Crusher – zur anstehenden Veröffentlichung des neuen Albums „Unleashed“ exklusive Einblicke in die neuen Songs

In His Own Words

Am 17.04.2020 veröffentlichen die Mainzer Crusher ihre neue Platte Unleashed. Wir haben Sänger und Texter Robin Geiss gebeten, euch die Beweggründe, sowie die inhaltlichen und musikalischen Hintergründe in seinen eigenen Worten zu erläutern. Dem ist Robin gerne nachgekommen. Das ausführliche Review zur Platte findet ihr hier.

Sänger und Texter: Robin Geiss

Violence Stays Violent

Ein Song mit klarem Inhalt gegen jegliche Art von Extremismus, schwerpunktmäßig mehr auf Rechtsextremismus gemünzt, aber die anderen Spacken werden nicht missachtet. Musikalisch nicht unbedingt klassisches Crusher Material, dennoch aber irgendwie von allen Facetten der Band etwas und deswegen prädestiniert für die erste Auskopplung online. Der Refrain Text ist mir lustigerweise beim Joggen eingefallen.

The Others

Textlich greift es eine Facette meiner Buchreihe Tarlot auf, ist einfach ein Teil, was von Anfang an Bestand hatte bei Crusher und solange die Geschichte was hergibt, auch immer so sein wird. Musikalisch deswegen etwas außergewöhnlicher, da der Ohrwurm-Faktor eher in der Strophe denn im Refrain gesetzt wird.

Time-Leap Pit

Haben wir schon oft live gespielt, die Hauptidee stammt von Alex (b) und greift teilweise orientalische Läufe auf. Für unser Cover sozusagen der Titelsong, etwas komplexer mit ganz leichten Referenzen an Maiden (Powerslave bzw. The Rime Of The Ancient Mariner durch den Mittelteil) und textlich die Weiterführung von Son Of A Pit. Natürlich muss dieses kleine fiese Bandmaskottchen irgendwo auftauchen und die Textzeile By Metal We Are Bound musste einfach aufs Shirt.

Downfall

Der älteste Song auf dem Album. Entstand kurz nach der Veröffentlichung von Redemption und war somit die letzten Jahre eigentlich auch immer im Liveprogramm. Textlich wird ein Teil der Border-Line Störung aufgegriffen bzw. eine zerrissene und gequälte Seele thematisiert.

Empty Space

Jeder von uns hat eigentlich schon einmal jemanden in seinem Leben verloren. Ob die Wut die Trauer überlagert, kommt auf die aktuelle Lage an, mitfühlen sollte jeder können. Zunächst als ruhiges Stück angedacht, entwickelte dieser Song am meisten sein Eigenleben während des Komponierens und der Aufnahme im Studio, sodass er nun eben so klingt. Anders als gedacht, aber geil.

The Great Escape

Zweiter Song mit Thema Tarlot im Text. Äußerst melodischer Refrain, erinnert vom Thrash Faktor und der dennoch vorhandenen Melodie wohl am ehesten an den ursprünglichen Crusher Sound, nur eben viel gereifter und ausgefeilter. Der ausufernde Schlussteil könnte von mir aus auch fünf Mal so lang sein, einfach nur reinsteigern.

One For You

Genau wie der Titel sagt, dies soll ein Song für dich, also für den Fan, den Hörer sein. Was will ich beim Konzert erleben, was will ich hören, lass einfach eine gute Zeit haben. Für mich der Favorit des Albums, mega abwechslungsreich, voll auf die Glocke und dennoch melodisch und eingängig im Refrain – Bangerherz, was willst du mehr?

Bier

Bier oder Beer, spricht sich gleich, trinkt sich gleich, schmeckt wohl 90 Prozent aller Metaller, also kurz mal eine alte Metaltradition aufgegriffen: Einen Fun Song am Ende des Albums, der nur Spaß macht und sich im Text auch nicht ernst nimmt und dennoch dem Lieblingsgetränk vieler Metaller huldigt. Ein lustiger und würdiger Abschluss mit dennoch ordentlich Rumms, gerade im Gitarrensound.

Radikal bleibt Brutal

An sich Violence Stays Violent in Deutsch, aber mit kleinen Änderungen im Detail und natürlich der Anpassung des Textes in Deutsch. Ein kleines Experiment, ein Bonus auf der CD, mag jeder für sich entscheiden, welcher der Brüder ihm besser gefällt: der anprangernde Violence oder sein fieser und herberer Zwillingsbruder Radikal.

Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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