Eventname: Wake Up The Wicked Tour 2026
Headliner: Powerwolf
Vorbands: Hammerfall und Wind Rose
Ort: ÖVB-Arena, Bremen
Datum: 27.02.2026
Kosten: ab. 49,99 € VVK
Genre: Heavy Metal, Power Metal
Besucher: ca. 9000 Besucher
Veranstalter: Revue Gesellschaft für Konzerte und Veranstaltungen mbH
Link: www.revue-online.de/veranstaltungen/
Setlist Powerwolf:
- Bless ’Em With The Blade
- Armata Strigoi
- Sinners Of The Seven Seas
- Amen & Attack
- Army Of The Night
- Dancing With The Dead
- Incense & Iron
- 1589
- Demons Are A Girl’s Best Friend
- Kreuzfeuer
- Fire And Forgive
- Resurrection By Erection
- Where The Wild Wolves Have Gone
- Heretic Hunters
- Joan Of Arc
- We Drink Your Blood
- Agnus Dei (Intro)
- Sanctified With Dynamite
- Blood For Blood
- Werewolves Of Armenia
Die Wake Up The Wicked Tour 2026 ist am 19.02.2026 in Kopenhagen gestartet und trägt Powerwolf zunächst durch Skandinavien. Mit der heutigen Show in Bremen stehen sechs Konzerte in Deutschland an, bis es die Wölfe zum Tour-Abschluss nach London zieht. Mit im Gepäck hat die deutsche Power-Metal-Formation die schwedische Heavy-Metal-Legende Hammerfall und die epischen Italiener von Wind Rose.

Den Anfang machen die Männer aus Pisa. Wind Rose haben bisher sechs Studioalben veröffentlicht, die meist auf den Werken von J.R.R. Tolkien basieren, und wurden über Napalm Records veröffentlicht. Das letzte Studioalbum Trollslayer schaffte es sogar bis auf Platz 12 der deutschen Album Charts. So ist es kaum verwunderlich, dass die Südeuropäer wohlwollend empfangen werden. Viel Zeit haben Sänger Francesco Cavalieri und seine Mannen jedoch nicht. Mit einer guten halben Stunde müssen sie auskommen, um neue Anhänger um ihren epischen Heavy Metal zu versammeln. Dance Of The Axes und The Great Feast Underground bringen gute Laune in die Bremer ÖVB-Arena. Dass ihre Musik auch vor großem Publikum funktionieren kann, beweisen sie mit den beiden Hits Mine Mine Mine! und Diggy Diggy Hole. Bei der Sause darf auch der Titelsong des letzten Longplayers Trollslayer nicht fehlen, bevor sich Wind Rose unter beachtlichem Applaus mit Rock And Stone inkl. Remix verabschieden. Die Entwicklung der fünf Musiker ist wirklich beachtlich und ein gelungener Opener für einen heißen Heavy-Metal-Abend.

Mehr Heavy Metal geht nicht. Im Anschluss folgen Hammerfall. 1993 wurde die Band gegründet, um den Old-School-Heavy-Metal-Geist in die Zukunft zu tragen. In der Phase, in der der Metalsektor ausgedünnt wurde, stachen die Schweden wie ein Phönix aus der Asche. Seit dem ersten Studioalbum Glory To The Brave ist neben Gründer Oscar Dronjak auch Sänger Joacim Cans am Start. Vor ein paar Jahren haben Powerwolf, Sabaton und Co. noch im Vorprogramm von Hammerfall agiert, jetzt drehen die Wölfe den Spieß um und auch für Hammerfall lohnt sich der Sprung in die zweite Reihe, zumindest bei dieser Tour. Avenge The Fallen und Heeding The Call ebnen den Weg in eine fulminante Hammerfall-Session, in der als kleiner Makel diverse Hits und Klassiker fehlen. Bei einem Set von 12 Tracks bleibt das jedoch nicht aus, vor allem, weil mit The End Justifies und Hail To The King auch neues Material Platz bekommt. Vor allem das jüngere Publikum hat die Göteborger Recken noch nie live erlebt und wird sofort von Joacim und Co. abgeholt. Hammerfall lassen jedoch nicht wie vermutet nur ihre Musik für sich sprechen, sondern dürfen auch die Bühne ordentlich beackern. Immer wieder klettern die Künstler über die beachtlich hohe Stage und suchen den Schulterschluss zum über allem thronenden Schlagzeuger David Wallin. Any Means Necessary, Renegade und Hammer High zeigen das Ohrwurmpotenzial auf und lassen keine Wünsche offen. Nach etwas mehr als einer Stunde verabschieden sich Hammerfall artig mit dem Evergreen Hearts On Fire und geben die Bühne für Powerwolf frei.

Nach einer kurzen Umbaupause führt Attila Dorn die Saarbrückener Power-Metal-Band in die Manege. Die Wölfe sind heiß und glänzen mit einem beachtlichen Bühnenbild. Dass bei Powerwolf das Auge mitisst, dürfte bekannt sein, und so visualisieren die fünf Musiker ihre Show nach allen Regeln der Kunst. Gitarrist Matthew Greywolf musste kurzfristig aus privaten Gründen für die Tour absagen. Als Live-Ersatz bringt Dom R. Crey (ex-Equilibrium) die Bremer ÖVB-Arena zum Beben. Im Zentrum des Geschehens sind immer wieder Attila Dorn und der quirlige Keyboarder Falk Maria Schlegel. Einmal mit Bless ’Em With The Blade und Armata Strigoi ins Rollen gebracht, bekommt man Powerwolf nicht mehr gestoppt. Die Pyrotechnik knallt an allen Ecken und Enden. Feuer züngelt über die Bühne und die vielen Monitore. Die Storys der einzelnen Werke ziehen über die gigantische Leinwand und sorgen bei Sinners Of The Seven Seas, Amen & Attack oder auch 1589 für Herzrasen. Die brennende Orgel von Falk Maria Schlegel, die intensiven Tänze und das Refrain-Feuerwerk bringen alle Beteiligten ins Schwitzen. Die Fans sind aus dem Häuschen und tragen ihre Helden von der ersten bis zur letzten Minute durch das Set. Mit von der Partie: Dancing With The Dead, Demons Are A Girl’s Best Friend und der Dauerbrenner Resurrection By Erection. Nur langsam biegen Powerwolf auf die Zielgerade. Neben der üppigen Show glänzen die Musiker auch mit einer mächtigen Songauswahl. So sorgt We Drink Your Blood für völlige Ekstase. Damit nicht genug: Ein agiles Trio, angeführt von Sanctified With Dynamite, sorgt für ein feuchtfröhliches Finale. Nach Blood For Blood und dem Hit Werewolves Of Armenia ist dann wirklich Schluss und alle Besucher verlassen verschwitzt und zufrieden die Arena, die Powerwolf wortwörtlich in Schutt und Asche zerlegt haben.


















