Cipher System – Communicate The Storms

“Stürmische Zeiten!“

Artist: Cipher System

Album: Communicate The Storms

Spiellänge: 43:89 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 09.09.2011

Label: Nuclear Blast

Link: http://www.myspace.com/ciphersystem

Klingt wie: Faithful Darkness, The Bereaved

Bandsmitglieder:

Gesang – Carl Obbel
Gitarre – Andreas Allenmark
Gitarre – Johan Eskilsson
Bass – Henric Carlsson
Keyboard – Peter Engström
Schlagzeug – Emil Frisk

Trackliste:

  1. 7 Inch Cut
  2. Forget To Forgive
  3. Communicate The Storms
  4. Gods Terminal
  5. End My Path
  6. Objection
  7. The Stairway
  8. A Lesson Learned
  9. Project LifeCollapse
  10. The Failure Starts

Drei lange Jahre sind vergangen, seitdem Cipher System ihre letzte Demo veröffentlichten. Doch nun hat das Warten endlich ein Ende, denn das neue Album Communicate The Storms ist auf dem Markt. Melodischer Death Metal ist ihre Passion und den möchten sie über die Grenzen Schwedens hinaus bekannt machen. Schon das Cover besticht durch bunte Farbgebung und aussagekräftiges Bild. Ein Mann in betender Haltung steht im Mittelpunkt und um ihn herum sind Innereien abgebildet, die auf dem Rücken wie Flügel wirken. Ein paar Käfer krabbeln zusätzlich auf dem demütig dastehenden Menschen herum. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass sich die Jungs auch mit dieser Thematik im übertragenden Sinne beschäftigen. Innere Kämpfe, die jeder ausfechten muss sowie das Leben selbst, beschäftigen das Sextett.

Schmerz und die Suche nach dem eigenen Selbst, ist die zentrale Aussage im ersten Song, 7 Inch Cut, der mit Soundeffekten und markentem Gitarrensound sowie einer passenden Hintergrundmelodie eingeleitet wird. Die rauchigen Shouts des Sängers Carl geben dem Stück die nötige Aggression in den Strophen. Im Refrain hingegen ist ein Cleangesang zu hören, der mit den Shouts kombiniert wird und dadurch sehr an Kraft gewinnt. Das musikalische Spiel unterstützt den Gesang perfekt und schafft den Rahmen für viele Emotionen, wie Hoffnung und Stärke, die hier eingebracht werden. Die kurzen Wechsel bieten Abwechslung und zeigen die Vielseitigkeit der Truppe. Zusätzlich sorgen Veränderungen im Tempo für Bewegung und Lebendigkeit. Das eingebettete Solo hat Tiefgang und bietet einen fließenden Übergang zum textlichen Höhepunkt. Das Ende gestaltet eine einzelne Gitarre, die sanft ertönt und den Titel ausklingen lässt.

Communicate The Storms ist der Titelsong des Albums und besticht durch sein hartes Riffing und durch einen Text, der ausdrucksstark präsentiert wird. Gesanglich wird es auch aggressiver, da den Shouts, die hoch und rauchig tief erklingen, sehr viel Platz gegeben wurde. So entsteht das Gefühl eines Dialogs, da die beiden Intonationen ineinander übergehen und ein einzigartiges Klangerlebnis bieten. Lediglich der Refrain wird in einer angenehmen klaren Stimmfarbe gesungen und bildet das Highlight in diesem Stück. Musikalisch passen sich die Instrumente der vorherrschenden Aggression an und sorgen für Atmosphäre. Ein Sturm, der nicht nur stimmlich, sondern auch spielerisch entfacht wird.

Fazit: Cipher System setzen auf ganz modernen Death Metal, den sie perfekt umsetzen. Durch die sphärischen Klänge wird eine Aura geschaffen und ein Rahmen für das harte Rockensemble geboten. Stimmliche Variationen versprechen Abwechslung und Wiedererkennungswert. Dennoch ist natürlich diese Machart nicht neu und erinnert teilweise auch an andere bekannte Künstler wie Scar Symmetry oder auch In Flames. Allerdings schmälert dieser Aspekt nicht das Können der Band und bedeutet auch keinesfalls einen Nachteil. Zudem werden die Synthesizer nicht als Untermalung genutzt, sondern haben ausreichend Platz, um sich als eigenständiges Instrument zu entfalten. Das ganze Album präsentiert sich strukturiert und perfekt produziert. Communicate The Storms ist keine Platte für nebenbei und wird neue Fans begeistern können, denn mit der Kraft eines mächtigen Sturms rasen die Songs in die Gehörgänge! Anspieltipps: Forget To Forgive & Project Live Collapse
Nadine S.
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