alcoholic Metal. Tankard machen ihrem Bandname, der übersetzt (Bier)krug heißt doch alle Ehre. Die Jungs haben eine Menge Durst! Vor, während und nach ihrem Gig. Sieht man bei manchen Bands auf der Bühne einzelne Flaschen stehen, so sieht man bei Tankard einzelne Bierkästen dort stehen. Dies auch heute Abend. Die Alcoholic Metaler präsentieren sich gut drauf, wie immer. Ich habe sie schon mehrmals gesehen. Tankard ist einfach nur Thrashparty.

  

Tankard brachten im letzten Jahr mit One Foot In The Grave ihr insgesamt achtzehntes Album heraus. Wer die Jungs kennt, weiß, dass der Titel auf sie überhaupt nicht zutrifft. Mit dem Titelsong ihres letzten Albums One Foot In The Grave beginnt ihre energiegeladene Show. Da will man gar nicht glauben, dass die Jungs schon 35 (!!!) Jahre auf dem Buckel haben. Vom aktuellen Album befindet sich nur noch Pay To Pray auf der Setlist. Der Rest ist best of the best. Die Jungs haben ja genügend Material. Da sind schon einige Huldigungen der kühlen Blonden dabei. A Girl Called Cerveza wird extra aus Spanien eingeflogen, bevor es Freibier gibt. Da bleibt nichts anderes als Die With A Beer In Your Hand. Yes, R.I.B. Tankard – Rest in Beer!

Wie sieht eigentlich The Morning After aus, wenn man One Foot In The Grave hat? Trotz Zombie Attack waren Tankard Not One Day Dead. Das sagt in einer Pause zwischen den Songs auch Gerre. 35 Jahre Thrash Metal und keinen Tag tot. Da hat man sogar Aliens und eine Chemical Invasion überstanden.

  

Die Jungs sind während dieser Knallersongs, die jedem Fan mittlerweile im Gedächtnis sind, unablässig unterwegs. Stimmung pur hier in Andernach. Die vierhundert Fans sind aus dem Häuschen. Freibier – sonst gibt es Krawalle. Nein Krawalle gibt es nicht, denn die Metaler sind ein bekanntlich friedvoller Haufen.
Das Mädchen, das man Bier nennt (A Girl Called Cerveza), ist die zweite Zugabe von Tankard und beendet diesen denkwürdigen Abend!

  

Fazit: Der 03.11.2018 war hier im JUZ in Andernach ein denkwürdiger Thrash Metal Abend. Alle drei Bands haben hier dem Publikum mächtig eingeheizt. Jede Band hat ihre eigene Adaption von Thrash Metal gezeigt. Da bleibt es den Fans überlassen, welche ihnen persönlich besser gefällt. Großartig war es hier!

  

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