Entombed – Clandestine (Live)

Back To The Roots mit dem Gründertrio

Artist: Entombed

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Clandestine (Live)

Spiellänge: 57:56 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 17.05.2019

Label: Threeman Recordings

Link: www.entombed.org

Bandmitglieder:

Gesang – Robert Andersson
Gitarre, Gesang – Ulf „Uffe“ Cederlund
Gitarre – Alex Hellid
Bassgitarre – Edvin Aftonfalk
Schlagzeug – Nicke Andersson

Tracklist CD1:

  1. Intro
  2. Living Dead
  3. Sinners Bleed
  4. Evilyn
  5. Blessed Be
  6. Stranger Aeons
  7. Chaos Breed
  8. Crawl
  9. Severe Burns
  10. Through The Colonnades
  11. Left Hand Path

Im November 2016 haben die Schweden Entombed endlich wieder mit den drei Originalkrachmachern Nicke Andersson, Uffe Cederlung und Alex Hellid zusammengefunden und gemeinsam Malmö zerlegt. Ihr Todesblei ist noch heute ein Qualitätsmerkmal, auch wenn die Gruppe zurzeit zweigleisig läuft. Lars Göran „L.G.“ Petrov ist natürlich immer noch nicht mit an Bord, aber die anderen Gründer ziehen wieder an derselben Strippe. Mit Clandestine (Live) huldigen sie dem Langeisen aus dem Jahre 1991, das 2016 schon ganze 25 Jahre auf dem Buckel hatte. Dieser Tage gibt es über Threeman Recordings den elf Track starke Mitschnitt auf die Ohren.

Nach Left Hand Past erblickte Clandestine als zweite Brechstange von Entombed das Licht der Welt. Nach dem kurzen Intro darf schon Living Dead an den Start. Die kernige Nummer bringt gleich den Propeller in Bewegung. Mit im Line-Up unterstützen Edvin Aftonfalk am Bass und Robert Andersson am Sprachrohr. Im Verlauf gibt es den zweiten Longplayer eins zu eins serviert. Feiernde Anhänger und eine gut aufgelegte Band machen nicht nur den Abend perfekt, sondern servieren auch einen Hörspaß für zu Hause. Obendrauf gibt es den Klassiker Left Hand Past. Eine wirklich coole Idee, auch wenn Platten trotzdem als Studioversionen meist besser sind. Was mir nicht nur hier auffällt, sondern im Allgemeinen: Derzeit machen Konzertmitschnitte wieder mehr her. Die Fans kann man, wenn gewollt, qualitativ hochwertig einbinden und durch technische Möglichkeiten kann man ruhig mal laut aufdrehen, ohne von Fremdgeräuschen erschlagen zu werden.
Fazit
25 Jahre Clandestine: Ein Werk, was in der skandinavischen Death Metal Szene nicht wegzudenken wäre. Entombed finden zurück zu ihren Wurzeln - ob da vielleicht ein guter Schwung Symbolik mit im Spiel ist, lässt sich nur schätzen. Das Material ist allen bestens bekannt, bietet keine Filler. Reinste Death Metal Kunst ohne unnötige Schnörkel findet den Weg in die dumpfen Ohren, während der Nacken warm wird und Lust auf Bewegung verspürt. Aber Vorsicht, schlagt eurer Frau nicht die Blumenvasen aus dem Regal, das gibt nicht nur hässliche Narben. Über die Stücke braucht man nicht viel sagen. Spannend ist wiederum Robert Andersson, der keinen leichten Stand hat, aber ohne Probleme überzeugen kann. Der Griff eines jeden Death Metal Anhängers sollte in diesem Monat in der Ladentheke bei Clandestine liegen. Gut gemacht und zudem einem Klassiker gehuldigt - was will man mehr? Vor allem für junge Deather ein Glücksgriff.

Anspieltipps: Blessed Be, Chaos Breed und Severe Burns
René W.8
Leser Bewertung1 Bewertung10
8
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