Slingblade – The Unpredicted Deeds of Molly Black

“A New Story!“

Artist: Slingblade

Album: The Unpredicted Deeds Of Molly Black

Spiellänge: 43:09 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 30.10.2011

Label: High Roller Records

Link: http://www.myspace.com/slingblademetal

Klingt wie: Stone Crusher, Witchgrave

Bandmitglieder:

Gesang – Kristina Karlsson
Gitarre – Johan Berg
Gitarre – Linnéa Olsson
Gitarre – Tobbe Ander
Bass – Niclas Svensson
Schlagzeug – Peter Henriksson

Trackliste:

  1. The Nature Of Evil
  2. Back To Class
  3. Tie Her To The Cross
  4. The Demon
  5. Reverend´s Daughter
  6. Slasher On The Loose
  7. Off The Hook
  8. This Dream Will End
  9. Molly´s Death
  10. Give Back What You Borrow

Schweden hat nicht nur die harten Genres zu bieten, sondern ebenso Bands wie Slingblade, die sich dem Heavy Metal verschrieben haben. Mit The Unpredicted Deeds Of Molly Black bringt die Truppe ihr Debütalbum auf den Markt, welches einem bestimmten Konzept folgt. Den Rahmen bildet die Geschichte einer Priestertochter, deren Leben in jedem Song erzählt wird. Das Cover zeigt ihr Gesicht und eine Menge Blut, welches den Albumnamen verdeutlicht und vorab schon eine gruselige Atmosphäre erzeugt.

Musikalisch bewegen sich die Schweden im 80er Jahre Metal, der in klare Strukturen eingepasst wird. In ihren Songs findet man die klassische Strophen-Refrain-Solo- Gliederung. Das virtuose Riffing wechselt je nach Stimmung und ruft Impressionen hervor. Die Gitarren bedienen sich der Polyrhythmik und Polymetrik, da immerhin drei Saiteninstrumente zum Einsatz kommen.

Die Spannungen bauen sich durch diese Werkzeuge auf und die hohe, lupenreine Stimme Kristinas passt hervorragend ins Gefüge. Sie arbeitet mit ihrer glasklaren Intonation und gibt jedem Stück die entscheidende Note. Die mystische Stimmung bleibt erhalten und rückt beispielsweise im Song The Demon sehr in den Vordergrund. Eine Verstärkung durch Soundeffekte und einen Chor komplettieren den Eindruck. Jede Geschichte lebt von wechselnden Emotionen und Geschehnissen. Auch diese Merkmale finden hier Anwendung. Die Dramatik wird mit jedem Song gesteigert, aber auch der Aspekt eines Krimis kommt gerade im Titel Back To Class enorm zum Tragen.

Die Songs weisen einen fließenden Übergang auf und klingen sehr identisch. Es gibt kaum Abwechslung, lediglich das perfekte Spiel aller Instrumente kann neue Facetten einbringen. Die wandelbaren Soli bringen neues Leben hinein und sind perfekt umgesetzt. Man spürt die Vielseitigkeit der Gitarristen, die mit einem hohen Niveau aufwarten.

Fazit: Slingblade ist eine kreative Band, die durch Enthusiasmus besticht und auch Originalität präsentiert. Geschichten zu vertonen, ist sicher ein gutes Mittel, um den Hörer die gesamte Länge über bei der Stange zu halten. Aber es gibt sicher noch viele Attribute, die man benutzen kann, um dem ganzen Stil ein wenig mehr Pepp zu geben. Es fehlen etwas die Höhenpunkte und die Abwechslung. Mich persönlich hat das Album jetzt nicht umgehauen - es weist eine identische Machart auf, die im Laufe der Zeit etwas Langeweile versprüht. Anspieltipps: The Demaon, Molly´s Death
Nadine S.
7
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