Serpents – The Brimstone Clergy

Das Geheimnis hinter der Band

Artist: Serpents

Herkunft: Örebro, Schweden

Album: The Brimstone Clergy

Spiellänge: 21:44 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 30.11.2020

Label: War Anthem Records

Link: https://serpents1.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Die Bandmitglieder möchten ihre Identität nicht veröffentlichen.

Tracklist:

  1. Worship The Reprobate
  2. End The Slavery Of Being
  3. Bring The Apocalypse
  4. Shattered Paradise
  5. Interlude In B Minor
  6. Requiem

Serpents veröffentlichen am 30. November ihr erstes Album The Brimstone Clergy! Die schwedische Band setzt Wert darauf, dass die Identität geheim bleibt, man weiß also leider nicht, welche Künstler hinter der Musik stehen. Davon aber mal absehen, liefern hier die Jungs oder Mädels eine ordentliche Platte ab. Worship The Reprobate ist der Opener der Scheibe und nach einem monströsen Intro donnert schwedischer Black Metal aus den Boxen. Donnerartige Bassdrums knallen kriechend aus der Hölle hervor und tragen klirrende Saiten mit sich. Musikalisch wie lyrisch wird einem hier schon enorm viel geboten, die klassischen Black Metal Elemente werden mit unglaublichen technischen Elementen kombiniert und beeindruckend schnell gespielt.

Bring The Apocalypse steigt mit beunruhigenden Klängen ein, nimmt aber nach knapp zwei Minuten dann endlich Fahrt auf. Der ewig lange Anfang zerstört das Lied größtenteils, aber man darf die letzte Hälfte des Songs nicht verurteilen. Prägnante Riffs lassen einen schwarz vor Augen werden und die teuflische Stimme leitet in den nächsten Song Shattered Paradise über. Es scheint so, als ob Bring The Apocalypse ein ungeplantes Intro für den jetzt folgenden Song ist. Track Nummer vier also – Bleifuß! Ein stures Tempo wird mit gezielten Blast Beats vorgegeben und es wird keine Rücksicht darauf genommen, ob man der Geschwindigkeit folgen kann oder nicht. Der perfekte Stereo-Sound, der dauerhaft zwischen „links“ und „rechts“ wechselt, macht das Lied nicht nur zu einem Hörgenuss, sondern entwickelt dadurch ein ganz eigenes Gefühl.

Interlude In B Minor holt einen ganz kurz auf den Boden der Tatsachen. Eine Akustikgitarre, die weich von der Seele geht, beschreibt das innere Leid auf ganz andere Art und Weise und mir kommt es so vor, als ob versucht wird, die Wahrheit zu sagen. Das auch wir, die schwarzen Gestalten, eine weiche und vor allem warme Seele haben. Aber lassen wir uns hier mal nicht täuschen, das bleibt wohl die größte Hypothese in und für diese Szene.

Fest steht, dass Serpents für das Album noch einen krönenden Abschluss parat haben. Die zwei Gitarren, die sich mit Melodie und Riff perfekt ergänzen, bieten ein Intro, welches von Behemoth hätte kommen können. Tief und dennoch gefühlvoll mit einem Hauch von Hass und Liebe. Wer die Möglichkeit hat, sich Serpents live anzuschauen, kann dieses Lied am Schluss erwarten. In der Bridge gibt es noch einmal einen großen Knall und nach einem qualvollen Schrei endet das Lied in einem Flammeninferno. Die ausklirrenden Gitarren beenden das Stück und hier sieht man schon vor seinen geistigen Augen, wie die Band die Bühne verlässt.

Serpents – The Brimstone Clergy
Fazit
Serpents können Black Metal und setzen diesen auch gut um. Man muss dennoch festhalten, dass die Songlängen nicht dem klassischem entsprechen, ich hätte längere Songs erwartet, ebenso wie mehr Energie. Das Album und die musikalische Umsetzung sind gut, keine Frage, doch hätte ich mir mehr Geschwindigkeit und Power gewünscht, das ging meiner Meinung nach in dem Album etwas unter.

Anspieltipps: End The Slavery Of Being und Requiem
Paul M.
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