FireForce – March On

„FireForce – so macht man Power Metal“

Artist: FireForce

Album: March On

Spiellänge: 50:56 Minuten

Genre: True Power Metal

Release: 25.03.2011

Label: 7Hard

Link: http://www.fireforce.be

Klingt wie: Grave Digger, Iced Earth & Dragonforce

Produziert in: Produced by R.D. Liapakis (Mystic Prophecy, Suicidal Angels, Orden Ogan, Eldritch, etc.), Mixed and mastered by C. Schmid and R.D. Liapakis (Mystic Prophecy, Suicidal Angels, Orden Ogan, Eldritch, etc.)

Band Mitglieder:

Erwin Suetens – Guitars
Flype – Vocals
Metalpat – Bass
Steve Deleu – Guitars
Tom Heijnen – Drums

Constantine – Guest Guitar Solos

Tracklist:

  1. Coastal Battery
  2. The Only Way
  3. Firestorm
  4. Horus (Vringer Of Order)
  5. 1302 – Battle For Freedon
  6. Moonlight Lady
  7. Annihilation
  8. Fly Arrow Fly (Crécy 1346)
  9. Mona Lisa
  10. Hold Your Ground
  11. Born To Play Metal
  12. Metal Rages On

Was ist typisch für das kleine Europäische Land Belgien?

  1. Schokolade
  2. Pommes Frittes
  3. Beleuchtete Autobahnen
  4. Belgisches Bier (Duvel)

Bis jetzt gehört guter True & Power Metal eher in die skandinavischen Länder und evtl. auch nach Großbritannien und in die USA, jedoch nicht in diese Liste. Mal sehen, ob sich das jetzt ändert. Denn ich habe das Erstlingswerk der belgischen Band FireForce hier liegen.

Das Cover ist für das Genre typisch sehr aufwendig gestaltet und zeigt einen Skelettkrieger, der mit Schwert und Blitz bewaffnet ist. Dazu ein Wikinger Schiff im Hintergrund, welches gerade über eine Klippe fliegt. Das Artwork passt super zum Album. Da macht es sich bezahlt, dass man sich hier für den Künstler/ Maler Eric Philippe entschieden hat. Denn Philippe hat bereits mit Bands wie Rhapsody, At Vance & Luca Turilli zusammengearbeitet und gezeigt, dass er zeitlose und aufwendige CoverArtworks produzieren kann.

Wer den Namen FireForce bis jetzt noch nicht kannte, muss sich dafür nicht schämen. Denn die 5 Belgier kamen „erst“ im Herbst 2008 zusammen, um FireForce aus den „Überresten“ der belgischen Metal Band Double Diamond zu erschaffen.

Jetzt erst einmal genug über die Vorgeschichte und alles andere. Ich widme mich jetzt der Musik. Das erste Lied Coastal Battery startet genau so, wie es das Genre sagt. Harte galoppierende Riffs mit einer zum Glück nicht zu kitschigen Stimme. Die ersten zweieinhalb Minuten, höre ich True Metal, welches mit einem eher Power Metal- typischen Solo gemischt wird. Der Tempowechsel von Mid-Tempo in die schnelleren Passagen gibt dem Lied eine angenehme Abwechslung.

The Only Way macht da weiter, wo das erste Lied aufgehört hat. Und wieder sehr harte Geschwindigkeitswechsel. Ich kann nicht anders als mit dem Fuß mit zu wippen. Respekt: Ein echt hohes Anfangsniveau. Zum Glück halten sich die Eunuchen- ähnlichen Aufschreie eher kurz und im Hintergrund.

Es folgt ein sehr ruhiges Intro in das Lied Firestorm, doch knallen die Belgier ein Lied raus, welches an die besseren Zeiten des Power Metals erinnert. So macht man Power Metal!

Geschichtlicher Hintergrund wird im Lied 1302-Battle For Freedom besungen. Es handelt sich um den Krieg um Flandern, eine Region in Belgien. Gelungener Text, der thematisch zum Genre passt.

Ich schaue noch einmal auf den CD- Player, der mir beim Start von Moonlight echt die Band FireForce angibt, und nicht Dragonforce. Denn das Intro und Solo des Stücks könnte auch ohne Probleme von Herman Li (Gitarrist bei Dragonforce) stammen. Doch ist der Rest ganz klar FireForce. Das erklärt auch, warum dieses Lied der Namensgeber der ersten EP werden konnte.

In Fly Arrow Fly (Crecy 1346) geht es wieder um einen geschichtliche Rückblick. Diesmal zur Schlacht um Crecy 1346 (Battle Of Crecy). Das Lied versteckt einen zwar kurzen aber netten Basspart, der mir persönlich als Bassist sehr gut gefällt.

Das gesamte Album kann das anfängliche Niveau sehr gut durchhalten. Sogar die Metal Hymne Born To Play Metal klingt nicht unpassend, obwohl ich solchen eher pessimistisch gegenüber stehe.
Instrumental beendet FireForce nach fast einer Stunde das Album. Metal Rages On bringt keine Überraschungen mehr, passt aber sehr gut als Outro in das Album March On.

Fazit: Die Liste vom Anfang des Reviews darf getrost erweitert werden. Denn Belgien hat nun noch einen weiteren Grund besucht zu werden. FireForce klingt als wären sie schon immer da gewesen. True Metal gepaart mit Power Metal Einlagen der alten Schule. Würde man mir sagen, dass die Band aus den 1980ern stammt, dann würde ich das sofort glauben. Für Genrefans ein echtes Highlight. Für alle anderen eine Chance in das Genre zu blicken. Respekt, für ein Debüt Album ein gelungenes Werk! Anspieltipps: Moonlight Lady, Firestorm und Metal Rages On
Kai R.
9
9
Weitere Beiträge
Vargsheim – Söhne Der Sonne