Archgoat – Heavenly Vulva

“Identität ist kein Mittel!“

Artist: Archgoat

Album: Heavenly Vulva (Christ´s Last Rites)

Spiellänge: 15:24 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 14.10.2011

Label: Debemur Morti Productions

Link: http://www.archgoat.com/

Klingt wie: Black Witchery, Blasphemy

Bandmitglieder:

Gesang/Bass – Ritual Butcherer
Gitarre – Lord Angelslayer
Schlagzeug – Sinister Karpinen

Trackliste:

  1. Intro
  2. Blessed Vulva
  3. Penetrator Of The Second Temple
  4. Goddess Of The Abyss Of Grave
  5. Day Of Clouds
  6. Passage To Millennial

Archgoat sind in der Black Metal-Szene mittlerweile ein Begriff und präsentieren nun ihre neue EP Heavenly Vulva. Ganz getreu dem Namen gestaltet sich auch das Cover. Typisch im Schwarz-Weiß-Stil zeigt sich darauf der tote Jesus auf dem Altar, auf dem eine halbnackte Frau sitzt. Es könnte sich hier um eine Königin handeln, denn sie trägt die typische Kopfbedeckung der Adligen in Form einer Krone sowie den dazugehörigen Umhang. Zu ihren Füssen liegen geopferte Tiere. Um ihren Kopf ist ein Heiligenschein und so zeigt die Szene ein makabres aber auch erotisches Bild. Somit ist die Thematik der Band eindeutig und klar: Perversion, Erotik und Okkultismus. Diesem Eindruck schließt sich die Trackliste durchaus an und klingt sehr anrüchig.

Das Intro besteht aus Soundeffekten, die Pferdegetrappel einspielen, dazu eine einzelne Gitarre und eine düstere Stimme, die das kurze Intermezzo sehr dunkel und böse erscheinen lässt. Diese Emotionen werden mitgenommen zum ersten Song Blessed Vulva. Dunkle Gitarren spielen auf und das in sehr raschem Tempo. Der äußerst tiefe Growl des Frontmannes Ritual Butcherer ist unverständlich aber sticht dennoch hervor. Breaks lockern das Ganze etwas auf und der ruhige instrumentale Abschnitt wird durch Keyboardklänge unterstützt. Der Abschluss wird im anfänglichen Tempo gehalten.

In ähnlichem Stil ist auch Penetrator Of The Second Temple. Etwas ruhiger am Anfang, wird auch hier kurz darauf Fahrt gemacht, indem der dunkle Growl einsetzt. Insgesamt gibt es jedoch einen höheren melodischen Anteil, der in seichterem Tempo gespielt wird. Augenmerk liegt auch deutlich auf den Instrumenten, die Abwechslung und kurze Neuerungen hineinbringen. Dennoch bleibt dieser Track in derselben Machart wie der Erste.

Goddess Of The Abyss Of Grave beginnt direkt mit Stöhngeräuschen, die sich steigern und somit das Tempo vorgeben. Sehr rasant wird hier gespielt, etwas rascher als in den Vorigen, dennoch bleibt auch hier dieselbe Spielweise bestehen.

Day Of Clouds sticht etwas heraus, da hier der typische Black Metal-Stil gewählt wird. Mit Keyboardklängen und schweren Gitarren, wird hier Atmosphäre geschaffen. Der Titel verkörpert Düsternis und Depression. Die tiefe Stimme ist auch hier unverständlich, klingt jedoch nicht so hart. Ein sehr schöner Song, der instrumental passt.

Fazit: Die Identität der einzelnen Songs bietet eher wenig Abwechslung. Die Machart ist dieselbe und zeigt wenig Vielfältigkeit. Man kann definitiv mehr aus diesem Genre herausholen. So ist der instrumentale Teil sehr ansprechend, aber dieser unverständliche Gesang zerstört das Bild einfach. Man könnte definitiv auch nur "lala" singen, das würde hier überhaupt nicht auffallen. Im ganzen ist die EP eher durchschnittlich und es geht sicher besser. Anspieltipps: Blessed Vulva, Day Of Clouds
Nadine S.5
5
Weitere Beiträge
Lefutray – Human Delusions