Artist: Sobchak
Herkunft: Muotathal, Schweiz
Album: Deaf, Cut And Calm (EP)
Spiellänge: 17:24 Minuten
Genre: Desert Rock
Release: 26.06.2020
Label: Monobuster Records
Link: https://www.facebook.com/sobchakband/
Bandmitglieder:
Gesang – Rolf Gwerder
Gitarre – Daniel Inderbitzin
Gitarre – Urs Schmidig
Bassgitarre – Jörg Gwerder
Schlagzeug – Hugo Schelbert
Tracklist:
- No One Hears The Bird
- Vasectomy
- More Doors
Ihr Debüt feierten die Schweizer Desert Rocker Sobchak mit Mark It Zero – das ist bereits drei Jahre her. Um nicht in Vergessenheit zu geraten, haben sie vor wenigen Wochen eine kleine EP mit dem Titel Deaf, Cut And Calm über die Alpen geschickt. Die Gruppe entstand aus Pyuss mit eins zu eins der gleichen Besatzung. Technisch bleibt der Stiefel derselbe und bekommt nur einen anderen Fuß gereicht. Wem der Name Sobchak geläufig ist, hat bestimmt The Big Lebowski gesehen, in dem der fiktive Charakter Walter Sobchak mitgewirkt hat. Das Herz des Quintetts schlägt für griffigen Desert Rock, der nur bedingt atmosphärisch und verwirrend ist. Eher geht es in die Stoner Richtung mit melodischen Ansätzen bis hin zum klassischen Rock und dunkle Noten.
Mit einem schnellen Einblick in das erste Material von Mark It Zero kann man als erstes Sobchak eine Entwicklung zusprechen. Auf Wegen von The Dude oder auch den legendären Kyuss agieren sie souverän, kommen in den kurzen 17 Minuten zu keiner Sekunde ins Straucheln und lassen nur mehr Mut zu waghalsigeren Riffs vermissen. Gesanglich arbeitet Rolf Gwerder ordentlich am Mikrofon und rangiert irgendwo zwischen rauchigen Vocals und Clean Gesang aus dem Hause Solstafir aus Island. No One Hears The Bird lässt einen beruhigenden wie pulsierenden Start zu. Kyuss und Queens Of The Stone Age Anhänger dürfen aufhorchen. Auch wenn keiner den Vogel hört, setzt sich kein berühmt-berüchtigtes Sandkorn ins Getriebe. Die ganz großen Jubelschreie möchte ich jedoch ebenso wenig in den Nachthimmel schreien – dafür bleiben die fünf Musiker gerne im oberen Mittelmaß kleben. Die Lyrics haben Ecken und Kanten, die Refrains bleiben aber zu wenig im Kopf. An diesem Punkt kann man noch mehr herausholen. Einmal geschüttelt ziehen Sobchak das Niveau an – sowohl Vasectomy als auch More Doors bringen den Kopf deutlich besser in Schwung als der Opener. Wirklich hängen bleibt der acht Minuten Kracher, der dieses kurze Kapitel abschließt. Keine Selbstverständlichkeit über eine solche Dauer einen Song am Leben zu halten.




