Deadend In Venice – See You On The Ground

„Solide, aber highlightlos“

Artist: Deadend In Venice

Album: See You On The Ground

Spiellänge: 32:18 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 05.03.2011

Label: Casket Music

Link: http://www.deadend-in-venice.de

Klingt wie: In Flames, Dark Tranquillity

Band Mitglieder:

Gesang: Annabell Klein
Gesang: Christian Litzba
Gitarre: Kevin Klein
Gitarre: Tim Schmidtke
Bass: Andreas Ackermann
Schlagzeug: Frank Koppe

Tracklist:

  1. Hate Sweet Hate
  2. Personal Decay
  3. Brain Execution
  4. War
  5. Long Way Home
  6. Last Chances
  7. The Monkey In My Closet
  8. Dirty Little Princess
  9. Tomorrow Never Comes

Deadend in Venice ist eine deutsche Metal-Band aus Sachsen, deren Wurzeln klar im Melodic Death Metal verankert sind. Der erste von neun Songs beginnt im Stil der alten In Flames bis dann der Gesang der Sängerin Annabell Klein einsetzt und Spuren von Gothic Metal einbringt. Hate Sweet Hate ist sonst ein angenehmer Opener, der abwechselnden Gesang mit einer Menge Melodien verbindet, was im Melodic Death Metal so üblich ist. Der Refrain wird mehrfach wiederholt und durch erste zaghafte Solis unterstützt. Personal Decay wird vom ganzen Aufbau dagegen etwas eintöniger gestalltet. Annabell Klein ist auf keinen Fall schlecht, jedoch in diesem Paket etwas fremdartig und nimmt immer wieder den Schwung raus und lässt die Stücke ein wenig dahintröpfeln. Insgesamt aber wirkt Gesangsduett sehr solide. Christian Litzba und Annabell Klein stellen sich gut aufeinander ein und schaffen eine lockere Atmosphäre, die nicht künstlich – wie bei manch anderen Bands – wirkt. Beim vierten Track, War, wird komplett auf den weiblichen Gesangspart verzichtet. Melodic Death Metal, wie wir ihn kennen, sprudelt aus den Boxen und zeigt noch einmal die gute Gesangsvariation von Christian Litzba. Musikalisch macht die Truppe aus Sachsen einen guten Job, dennoch gelingt kein Highlight, das dauerhaft im Kopf bleibt. Nette Stücke werden aneinandergereiht, haben aber keinen großen Wiedererkennungswert. The Monkey In My Closet macht da von den neun Songs noch den besten Eindruck.

Fazit: Was Deadend In Venic auf See You On The Ground zeigen, ist sehr solide, dennoch fehlt mir einfach das i-Tüpfelchen, das Melodic Death Metal ausmacht. Mitreißende Melodien, Gänsehautfaktor beim Gesang: all diese Punkte werden nur grob angerissen und schaffen nicht die überflutende Atmosphäre, die man in diesem Genre so schätzt. Gute Ansätze sind wie bei The Monkey In My Closet zu erkennen, doch kann mich das nicht ganz begeistern. Genreliebhaber sollten sich dieses Werk aber durchaus mal anhören und auf den persönlichen Geschmack prüfen. Anspieltipps: Hate Sweet Hate und The Monkey In My Closet
Rene W.
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