Hatefest Tour 2015 am 09.04.2015 in der Markthalle in Hamburg

“Hatefest Tour 2015 am 09.04.2015 in der Markthalle in Hamburg!“

Eventname: Hatefest 2015

Headliner: Six Feet Under

Vorband(s): Marduk, Vader, Hate

Ort: Markthalle, Hamburg

Datum: 09.04.2015

Kosten: ca 28,00 € AK

Genre: Death Metal, Black Metal

Besucher: ca. 500 Besucher

Veranstalter: Rock The Nation

Link: http://www.rtn-touring.com/

Hatefest Tourpic

Wieder einmal gastiert das Hatefest in der Hamburger Markthalle – neben andern deutschen Städten, Österreich und die Schweiz. Zum Erstaunen aller hält sich der Besucherandrang allerdings in Grenzen, gerade einmal mit 500 Menschen gefüllt. Dabei ist das Package mit Hate, Vader, Marduk und Six Feet Under kein schlechtes. Natürlich hat Hamburg wieder die abgespeckte Version des Hatefests – in anderen Städten treten dazu Debauchery und Eisregen auf. Warum eigentlich? Schade.

Ein Fotograben wird auch nicht für nötig gehalten, immer diese Spaßmaßnahmen. Apropos… wo die Markthalle sonst sehr bekannt ist für freundliches Personal und Securitys hat diesmal ein besonderer Kollege den Bock abgeschossen und zwar mehrfach, ansonsten hätte es keine Erwähnung gefunden, auf die diversen Details wollen wir hier beim besagten Einzelfall nicht eingehen schließlich geht es ausschließlich um unsere geliebte Musik den Death und Black Metal.

Hate 2 Hamburg April 2015 Time For Metal

Auf die Band Hate freut sich Hamburg schon lange. Sie wollten ja auch 2013 kommen, quasi genau vor einem Jahr, zusammen mit Hypocrisy. Doch passierte ein Tag vor dem Hamburg-Gig jenes tragische Ereignis als der 24 jährige Bassist Sławomir „Mortifier“ Kusterka im Tourbus an einer Herzrhythmusstörung starb und Hate selbstverständlich und völlig nachvollziehbar ihren Auftritt absagten. Die Stimmung beim Hypocrisy Konzert war dementsprechend gedrückt und Peter T. hatte noch tiefere Augenringe als er sowieso schon hat. Unabhängig davon sind die polnischen Musiker richtig gut und man möchte sie endlich einmal live erleben. So hat man heute die Gelegenheit, pünktlich um 19 Uhr geht es los – 40Min sind vorgesehen. Mit Songs wie Hex gehen diese allerdings viel zu schnell um. Ihre neue Scheibe Crusade: Zero ist natürlich auch dabei vertreten. Hate haben sich live übertroffen und einen super Start fürs Hatefest hingelegt. Man hört schon eine gewisse Ähnlichkeit zu einer anderen sehr bekannten polnischen Band, deren Name mit Behe beginnt und mit moth endet. Ja so ist es, aber es gefällt was die Warschauer machen! Brutal, bretthart und fett, vor allem der Drummer Pavulon rockt es so dermaßen.

Vader 2 Hamburg April 2015 Time For Metal

Nachdem man gerade warm geworden ist, kann man nochmal kurz zum recht gut ausgestatteten Merch-Stand gehen und shoppen gehen. Schade, dass es von Hate keine Girlies gab. Jetzt aber zu Vader, um 20 Uhr geht es wieder Rund. Mit Dreizack, Pentagramm und einer Menge Nieten und umgedrehte Kreuzen an der Klamotte. Auch sie brettern fett durch das Haus, die Jungs in der ersten Reihe moschen schon kräftig an. Sehr zu Freude der Fotografen, aber die dürfen ja immerhin ihre Fototaschen auf den schmalen Bühnenrand hinter den Monitorboxen gefahrlos abstellen.

Vader hauen auch richtig rein. Bei Songs wie Hexenkessel, Abandon All Hope oder Silent Empire gehen die (teilweise noch sehr jungen) Fans richtig ab und auch Vader haben ersichtlichen Spaß. Soundmäßig gibt es eine Steigerung zu eben und die Polen geben sich etwas publikumsfreundlicher als ihre Landsleute zuvor. Nach 45 Minuten ist auch hier schon wieder Schluss und Vader verabschieden sich mit Dark Age und Sothis.

Marduk 1 Hamburg April 2015 Time For Metal

Meine letzte Erinnerung an Marduk? Sound war gut, aber sehen konnte man nix vor lauter Nebel. Auch jetzt zur großen Freude aller wird das Licht gedimmt und Nebel auf die Bühne gepumpt als gäbe es kein Morgen. Sind sie schon da? Oh man hört was. Sind sie das überhaupt? Man weiß es nicht. Aber doch, die Fans wissen es. Die Schweden haben ihr neue Scheibe Frontschwein dabei, die sie und die Fans kräftig zelebrieren. Dabei Songs wie The Blond Beast, Slay The Nazarene und Burn My Coffin, die mächtig auf die Ohren gehen. Man könnte meinen, dass die meisten Leute wegen Marduk hier sind. Sie wollen Black Metal, sie bekommen Black Metal und nach sechzig Minuten löst sich der Nebel auf, sprich, die Skandinavier sind fertig.

Six Feet Under 2 Hamburg April 2015 Time For Metal

Der Abend war ziemlich kurzweilig und auch der Rest des Abends verspricht schnell zu Ende zu gehen. Alle Mikroständer runter von der Bühne, Chris Barnes kommt. Six Feet Under lassen allen harten Hunde die Strapazen des Abends mitten in der Woche schnell vergessen. Es sind trotz der fortgeschrittenen Stunde tatsächlich noch genügend Metalwütige geblieben. Die Hütte brennt, wenn Chris rotzt und rumkeift, wie man ihn kennt. Wirklich amtlich, was sie mit No Warning Shot abliefern, das macht Spaß!
Desweiteren wird alles während der Show gegeben, was geht wird im Mosh Pit, Stage Diven und Headbangen gemacht. Mit Feasting On The Blood Of The Insane von der allseits bekannten Maximum Violence  rocken die Jungs auf jeden Fall alles was geht! Ausgelassene Stimmung bei Chris und Co und Publikum sowieso. Er lächelt sogar mal! Weitere Songs sind Revenge Of The Zombie, Deatklaat und Human Target und man kann sich einfach nicht lösen von der Show – einfach nur gut. Unter anderem, weil es nett anzusehen ist, wie Chris mit seinen Megadreads den Boden fegt und seine extrem geweiteten Ohrläppchen ohne Tunnelschmuck dabei rumschlabbern. Der Sound war übrigens auch top, bei den Songs Torn To The Bone und Beneath A Black Sky. Kurze Pause – Zugabenrufe – ums dann vollende den Rest zu geben mit The Evil Eye und dem Cannibal Corpse Cover Song Hammer Smashed Face. Das ist ein ehrwürdiger Abschluss eines derben Abends!

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