Vitriol – To Bathe From The Throat Of Cowardice

Ein Debüt à la Vorschlaghammer

Artist: Vitriol

Herkunft: Oregon, Portland, U.S.A.

Album: To Bathe From The Throat Of Cowardice

Spiellänge: 44:28 Minuten

Genre:  Death Metal

Release: 06.09.2019

Label: Century Media Records

Link: https://www.facebook.com/vitriolwarfare/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Kyle Rasmussen
Gesang und Bassgitarre – Adam Roethlisberger
Gitarre – Mike Ashton
Schlagzeug – Scott Walker

Tracklist:

  1. The Parting Of A Neck
  2. Crowned In Retaliation
  3. Legacy Of Contempt
  4. I Drown Nightly
  5. The Rope Calls You Brother
  6. A Gentle Gift
  7. Violence, A Worthy Truth
  8. Victim
  9. Hive Lungs
  10. Pain Will Define Their Death

Seit 2017 gab es Jahr für Jahr kleine Neuerungen von dem Todesblei-Vierer Vitriol. So kam zuerst 2017 eine EP heraus, 2018 eine Single CD und dann ihr Debütalbum, das auf den Namen To Bathe From The Throat Of Cowardice hört. Unter der Fahne von Century Media Records wird die Scheibe vermarktet und verspricht dem Hörer ein brachiales Death Metal Gewitter mit einem Hauch von Technical Death Metal. Um dem Ganzen mal auf den Zahn zu fühlen, wird der CD-Spieler gestartet und dem gelauscht, was viele bereits neu gewonnene Fans an der Band beziehungsweise an der Scheibe so feiern.

Alleine bei dem Opener The Parting Of A Neck kann man sich nach den ersten 30 Sekunden schon freiwillig von seinem Nacken verabschieden. Ein sehr brachiales und aggressives Death Metal Gewitter bricht herein, ohne einen Hauch von Kompromissbereitschaft an den Tag zu legen. Dieses Pensum wird die ersten drei Titel eiskalt durchgezogen – ab und an taucht in den Tracks noch ein kleiner Technical Death Metal Hauch auf.
Die Growls, sowohl von Gitarrist Kyle als auch von Bassist Adam, lassen das Blut in den Adern gefrieren und einen bis ins Mark erschüttern.
Dann tauchen bei I Drown Nightly, während die Planierraupe weiter fröhlich ihr aggressives Potenzial an den Tag legt, die ersten groovigen Parts auf und bringen eine Entspannung in die Nackenmuskulatur. Naja, wenn man das so bezeichnen kann. Denn es geht ordentlich knüppelhart weiter.
Und wenn man denkt, es geht nicht noch eine Stufe härter, legt das Quartett noch einmal einen oben drauf und setzt bei The Rope Calls You Brother eine Mixtur aus Brutal Death Metal / Grind und Black Metal Riffs ein. Nicht wirklich definierbar, aber sehr gelungen und gut.
Was man auch direkt noch einmal anmerken muss, ist, dass bei dieser hohen Geschwindigkeit der Riffs noch ein Gitarrensolo eingebaut werden kann. Sehr passend bei A Gentle Gift, der zusätzlich wieder mit einer ordentlichen Prise groovigen Sound prahlen kann.
Auch der letzte Track des Albums Pain Will Define Their Death wird stellenweise entspannter (da darf jetzt gerne reininterpretiert werden, was man mag) und legt einen ordentlichen Abschluss hin.
Abwechslungsreich ist die Scheibe allemal. Trotz der absolut hohen Geschwindigkeit finden sich viele tolle Stellen an groovigen Parts, guten technischen Kunstwerken sowie guten, manchmal aber leicht übertrieben schnellen Gitarrensoli.

Vitriol – To Bathe From The Throat Of Cowardice
Fazit
Vitriol haben mit ihrem Debüt To Bathe From The Throat Of Cowardice die Latte ziemlich hoch gelegt, denn hier trifft richtig brachialer und starker Death Metal auf monströse Growls und wird stellenweise mit kurzen aber guten groovigen Parts verfeinert. Wenn ich mal so überlege, wie viel Geld die Jungs, wenn sie auf Tour sind, in ihr Equipment, vor allem Drumsticks und Plektrons investieren müssen, ist das ein sehr hohes und gelungenes Pensum. Man kann jetzt natürlich wieder darüber streiten, ob es zu eintönig ist oder nicht, da es für manche Ohren einfach nur reines Geknüppel ist, dennoch finde ich die Scheibe sehr gut und solide. Ich freue mich, mehr von den Jungs zu hören und lege euch die Scheibe ans Herz.

Anspieltipps: The Parting Of A Neck, I Drown Nightly und A Gentle Gift
Stefan S.
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