Burial Horde – ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)

“Griechische Sonnenfinsternis!“

Artist: Burial Horde

Herkunft: Athen, Griechenland

Album: ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)

Spiellänge: 43:00 Minuten

Genre: Death Metal, Black Metal

Release: 14.09.2018

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/pg/BurialHordesOfficial/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Cthonos
Gitarre, Bass – Necro
Gitarre, Bass – Psychaos
Schlagzeug – Nuctemeron

Tracklist:

  1. Human Condition
  2. Thrownness And Fallenness Of Being
  3. Lurk In The Shadows
  4. Erkenntnis
  5. Death Is Omnipotent
  6. From Synthesis To Aposynthesis

Die griechische Herzlichkeit zelebrieren Burial Horde ganz sicherlich nicht. Das vierte Studioalbum dringt erneut in tiefste Death Black Metal Regionen vor und bleibt sumpfig durch die Doom Elemente. Mit dem Demo Entering The Untrodden Forest begann 2001 das Unheil in Athen, welches jetzt bis zu ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis) vorgedrungen ist. Lasst das Artwork einmal wirken, dann dürftet ihr erahnen, wie schwermütig das sechs Song starke Flaggschiff durch die Meere schippert. Grundsätzlich agieren fünf Minuten lange Kanonenschläge, die in einem finalen Spektakel enden.

Das Quartett sendet erste Klänge mit Human Condition, um das menschliche Bewusstsein zu steigern. Schleppend rumpelt ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis) vom Stapel. Cthonos röchelt in aller Seelenruhe die Vocals ins Mikrofon, während die drei Kollegen den Brei ordentlich andicken. Die vermutete Explosion bleibt aus – vielmehr werden die Atmosphären düster gehalten und am langsam dahinsickernden Tempo nichts geändert. Trotzdem bleibt der Opener hängen, der sich mit klirrenden Gitarren verabschiedet. Wesentlich aggressiver aber im Prinzip nicht schneller, dominiert Thrownness And Fallenness Of Being. Die Handschrift von Schlagzeuger Nuctemeron gefällt mir unglaublich gut. Er füttert den Stoff mit dem nötigen Hass und zieht an passender Stelle seine Kollegen an den Äxten in seinen Wahn. Jetzt gibt es die erwarteten Explosionen. Im Deckmantel der Doom Segmente krachen Black Metal Salven auf die Ohren. Kompromisslos – dafür stehen Burial Horde, die wie eine hungrige Meute hinter dem Hörer herstellen. Zielstrebig treffen die vier Griechen den Punkt. Wie an einer Perlenkette aufgezogen liefern nicht nur die beiden ersten Stücke einen tödlichen Cocktail, sondern auch der Rest im Bunde. Der mystische Lurk In The Shadows lässt die letzten positiven Emotionen fallen. Betrübt und voller Hass leben die Südeuropäer hinter der verdeckten Sonne. Finsternis regiert auf ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis), der beim finalen Showdown seinen Meister findet. Alleine auf weiter Lichtung steht der Mamutbaum mit dem Titel From Synthesis To Aposynthesis. Fast 17 Minuten braucht man, um den Durchmesser des Jahrhunderte alten Stammes zu messen. Ich persönlich bin großer Freund langer Hymnen, wenn das Konzept hundertprozentig passt. Ansonsten zerstören solche epischen Werke auch schnell ein ganzes Album. In diesem Fall bleibt das verschmitzte Grinsen auf dem Gesicht erhalten und der Schlussspurt rauscht wie im Fluge in die letzten Winkel des Verstandes.

Fazit: Helljeha. Die Griechen sind nach Hunderten von Jahren mal wieder gewaltsam auf dem Vormarsch. Neben Rotting Christ, Acherontas, Dead Congregation oder Septic Flesh einer der großen Würfe. ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis) überzeugt alleine durch die undurchdringliche Brutalität, wie die extremen Zutaten vereint werden. Der stets präsente Doom Anstrich verleiht Burial Horde eine unendliche Düsternis. Hades Schlund öffnet sich nicht oft, bei dem Album bleibt ihm allerdings gar nichts anderes übrig. Das Tor der Unterwelt wurde aufgestoßen - hört selber herein und versucht es zu schließen.

Anspieltipps: Lurk In The Shadows und From Synthesis To Aposynthesis
Rene W.8.5
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