Artist: Plague Of The Fallen
Herkunft: Neuseeland
Album: Bleeding And Vehement (EP)
Spiellänge: 15:14 Minuten
Genre: Death Metal
Release: 19.04.2021
Label: Miasma Records
Link: https://plagueofthefallen1.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Gesang und Bassgitarre – Vin Minchington
Gitarre – S. McRobert
Gitarre – M. Bolch
Schlagzeug – Jae Hulbert
Tracklist:
- Gestation
- Bleeding And Vehement
- Embodiment Of Misery
- Rebirth
- Deception
- Descent Into Insanity
Aus Neuseeland hat man auch nicht jeden Tag eine Band auf dem Seziertisch. Plague Of The Fallen gibt es mindestens schon seit 2011, denn in dem Jahr ist eine EP erschienen und dann war Stille. Diese wurde nun unterbrochen und eine weitere EP ist dazugekommen. Die Mitglieder sind oder waren noch bei Organectomy, Bow Messiah, Oblivion Dawn und Secularity tätig. Das könnte eine Begründung sein, warum es zehn Jahre gedauert hat.
Gestation kommt mit feinem, aber langsamem Gitarrenspiel um die Ecke und dies wird von langsamen Drums begleitet. Eine sirenenhafte Melodie folgt. Dient mehr der bedrohlichen Ankündigung und somit fungiert der Song als Intro, rein instrumental.
Bleeding And Vehement fängt mit Vorspielern an und bietet dann ein leckeres Uptempo mit schnellen Doublebass. Sehr fett. Das Tempo wird rausgenommen, die Riffs teilweise lang gezogen und dabei geht man technisch einwandfrei zu Werke. Die Drums betonen diese Parts und klingen sehr brutal. Mit Vorspielern leitet man dann am Ende wieder den Ballerpart ein. Sehr fein. Gesanglich klingt Vin ein wenig wie Corpsegrinder von Cannibal Corpse, hat aber auch eine eigene Facette. Auch musikalisch, besonders bei diesen im Midtempo vorgetragenen technischen Elementen, erinnern sie mich auch an die Amerikaner.
Auch das nachfolgende Embodiment Of Misery weist diese Parallelen zu Beginn auf. Im Midtempo drückt man ohne Ende und leitet den Blastbeatpart, welches stakkatohaft vorgetragen wird. Immer nur kurz, denn der drückende Midtempopart soll schon überwiegen. Danach wechselt man wieder in den Ballerpart und nimmt dann das Tempo auf, groovt ein wenig, nimmt danach wieder Fahrt auf. Abwechslungsreich, aber nicht verwirrend. Besonders das Drumming geht hier sehr rabiat und technisch zu Werke. Am Ende scheppert man sich wieder durch das neuseeländische Dickicht.
Die nachfolgenden Songs sind ähnlich strukturiert. Das recht gute, aber ähnelnde Songwriting wird von einer modernen, aber fetten Produktion unterstützt. Diese ist sehr klar und druckvoll. Die Burschen beherrschen ihre Instrumente und gehen manchmal ein wenig zu technisch zu Werke, so wie bei Rebirth. Sehr vertrackt, allerdings niemals übertrieben oder chaotisch. Sie kommen auch bei dem gerade genannten Song zum Punkt.
Deception baut sich auch so richtig geil auf und wird zu einer richtigen Abrissbirne. Sehr geiles Brett.
Neben den Einflüssen von Cannibal Corpse gibt es immer wieder Passagen zu hören, die an Morbid Angel oder Suffocation erinnern. Die alte brutale amerikanische Schiene hat es ihnen angetan. Gerade wenn die Doubelbass durchrasselt, klingen sie so richtig fett. Anchecken! Hoffen wir mal, dass wir nicht wieder zehn Jahre warten müssen, um neues Material zu hören.




