Skin Her Alive – Unifying The Depths Of Damnation

Todeskunst aus dem Emsland

Artist: Skin Her Alive

Herkunft: Meppen, Deutschland

Album: Unifying The Depths Of Damnation

Spiellänge: 30:08 Minuten

Genre: Death Metal, Progressive Death Metal

Release: 01.10.2019

Label: Eigenproduktion

Links: https://www.facebook.com/SKINHERALIVEDEATHMETALBAND/
https://skinheralive.bandcamp.com/album/unifying-the-depths-of-damnation

Bandmitglied:

Alles: Stephan Tüchter

Tracklist:

1. Veil Of Vendetta
2. Unifying The Depths Of Damnation
3. When Demons And Phantoms Appear
4. 13 Vs 13
5. Son Of A Fallen Symbol
6. Among My Inner Fear
7. Through The Waves Of  Hate
8. Cleaning The Lands Of Asphere
9. Him And I (Coverversion)

Skin Her Alive???? Moment mal, da war doch mal was? Richtig! Ein Song von den Legenden des Swedish Death Metal: Dismember!!! Hier verhält es sich nicht ganz so, aber es sind schon jede Menge Parallelen vorhanden.

Nach zwei Demos Altercation und With Thorns In My Eyes, kommt die Ein-Mann Show von Stephan Tüchter nun mit dem ersten Full Time Album um die Ecke. Auf den Demos noch angetrieben vom klassischen Death Metal schwedischer Art, kommt der Multiinstrumentalist nun verstärkt mit Einflüssen aus dem Melodic Death/Black Metal in unser Ohr. Anführen als Referenz kann man da sicherlich Dimmu Borgir oder Nocturnus aufgrund der eingesetzten Keyboardklänge.

Mal kurz was vorab, der Typ wohnt hier bei mir um die Ecke und es wäre mir wohl verborgen geblieben, wenn ich nicht durch Zufall das Shirt seiner Band entdeckt hätte, auf dem hintendrauf fett „Death Metal Made In Meppen“ steht. Musste ich direkt haben. Nähe und Support The Underground und so. Außerdem die Liebe zum örtlichen Fußballklub (NDSVM). Ihr kennt das. Aber ich schweife ab. Weiter im Text

Alle Instrumente sind von Stephan selbst eingespielt worden, außer den Drums, die kommen vom Computer. Komplett analog aufgenommen mit Verstärkern aus den 90ern, um das authentische Rauschen dieser Zeit einzufangen. Zum Beispiel, um einen Sound zu kreieren wie auf TiamatClouds.

Aber das nur zum Sound, los geht’s mit dem Opener Veil Of Vendetta der sich als geiles Death Metal Brett mit schönen Keyboardteppichen entpuppt. Macht direkt Bock auf mehr. Song zwei, der Titeltrack, drückt das Gaspedal mal so richtig durch. Mag ich ja generell gerne, nur bleibt da nicht so viel hängen bei mir. Ändert sich verdammt schnell beim für mich besten Track vom Emsländer. When Demons And Phantoms Appear bietet alles auf, was der Kerl draufhat. Über großartige Chöre bis hin zum geilen Gitarrenspiel. Und seine richtig guten Growls sitzen perfekt. Großartig. Hier wird ganz klar, wohin die Reise geht. Raus aus Schweden und auf nach Norwegen. Dimmu Borgir lassen heftigst grüßen.

Beim nächsten Song schwenkt der Kerl schon wieder um. 13 Vs 13 befindet sich auf einmal im Industrial/Gothic Bereich wieder. Das Ganze aber immer noch schön auf der Basis von Death Metal. Nicht, dass mir das noch zu kitschig wird.

Dann kommt mit Son Of A Fallen Symbol auch schon der letzte neue Song, der aber leider im Vergleich zu den Vorgängertracks das Niveau nicht ganz hält. Schade.

Und, was soll ich sagen, von nun an wird es leider schwächer, denn Herr Tüchter hat nun einfach seine EP Among My Inner Fear auf das Album angehängt. Leider schwächer als die ersten vier neuen Stücke. Das Ganze krönt er dann zum Schluss noch mit einer Coverversion irgendeiner Hip Hop Nummer von so nem Rapper. Kannte ich auch nicht. Musste ich googeln. G-Eazy heißt der gute Mann, wenn ich richtig geguckt habe. Ziemlich chaotisch gecovert. Nö, kann eigentlich weg.

Skin Her Alive – Unifying The Depths Of Damnation
Fazit
Bisschen schwierig - die erste Hälfte des Albums ist großartig und gerade besagter When Demons And Phantoms Appear könnte auch von diversen Herren aus Norwegen kommen, aber mit der EP und dem komischen Cover zündet das Album leider nicht in Gänze. Trotzdem, die ersten vier Songs: Hut ab, geil. Aber in der Gesamtheit?

Anspieltipp: When Demons And Phantoms Appear
Marcus K.
7
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8.6
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