U.D.O. + Support am 01.11.2013 in Wilhelmshaven

Band: U.D.O.http://www.udo-online.com/

Vorbands: Bloodbound & Pike´s Edge

Location: Pumpwerk, Wilhelmshaven

Homepage: http://www.pumpwerk.de/

Datum: 01.11.2013

Kosten: VVK: 26,30 €; AK: 28 €

Besucher: ca. 700

Auf ihrer ausgedehnten Tour im Jahr 2013 machen die Heavy Metal-Veteranen U.D.O. mit Mastermind Udo Dirkschneider heute einen Abstecher in die Jadestadt Wilhelmshaven – und das in ihrer Karriere das aller erste Mal. Dass im Pumpwerk mächtig gefeiert werden kann, haben in der Vergangenheit Rock- und Metalgrößen wie Doro, Subway To Sally, JBO oder Feuerengel gezeigt. Dass dies auch bei U.D.O. möglich ist, zeigen die zahlreichen Besucher schon zur frühen Stunde an der Austragungsstätte.

Begonnen wird das Spektakel von der Münchener Heavy Metal-Formation Pike´s Edge, die neben typischen Heavy Metal-Merkmalen auch gerne ihre thrashige Seite zur Schau stellt. Den Wilhelmshavenern gefällt es und auf den Rängen vernimmt man die ersten Klatschgeräusche, auch vor der Bühne wird es zum Ende hin immer kuscheliger. Gut aufgelegt zeigen die jungen Süddeutschen was sie auf dem Kasten haben. Als ansprechender Opener kann man Pike´s Edge nur weiterempfehlen, besonders positiv sieht das Fazit zum Gesang aus, der aus drei verschiedenen Gesangsfarben von Pike Mujkic, Michael Schkarlat und Albert Mathe besteht und im Ohr bleibt.

Der Abend hat bestens begonnen und so ist man gespannt, was die schwedischen Power bzw. Heavy Metaler von Bloodbound auf dem Kasten haben. Lautstark von Frontmann Patrik Johansson ins Rennen geschickt, zeigen die Skandinavier direkt auf, was sie für den heutigen Abend vorbereitet haben. Die AFM Records-Labelkollegen von U.D.O. lassen unter anderem mit In The Name Of Metal und Metalheads Unite keine Wünsche offen. Chorartige Backvocals seiner Mitstreiter bringen richtig Power in den Laden und erste Headbanger sind zu vermelden, die es sich nehmen lassen, Bloodbound gebührend zu feiern! Schnell werden weitere Musikliebhaber zum Klatschen, Grölen und Mitsingen animiert. Dieses funktioniert auch bei all jenen, die vorher noch nichts von Bloodbound gehört haben, denn die Refrains sind mega eingängig, bleiben im Ohr und machen gewaltig Spaß. Nach etwas mehr als 40 Minuten ist für die Schweden, die nicht nur sehr ambitioniert waren, sondern es auch als Vorband geschafft haben, ihre eigene Party im Pumpwerk zu feiern, auch schon wieder Schluss!

Last, but not least: Der Hauptact des Abends – U.D.O., die gestern noch Osnabrück in Schutt und Asche gelegt haben. Nach gut einer halben Stunde Umbaupause wird die Bühne abgedunkelt und das Logo der Band erstrahlt in einem blauen Schimmer. Ohne lange zu fackeln, stürmen die Protagonisten vom ersten Song Steelhammer begleitet auf die Stage. Udo Dirkschneider und seine Männer werden euphorisch empfangen und schon zu Beginn lassen King of Mean und Future Land hochkochen. Technisch ist das Heavy Metal-Schlachtschiff, welches unter der AFM Records.Flagge segelt, nicht zu schlagen. Die Klasse an den beiden Gitarren von Andrey Smirnov und Kasperi Heikkinen ist über die gesamte Show, welche über zwei Stunden andauert, immer wieder ein Erlebnis. Neben den einzelnen Soli schlagen vor allem die kleinen Inszenierungen während des Auftrittes positiv zu Buche. Mitsingpassagen binden die Metalheads, die sich lautstark zu Wort melden, immer wieder mit ein. Da dürfen Songs aus der ganzen U.D.O.-Ära nicht fehlen. Von They Want War bis Mean Machine oder No Limits ist alles dabei, was ein U.D.O-Fan liebt. In the Darkness lässt das Pumpwerk beben, während Go Back to Hell kurz vor Ende noch einmal an der Kurbel dreht. Udo Dirkschneider fragt völlig begeistert: „Wilhelmshaven, warum sind wir eigentlich jetzt erst das erste Mal bei euch?“ Die Antwort kennt das Publikum nicht, dafür drehen sie noch mal auf und lassen die Accept-Zugaben Metal Heart, Balls to the Wall und Fast as a Shark, auf die Herr Dirkschneider die Rechte besitzt, zu einem unvergesslichen Höhepunkt anschwellen.

Fazit: Je älter U.D.O. werden, desto mehr scheinen ihnen die Jahre nichts anzuhaben. Gut gelaunt zeigt Udo Dirkschneider in Wilhelmshaven auf, warum er auch heute noch zur deutschen Heavy Metal-Superlative gehört. Er und seine Band haben eine wirkliche gelungene Show geboten, die in der Länge und der Auswahl der Songs sehr beeindruckend war. Hut ab vor U.D.O., aber auch vor Bloodbound und Pike´s Edge, welche beide einen guten Job gemacht haben. Für 28 € an der Abendkasse auf jeden Fall eine gute Preis/Leistungs-Balance, die in selbstredend auch durch die beiden Einheizer gerechtfertigt ist!

Setlist U.D.O.:
Steelhammer
King of Mean
Future Land
A Cry of a Nation
Trip to Nowhere
They Want War
Never Cross My Way
Stranger
Stay True
In the Darkness
Azrael
No Limits
Mean Machine
Burning Heat
Metal Machine
Devil’s Bite
Go Back to Hell
Timebomb

Zugaben:
Holy
Metal Heart(Accept cover)
Balls to the Wall(Accept cover)
Fast as a Shark (Accept cover)

Weitere Beiträge
Evergrey – Pustervik Göteborg, 27.06.2020