Empress – Premonition

Traurige Musik in traurigen Zeiten

Artist: Empress

Herkunft: Vancouver, Kanada

Album: Premonition

Spiellänge: 48:47 Minuten

Genre: Stoner Rock, Doom Metal, Sludge, Progressive Metal

Release: 24.07.2020

Label: Eigenproduktion

Links: http://www.facebook.com/empressBC
http://www.thisisempress.bandcamp.com

Bandmitglieder:

Gitarre und Gesang – Peter Sacco
Bassgitarre – Brenden Gunn
Schlagzeug – Chris Doyle

Tracklist:

  1. A Pale Wanderer
  2. Sepulchre
  3. Passage
  4. Trost
  5. Hiraeth
  6. Premonition
  7. Lion’s Blood

Empress ist ein Trio aus Vancouver, Kanada, welches 2017 die erste EP mit Namen Reminiscence und fünf Tracks in Eigenregie veröffentlichte. Im November 2018 folgte eine Split EP mit der Band Piece, wo zwei weitere Tracks mit den Namen At Peace To Burn The Gathering und Zwölf erschienen sind. Nach Immer auf der Debüt EP nun mit Zwölf ein weiterer deutschsprachiger Titel. 2020 nun der Debüt Longplayer, welches eine Erinnerung an den Bassisten Brendon Gunn ist, der im Oktober 2019 verstarb.

Der Opener ist A Pale Wanderer: Zwischen Doom, Stoner und Progressive anzusiedeln, geht es melancholisch für mehr als acht Minuten hinein in den Erstling. Sepulchre geht deutlich mehr in die Stoner Richtung, die Saitenfraktion setzt gut in Szene und es gibt mehr Tempo als beim Opener und es wird auch mal mehr geschrien als gesungen. Passage knüpft an seinen Vorgänger an, ein Stoner mit einem leichten psychedelischen Einschlag, die Gitarren sind auch wieder sehr präsent, nette Nummer. Trost kann nur melancholisch und düster sein, ein Stoner- Sludge- Doom-Mix, aber auch mal eine ruhige Passage begleiten den Track über mehr als sechs Minuten. Hiraeth kommt eher doomig mit etwas Sludge aus den Boxen – ebenfalls tief düster und melancholisch, kann die Nummer durchaus gefallen. Es geht in den Titeltrack fast nahtlos über und bleibt düster bezüglich der Vorahnung. Es geht instrumental schleppend voran über mehr als zwei Minuten, es steigen die Saitenakrobaten ins Geschehen ein und es gibt es einen instrumentalen Mix aus leicht progressivem Sound und dunklem Doom. Keine leichte Kost. Der Rausschmeißer heißt Lion’s Blood und ist mit mehr als neun Minuten der Langläufer auf dem Langeisen. Es gibt erneut Schreigesang und düsteren Sound zwischen Doom, etwas Sludge und psychedelischem Stoner, nichts, was man so nicht auch schon woanders gehört hätte, aber durchaus gut gemacht. So geht die erste LP des kanadischen Trios zu Ende.

Empress – Premonition
Fazit
Für Freunde von düsterer, trostloser musikalischer Stimmung auf jeden Fall ein Tipp. Es erinnert etwas an die Sachen von Winter, aber auch My Dying Bride. Das Ganze mit etwas Stoner angereichert, bringen die Newcomer aus Kanada ein gut zu hörendes, aber tieftrauriges Werk auf den Markt. Wer der Musikrichtung etwas abgewinnen kann, sollte mal ein Ohr riskieren.

Anspieltipps: Sepulchre, Passage und Hiraeth
Jürgen F.
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