Keinen einzigen Song veröffentlicht und schon die Bühne auf dem Wacken Open Air abfackeln? Was quasi unmöglich erscheint, haben Dramatist in diesem Jahr ohne Wimpernzucken durchgezogen.
Mit Gregor Hennig (u.a. Muff Potter, The Robocop Kraus, Die Sterne) und Kurt Ebelhäuser (u.a. Blackmail, Donots, Pascow) haben Dramatist gleich zwei Produzenten in die Aufnahmen ihres Debütalbums Wasting Words involviert, die für authentische Musik stehen. Herausgekommen ist ein Album, das vor musikalischem Selbstbewusstsein und gesellschaftlicher Haltung nur so strotzt.
Da war es nicht verwunderlich, dass DevilDuck Records für dieses Album die eine oder andere Label-Regel gebrochen hat, so z.B. dass Alben zehn Songs haben müssen. Aber die acht Songs sind so stimmig und kompromisslos, dass es ein Frevel gewesen wäre, dieses Album nicht genau so zu veröffentlichen. Überhaupt steht Dramatist die Kompromisslosigkeit richtig gut, denn sie machen hier ihr ganz eigenes „Postcore“-Ding und es empfiehlt sich, mal den guten alten Weg des Hörens zu gehen und sich dieses Album am Stück anzuhören.
Am 29. August 2025 ist mit Fat White Families die erste Singleauskopplung samt Musikvideo erschienen. Bei dem Songtitel erübrigen sich jegliche Spekulationsfreiräume, worüber die Band sich hier wohl echauffieren mag. Dass Dramatist auch in diesem Song brachial aus dem Vollen schöpfen, versteht sich von selbst.
Dramatist sind Marco Van Gete, Oskar Brozek, Moritz Vandreier, Roman Pelz und Johann Dallmeyer.
Live beim Reeperbahn Festival:
19.09. Hamburg – Häkken

