Grand Magus – The Hunt

“Das soll Doom Metal sein?!“

Artist: Grand Magus

Album: The Hunt

Spiellänge: 44:38 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 25.05.2012

Label: Nuclear Blast Records

Link: http://www.grandmagus.com/

Bandmitglieder:

Gesang & Gitarre – Janne „JB“ Christoffersson
Bassgitarre – Mats „Fox“ Heden
Schlagzeug – Ludwig Witt

Tracklist:

  1. Starlight Slaughter
  2. Sword Of The Ocean
  3. Valhalla Rising
  4. Storm King
  5. Silver Moon
  6. The Hunt
  7. Son Of The Last Breath
  8. Iron Hand
  9. Draksådd
Grand_Magus-The_Hunt_Cover

Grand Magus ist eine im Jahr 1996 gegründete Band, die sich dem Genremix aus Doom Metal, Stoner Metal und Heavy Metal verschrieben hat. Bei Grand Magus hat sich einiges geändert: neben einem Stellenwechsel am Schlagzeug und nach den Europatourneen (2010 und 2012) zusammen mit Bands wie Motörhead, Doro Pesch, Bullet, Steelewing und Skull Fist darf man einige neue Impressionen erwarten.

Mit dem Opener Starlight Slaughter fällt meine Kinnlade zuerst einmal eine Etage tiefer (wenn auch nicht in den Keller), denn von Doom und Stoner Metal ist hier irgendwie wenig zu hören und es scheint, als wären die drei Musiker aus Stockholm auf die aktuelle Classic Rock-Welle aufgesprungen, um noch ein paar Zuhörer zu gewinnen. Glücklicherweise darf man vom aktuellen Album noch ein paar mehr Nuancen erwarten, denn die kommenden Songs Sword Of The Ocean, Valhalla Rising und Storm King gehen klar in die Richtung Heavy Metal. Die Stimme von Gitarrist und Sänger Janne „JB“ Christoffersson erinnert ein wenig an eine Mischung aus der Stimme der 2010 verstorbenen Doom Metal-Legende Peter Steele (Type O Negative) und U.D.O.-Sänger Udo Dirkschneider. Musikalisch ist The Hunt eine waschechte Heavy Metal-Platte mit allen Höhen und Tiefen des Genres. Durch das Ablösen von schwerfälligen Doom Metal-Einflüssen wirkt The Hunt ungemein vertraut und frisch. Mal ehrlich, das habe ich so nicht erwartet.

Mein absolutes Highlight des Albums bleibt auch nach dem dritten Mal Hören der Song Son Of The Last Breath, der zuerst als Ballade beginnt und dann in seinen fast sieben Minuten seine melancholisch angehauchte Stimmung in eine düstere Heavy Metal-Stimmung zu wechseln vermag. Hier fällt auch auf, dass Christoffersson auch andere Genres spielen kann, denn er hinterlegt in dem Song nicht nur eine weinerliche, klare Stimme, sondern auch eine düstere, fast schon gegrowlte Stimme.

Fazit: Was für ein Album. Nach dem „Schock“ am Anfang (mit Starlight Slaughter) hat Grand Magus noch einiges auf The Hunt zu bieten, was nicht im Regal einstauben muss. Die Riffs sind allesamt echt cool und eingängig, das Schlagzeug wird vom neuen Drummer Ludwig Witt gekonnt verwendet und dass der Sänger (Janne „JB“ Christoffersson) wandelbar ist, ist hier nicht zu leugnen. Grand Magus-Fans aufgepasst: Hier bekommt ihr keine Null/Acht/Fünfzehn-Platte, sondern mal etwas Neues aus alter Feder! Somit ist ein Kauftipp meinerseits echt angebracht.

Fazit: Was für ein Album. Nach dem "Schock" am Anfang (mit Starlight Slaughter) hat Grand Magus noch einiges auf The Hunt zu bieten, was nicht im Regal einstauben muss. Die Riffs sind allesamt echt cool und eingängig, das Schlagzeug wird vom neuen Drummer Ludwig Witt gekonnt verwendet und dass der Sänger (Janne "JB" Christoffersson) wandelbar ist, ist hier nicht zu leugnen. Grand Magus-Fans aufgepasst: Hier bekommt ihr keine Null/Acht/Fünfzehn-Platte, sondern mal etwas Neues aus alter Feder! Somit ist ein Kauftipp meinerseits echt angebracht. Anspieltipps: Son Of The Last Breath & Sword Of The Ocean
Kai R.
8.5
8.5
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