Crusher – Redemption

“Aus Mainz kommen nicht nur die Mainzelmännchen, sondern auch handfester Thrash!“

Artist: Crusher

Herkunft: Mainz, Deutschland

Album: Redemption

Spiellänge:  36:25 Minuten

Genre: Melodic Thrash Metal

Release: 22.01.2016

Label:  Crusher

Link: http://www.crusher-metal.com/

Produktion: MobuRec Studios

Bandmitglieder:

Gesang – Robin
Gitarre – Michi
Gitarre – Dominik
Bass – Alex
Drums – Dennis

Tracklist:

  1. Religion (Is Killing God)
  2. Son Of A Pit
  3. D.Ysfunctional I.Dentity D.Isorder
  4. The Journey
  5. Escape
  6. Operation: Rescue
  7. A Way Out
  8. Redemeer

Durch einen glücklichen Zufall habe ich Musik einer Melodic Thrash Metal Kapelle aus Mainz in die Hände bekommen. Rechercheergebnisse gibt es und somit weiß ich nun, dass die Band seit 2002 existiert. Die verschiedensten musikalischen Vorlieben der Einzelnen haben den eigenen Stil maßgeblich beeinflusst. Die gewisse Härte im Sound und die verarbeiteten Melodien in den Thrash- oder Metal Songs und der raue Gesang prägten die stilistische Richtung. Das erste Demo erschien relativ früh und damit konnten sie bei einigen Magazinen und den bereits aufmerksam gewordenen Fans Achtungserfolge einheimsen. Stetige Livepräsenz und die Veröffentlichung weiterer Demos machte die Band immer bekannter. Nach diversen Besetzungswechseln sind die Fünf nun so weit komplett und haben hier ihre erste komplette CD abgeliefert. Die hat zwar nur eine Spielzeit von knapp 37 Minuten, aber das, was da aus den Boxen tönt, kann sich schon hören lassen.

Bereits das erste Stück Religion wartet mit einem harten Sound auf. Beide Gitarristen liefern fette Riffs, die eine feste Klangwand aufbauen. Darüber setzt sich Robins Stimme, die gegen die Basis aus Drums und Bass bestehen muss. Eine Melodie ist auszumachen und somit wirkt der Thrash nicht wirklich thrashig, er ist einfach „angenehmer“. Auch setzt sich einer der beiden Gitarristen mit einem leicht im Hintergrund zu hörendendem Solo gekonnt in Szene. Vielleicht wäre hier eine stärkere Mischung in den Vordergrund besser gewesen. Der Refrain wird dann mehrstimmig intoniert und das passt gut zum Lead Gesang. Son Of A Pit ist der zweite Song. Der ist schneller und auch hier ist eine Melodie auszumachen, die den reinen Thrash entschärft. Ein wenig erinnert der Gesang etwas Slayers Hell Awaits Zeiten. Kommt gut. Einfach mal auf die geile Gitarre bei ungefähr zweieinhalb Minuten Spielzeit achten. Je mehr man reinhört, desto besser wird es.

Beim dritten Titel spare ich mir das Ausschreiben und übernehme einfach die Schreibweise von der CD, D.I.D. Das Lied selber passt sich den bekannten Strukturen an. Guter Gesang, der noch etwas mehr Erkennungswert braucht, aber trotzdem schon gut klingt. Hier sind leichte Breaks im Gefüge, die für eine gewisse Abwechslung sorgen. Etwas mehr der guten Gitarrenarbeit wäre geil, ansonsten ist das klasse. The Journey schließt sich an. Es lohnt sich auch mal, in das Textheft zu schauen. Einige Stücke erinnern inhaltlich an die Geschichten von Tarlot, einer Fantasy Reihe, die von Sänger Robin geschrieben wird. Ansonsten sieht man gerade bei The Journey, wie sich durch kurze knappe Sätze eine gewisse Härte erzeugen lässt. Keine langen ausschweifenden Passagen sondern kurz und knackig. Einfachheit siegt gerade bei den letzten beiden Titeln.

Escape beginnt mit Glockenschlägen, einem Schrei, einer Gitarre, Bass und dann das Riff. Fetziger Track, der zum Bangen auffordert. Hier fällt mir ein wenig das deutsche Englisch auf. Ist nichts weltbewegendes, aber man hört es. Trotzdem ein gutes Stück. Operation: Rescue und A Way Out schließen sich an. Letzteres ist anfangs eher ruhig und hört sich interessant an. Ich glaube, sie könnten auch anderen Stilen gerecht werden. Vielleicht ein wenig Prog? Oder mal ´n episches Stück Thrash Metal? Bei A Way Out wird der Schwerpunkt zunächst mehr auf den Gesang gelegt. Das über sechs Minuten lange Werk wartet dann aber mit einem starken instrumentalen Part auf, der plötzlich gewaltig schnell daherkommt. Dann folgt leider schon das letzte Stück Redeemer. Ein guter Rausschmeißer. So muss es sein, damit das im Kopf bleibt. Ich hänge eine Kostprobe dran.

Fazit: Lohnenswerte Truppe aus deutschen Landen. Allen Thrashfans lege ich dies mal ans Herz. Da es sich hierbei nicht um wildes Geprügel auf die Instrumente handelt, was ja in diesem Genre öfters zu finden ist, sondern um gute Songs mit einem eigenen Charakter, könnte sich das, bei konstanter Leistung, auszahlen. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, dann werde ich da mal ein Konzert besuchen. Also, im Netz gibt's Kostproben. Einfach mal testen.

Anspieltipps: : Son Of A Pit, The Journey, A Way Out, Redeemer
kay l.9
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