Empires Of Eden – Channelling The Infinite

Fazit: Ich kann es mehr als nachvollziehen, dass sich viele Mertalheads gegen diese Form von Projekten sträuben, in denen der Gesangsposten pausenlos gewechselt wird. Auf der anderen Seite: Wo findet man schon Song für Song einen anderen Sänger, der sein Handwerk auf hohem Niveau beherrscht und mit seinem persönlichen Schliff für Abwechslung sorgen kann? Über Stu Marshall brauche ich wohl nicht viel zu sagen. Der Mann beherrscht seine Instrumente, das Songwriting ist fließend gestaltet und so viele Künstler unter einen Hut zubringen, ist eine Kunst. Eine Kaufempfehlung kann ich für alle aussprechen, denen Gesangswechsel kein Dorn im Auge bzw. Ohr ist! Anspieltipps: Hammer Down und World On Fire
Rene W.
75
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Die Fäden bei diesem Projekt hält Stu Marshall natürlich ganz fest in seiner Hand“

Artist: Empires Of Eden

Album: Channelling The Infinite

Spiellänge: 66:10 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 01.06.2012

Label: EOE-World / Rubicon – Rock N Growl

Link: http://www.empiresofeden.com/

Klingt wie: Stu Marshall

Bandmitglieder:

Gesang – Udo Dirkschneider, Rob Rock, Steve Grimmett, Mike DiMeo, Sean Peck, Carlos Zema, Ronny Munroe, Alessandro Del Vecchio, Danny Cecati, Louie Gorgievski, Vo Simpson
Gitarre – Stu Marshall
Schlagzeug – Jason Manewell
Bass – Stu Marshall

Tracklist:

  1. Cry Out (Rob Rock)
  2. Hammer Down (Udo Dirkschneider)
  3. This Time (Steve Grimmett)
  4. Channelling The Infinite (Sean Peck)
  5. Lions For Lambs (Alessandro Del Vecchio)
  6. Cyborg (Carlos Zema)
  7. World On Fire (Louie Gorgievksi)
  8. Your Eyes (Mike Dimeo)
  9. Born A King (Danny Cecati)
  10. As Flames Scorch The Ground (Vo Simpson)
  11. White Wings (Ronny Munroe)
  12. Hammer Down (Bonustrack, All star version)
  13. Born A King (Bonustrack, feat. Sean Peck)
EmpiresOfEden-ChannellingTheInfinite-cover

Angeschnallt und aufgepasst! Seit dem 01. Juni 2012 steht die Scheibe Channelling The Infinite des Heavy Metal-Projekts Empires Of Eden in den CD-Regalen. Wer sich jetzt denkt: „Mal wieder ein Projekt, was die Welt nicht braucht“, liegt mit der Einschätzung falsch. Zwar werden die Sänger in jedem Track ausgetauscht, was eindeutig Geschmackssache ist, nichtsdestotrotz findet der Heavy Metal-Fan das ein oder andere Highlight in der etwa einen Stunde Spielzeit wieder.

Bei dem Punkt „Highlight“ fällt der Blick sofort auf den den zweiten Song. Kein anderer als unsere deutsche Heavy Metal-Röhre Mister Udo Dirkschneider lässt seinen unverkennbaren Gesang in die melodischen, raffiniert inszenierten Melodic Heavy Metal-Klänge einfließen, die sich in höchster Lautstärke am wohlsten in den Gehörknospen fühlen.

Nicht ganz so rasant zeigt sich der Nachfolger This Time mit Steve Grimmett, der weiß Gott nicht schlecht ist, aber zwischen Udo Dirkschneider und dem Titteltrack Channelling The Infinite von Sean Peck, der seine Stimmbänder bis ins Unermessliche zum Schwingen bringt, etwas fehlplaziert wirkt. Die dadurch ausgestrahlte Power wird durch die variable Instrumentenführung begleitet, die dem ganzen Stück erst den richtigen Anschliff verpasst. Eine interessante Komposition, die durch den am Limit gehaltenen hohen Gesang nicht für jederman als Genuss wahrgenommen werden wird.

Neben der Nummer von Udo setzt sich folgender Track von den anderen ab: World On Fire mit Louie Gorgievksi am Mikrophon schafft durch einen anfänglich aggressiven Sound eine gern aufgenommene Abwechslung, die durch härtere Schlagzeugarbeit, klaren Gitarrensound und ansehnliche Soli für positive Akzente sorgt.

Die Fäden bei diesem Projekt hält Stu Marshall natürlich ganz fest in seiner Hand. Neben dem Songwriting lässt er seine Finger über die Bass- und Gitarrensaiten flitzen. Mit dem Schlagzeug unterstützt ihn Jason Manewell, der mit seinen Fertigkeiten den Takt vorgibt und somit die Scheibe aufwerten kann.

Fazit: Ich kann es mehr als nachvollziehen, dass sich viele Mertalheads gegen diese Form von Projekten sträuben, in denen der Gesangsposten pausenlos gewechselt wird. Auf der anderen Seite: Wo findet man schon Song für Song einen anderen Sänger, der sein Handwerk auf hohem Niveau beherrscht und mit seinem persönlichen Schliff für Abwechslung sorgen kann? Über Stu Marshall brauche ich wohl nicht viel zu sagen. Der Mann beherrscht seine Instrumente, das Songwriting ist fließend gestaltet und so viele Künstler unter einen Hut zubringen, ist eine Kunst. Eine Kaufempfehlung kann ich für alle aussprechen, denen Gesangswechsel kein Dorn im Auge bzw. Ohr ist!

 

 

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