Breaking Benjamin – Ember

“Düstere Texte und ernste Ansichten“

Artist: Breaking Benjamin

Herkunft: Pennsylvania, USA

Album: Ember

Spiellänge: 38:45 Minuten

Genre: NU Metal, Hard Rock, Post Grunge

Release: 13.04.2018

Label: Universal

Link: https://breakingbenjamin.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Benjamin Burnley
Gitarre – Jasen Rauch
Gitarre – Keith Wallen
Bassgitarre – Aaron Bruch
Schlagzeug – Shaun Foist

Tracklist:

  1. Lyra
  2. Feed The Wolf
  3. Red Cold River
  4. Tourniquet
  5. Psycho
  6. The Dark Of You
  7. Down
  8. Torn In Two
  9. Blood
  10. Save Yourself
  11. Close Your Eyes
  12. Vega

Manche Bands oder Künstler begleiten ganze Leben – oder man hat zumindest das Gefühl, sie seien schon ewig da gewesen. So verhält es sich auch für manche mit der Band Breaking Benjamin. Die seit 1998 existierende Band bewegt sich seit Beginn zwischen den Genres Hard Rock, Post Grunge und NU Metal. Dabei sind es vor allem düstere Texte und ernste Ansichten, welche die Richtung ihrer Songs bestimmen. Und da solche Alben gerne etwas Zeit brauchen, sollte das neue Album Ember, welches seit dem 13. April 2018 auf dem Markt ist, erst einmal wirken – und nun entsprechend bewertet werden. Das Album ist dabei der Nachfolger der 2015 veröffentlichten Platte Dark Before Dawn. 

Der Opener Interlude Lyra dauert lediglich einige Sekunden und leitet zunächst mit sanften Klängen, dann aber mit steigender Anspannung in den ersten Song Feed The Wolf, der auch bereits vorab als Single veröffentlicht wurde. Dabei ist es vor allem die Instrumentation, welche hier in härtere Gebiete abwandert, während sich der Gesang auf recht konstanter Hard Rock Ebene bewegt. Breaking Benjamin gelingt es dabei vor allem, ihrem bekannten Rezept treu zu bleiben, dennoch fehlt es Feed The Wolf etwas an Kraft.

Diese Kraft liefert dann Red Cold River, das eigentliche erste Release der aktuellen Platte. Mit dieser Single beweisen Breaking Benjamin das erste Mal innerhalb der Platte, dass sie ihre Wucht und Energie nicht nur instrumental vorzuweisen haben. Red Cold River erinenrt dabei an alte Zeiten, zieht in dunkle Atmosphären und lädt dabei dennoch zum Träumen ein. Gefühlslosigkeit und innere Dämonen – die Gruppe verstand es schon immer, lyrisch die Zuhörer zu verzaubern durch Ernsthaftigkeit und Emotion.

Eine interessante Instrumentation, die anfangs eventuell eher an andere Bands erinnert, sorgt bei Psycho für Aufsehen (oder Aufhorchen). Man könnte glatt meinen, dass Breaking Benjamin tausend Breakdowns auf die Zuhörer loslassen wollen, doch die abgehackten Riffs sorgen für eine Spannung, die sich innerhalb des Songs auflöst und diesem den nötigen Schwung gibt. Mit leicht anderer Instrumentation sorgt Psycho für frischen Wind, den die Gruppe auch durchaus mal gebrauchen kann.

Und mit The Dark Of You geht es direkt in einer vollen Ballade weiter. Normalerweise wäre man hier bei einer Rock Band sehr kritisch, doch Breaking Benjamin gelingt hier ein Werk, welches gefühlvoll, ehrlich und auch nachdenklich von sich überzeugen kann und sich im Gesamtbild und nach wiederholtem Anhören als einer der stärksten Songs des Albums entpuppt – sinnlose Härte ist bei dieser Band sowieso fehl am Platz.

Mit etwas mehr Wucht und Feuer rüttelt Torn in Two dann wieder am Konzept, welches die Zuhörer der Band eventuell noch im Kopf haben dürften. Denn auch hier beweist Breaking Benjamin wieder Vielseitigkeit, die sich eher in den Strophen verankert, da der Chorus dann doch eher leichtere Klänge von sich gibt. Veränderungen scheinen insgesamt für die Band ein Thema innerhalb Ember zu sein, wenn diese auch so gestreut sind, dass es wohl ein paar Runden mit der neuen Platte braucht, bis diese auch wirklich auffallen.

Fazit: Breaking Benjamin zeigen etwas, was Fans zu schätzen wissen: Innerhalb ihrer neuen Platte Ember sind sie zwar bemüht, hier und da Variationen an Gesang und Instrumentation zum Besten zu geben, das Gesamtkonzept bleibt dabei aber unverkennbar Breaking Benjamin, die definitiv einen individuellen Sound um sich geschaffen haben. Es sind vor allem die emotionalen Texte über Dämonen, düstere Gedanken und Zerissenheit, die den Zuhörer ansprechen und dabei auch stets ein wenig Hoffnung schenken. Als Zuhörer sollte man also definitiv sich stärker mit den Inhalten beschäftigen, auch wenn man sich nicht zu sehr darin verlieren darf. Und was bisher für alle Alben der Band sich zeigte, wird sich wohl auch für Ember bewahrheiten: Es wird noch besser mit der Zeit!

Anspieltipps: Save Yourself, Red Cold River, The Dark Of You
Anabel S.8
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