Lordi – Recordead Live – Sextourcism In Z7

Finnische Refrain-Jünger bringen Feuer ins Z7

Artist: Lordi

Herkunft: Finnland

Album: Recordead Live – Sextourcism In Z7

Spiellänge: 94:33 Minuten

Genre: Hard Rock, Heavy Metal

Release: 26.07.2019

Label: AFM Records

Link: https://www.facebook.com/LordiOfficial/

Bandmitglieder:

Gesang – Mr. Lordi
Gitarre – Mr. Amen
Bassgitarre – Mr. Ox
Keyboard – Ms. Hella
Schlagzeug – Mr. Mana

Tracklist:

  1. Sexorcism
  2. Would You Love A Monsterman
  3. Missing Miss Charlene/House Of Ghosts
  4. Your Tongue’s Got The Cat
  5. Heaven Sent Hell On Earth
  6. Mr. Killjoy 7. Mana Solo
  7. Rock The Hell Outta You
  8. Blood Red Sandman
  9. It Snows In Hell
  10. Hella Solo
  11. She’s A Demon
  12. Slashion Model Girls
  13. Naked In My Cellar
  14. Rock Police
  15. Ox Solo
  16. Hug You Hardcore
  17. Scg9:The Documented Phenomenon
  18. Evilyn
  19. The Riff
  20. Amen Solo
  21. Nailed By The Hammer Of Frankenstein
  22. Who’s Your Daddy
  23. Devil Is A Loser
  24. Hard Rock Hallelujah

Lordi sind wie ein Phönix aus der Asche geschossen, was man unter anderem vor wenigen Tagen vor vollem Haus auf dem ROCKHARZ erleben durfte. Am Freitag steht das neue Livewerk für alle Fans des Hard Rock der guten alten Achtziger bereit. Recorded Live Sextourcism In Z7 wird es in den Formaten Digipak, Vinyl und DVD geben. Über AFM Records gibt es ordentlich was auf die Augen und Ohren. Wie jeder weiß, können die Finnen nicht nur prägnante Refrains schmieden und fackeln nicht nur simpel Pyrotechnik ab, sondern verzaubern das Publikum mit geschickten wie eleganten Showeinlagen.

Mit Sexorcism und Would You Love A Monsterman steigt die Sause und trotzdem komme ich als Erstes auf die Vergangenheit zu sprechen. Der Sieg beim ESC wurde im Heavy Metal Lager schwer gefeiert, die Tragweite konnte zu dem Zeitpunkt kaum einer überblicken – der kurze Hype um Lordi sorgte für eine Ausgrenzung in der eigentlichen Szene. True ist so ein Erfolg eben nicht, oder? Weitere Schicksalsschläge brachten 2012 den letzten Umbruch mit sich.  Trotzdem zog Tomi „Mr. Lordi“ Putaansuu seine Band etwas aus dem Rampenlicht. Regelmäßige Veröffentlichungen ohne groß Trubel brachten die Skandinavier zurück ins Geschäft. Sexorcism drang sogar im letzten Jahr rein charttechnisch in The Arockalypse Regionen vor. Dass die Stimmung deutlich gestiegen ist, konnte man vorab vor allem live erleben. Auf Festivals in diesem Jahr fungieren sie als Überflieger und was hat sich bei Lordi verändert? Rein gar nichts. Hard Rock der ersten Stunde, gepaart mit einem Refrain-Feuerwerk in schweren Kostümen bleibt das Rezept von Tomi „Mr. Lordi“ Putaansuu und seiner Monsterarmee. Zurück zum 23.11.2018 ins Z7 in Pratteln, wo wir von Time For Metal direkt bei der Produktion dabei waren. Nach den ersten beiden Hits folgen direkt Missing Miss Charlene/House Of Ghosts, Your Tongue’s Got The Cat und Heaven Sent Hell On Earth. Weitere Dauerbrenner lassen nicht auf sich warten. Rock The Hell Outta You und Blood Red Sandman rocken die Hütte. Wenn man die Finnen als One Hit Wonder denunzieren möchte, dann doch bitte nur als Mainstream Klatsch Presse, die nur Hard Rock Hallelujah kennt und die ganze Sause abschließt. Mit viel Liebe zum Detail bleiben Mr. Amen an der Gitarre, Bassist Mr. Ox, Ms. Hella an den Tasten sowie Drummer Mr. Mana ihrer Handschrift treu. Live fulminant kommt jeder Fan voll auf seine Kosten und das gilt auch für Recordead Live – Sextourcism In Z7. Am Sound spürt man es deutlich, dass es keine trockene Studioproduktion ist. Durch die Einlagen von Mr. Lordi leben die Nummern wie Naked In My Cellar oder Nailed By The Hammer Of Frankenstein. Das Finale läuten wiederum Who’s Your Daddy und Devil Is A Loser ein, bis es zum besagten und erwarteten Abschluss kommt.

Lordi – Recordead Live – Sextourcism In Z7
Fazit
Eine 1a Live-Platte haben die Rocker aus dem Norden in diesem Sommer für uns in der Schweiz im schicken Z7 zusammengetragen. Offene Wünsche gibt es keine, mit plus/minus 100 Minuten, je nach Format, bekommt man das Beste von Lordi geboten, was sie im Programm haben. Klar, der eine oder andere persönliche Liebling kann fehlen, aber im Grundsatz darf man am Set kein Haar in der Suppe finden. Typische Livemerkmale wurden aufgegriffen. Ich persönlich stehe nicht zwingend auf Livealben - lieber direkt mit Bild und Ton vor Augen das Erlebnis einfangen, trotzdem kann auch die Audiodatei punkten. Eine Vinyl für Sammler gibt es ebenfalls. Egal, welche Version den Weg in eure vier Wände findet, ihr werdet es nicht bereuen!

Anspieltipps: Would You Love A Monsterman, Naked In My Cellar und Devil Is A Loser
René W.
9
Leserwertung8 Bewertungen
7.9
Pro
Contra
9
Punkte
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