Sorrowfield – Heritage Of Fire

„Pure Scandinavian Pussy Metal aus der Hansestadt Bremen“

Artist: Sorrowfield

Album: Heritage Of Fire

Spiellänge: 45:48 Minuten

Genre: Pure Scandinavian Pussy Metal (Melodic Metal)

Release: 25.06.2011

Label: Music.Lindbaum

Link: http://www.sorrowfield.de/

Klingt wie: Sentenced, Poisenblack

Bandmitglieder:

Marco Bianchi – Gesang
Thomas Kattwinkel – Bass
Steven Lackmann – Gitarre
Martin Rolbiecki – Gitarre
Oliver Schulz – Schlagzeug

Tracklist:

  1. Remember Me
  2. Byzantine
  3. Fire
  4. The Blood Dance
  5. Rearousing The Dead
  6. Tribe
  7. Ascension
  8. Magic Carpet
  9. Legions
  10. Decorating Drunkards

Dafür, dass Sorrowfield aus der schönen Hansestadt Bremen schon drei Demos und mit Heritage Of Fire das nun auch schon dritte Album aufgenommen haben, sind sie noch verhältnismäßig unbekannt. Dennoch sagt vor allem der Name Sorrowfield den Metal-Fans aus dem norddeutschen Raum, die auf Melodic Metal stehen, was. Die Bremer, die auf den Spuren der finnischen Band Sentenced wandeln, haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie selbstständig himmlische Melodien im Stil der Finnen kreieren können. So darf man gespannt sein, wie sich Sorrowfield auf ihrem neuen Langeisen Heritage Of Fire präsentieren!

Das Cover kann sich auf jeden Fall schon mal sehen lassen. Eine dunkle Landschaft wird ins dunkle Licht der untergehenden Sonne getaucht. Eine ebenfalls sehr finstere Gestalt steht mit einem hell leuchtendem Stab vor einer Ruine, was so im Ganzen sehr an Herr der Ringe erinnert und Lust auf mehr macht. Kaum ist die CD im Player versenkt, dringen bekannte Töne an mein Ohr. Sorrowfield machen genau da weiter wo sie aufgehört haben: rhythmischer Melodic Metal wird sehr ansprechend verpackt und so gibt sich Remember Me als erster der zehn Tracks die Ehre.

Nach dieser schwungvollen Einleitung, die einen sehr skandinavischen Stempel aufgedrückt bekommen hat, geht es mit Byzantine weiter. Dieser Song weist gar Parallelen zu der Gothic Rock-Band End Of Green auf. Sehr rockig und mit fester, klarer Stimme wird er zum Besten gegeben. Bei diesem schmuddeligen Sommerwetter unterstützt er das Herbst-Feeling umso mehr. Ein sehr entspannter Song, der einen zum Träumen anregt! Marco Bianchis Gesang ist wieder sehr angenehm und steht den großen Bands des Genres in Nichts nach! Fire wird wieder mehr in die Sentenced-Richtung gebracht und die meiste Zeit mit schnelleren Riffs, die durch kurze Unterbrechungen noch besser im Gehör bleiben, voran getrieben. The Blood Dance hält, was sein Name verspricht: tanzbare Melodien versprühen gute Laune und so kommt die feine Gitarrenarbeit dem Track sehr zu Gute. Auch gesanglich wird das Stück zum Ende her härter; so lässt Marco Bianchi seine ganzen Emotionen heraus und macht so The Blood Dance zu einem richtigen Hingucker bzw. „Hinhörer“.

Harte Riffs zerreißen die Stille, leichte Thrash Metal-Elemente werden so bei Rearousing The Dead verarbeitet. Der Song entfernt sich dadurch aber nicht zu weit von den anderen Songs der Scheibe und bildet einen guten Mittelpart des Heritage Of Fire-Albums. Nach dem härtestem Stück entsteht ein harter Break. Leichte Klänge dominieren wieder das Geschehen. Allein diese Unterschiede zwischen Tribe und dem Vorgänger Rearousing The Dead zeigen, dass Sorrowfield um Abwechslung bemüht sind und dieses auch sehr angenehm umsetzen.

Ascension gefällt mir persönlich ebenfalls sehr gut und dürfte auch bei Fans von Before The Dawn und Co. auf Gehör treffen. Der Gesang wir teilweise eine Spur härter und schafft die Balance zwischen Härte und seichten Klängen, die man sonst eher von den finnischen Progressiv Death Metal-Bands kennt.

Die Gesangsfacetten von Marco Bianchi sind echt klasse und versprühen eine Menge Hörspaß. Bei Magic Carpet wird die Härte wieder spürbar reduziert und gleitet leicht dahin. Zwar keines der stärksten Stücke der Bremer, aber auch nicht schlecht. Legions hingegen bringt wieder eine ordentliche Portion Power mit. Ein Highlight soll das dritte Album beenden: Der Song Decorating Drunkards, der wieder sehr rockig gehalten ist und phasenweise an Lake Of Tears erinnert. Dieser setzt noch einmal ein Ausrufezeichen in Punkto Abwechslung und musikalisches Verständnis der Bremer Band!

Fazit: Wie ihr sicher schon gemerkt habt, habe ich heute keinen Grund zu meckern. Ganz im Gegenteil: Sorrowfield haben mit ihrem dritten Album ein sehr starkes Werk produziert, mit dem man sich vor den großen internationalen Bands nicht verstecken muss. Selbst wenn sich Sorrowfield sehr stark Sentenced-Einflüssen hingeben, schaffen sie es in jedem einzelnen Song, sehr eigenständig zu wirken und nie als billige Kopie aufzutreten. Negative Ausrutscher sind ebenfalls nicht zu finden. Einige Songs sind stärke,r einige etwas schwächer - dennoch hält sich das auf Heritage Of Fire sehr die Waage. Von mir gibt es deshalb satte neuneinhalb von zehn möglichen Punkten und eine klare Kaufempfehlung an Fans von Sentenced, Poisenblack und Co.. Anspieltipps: The Blood Dance, Ascension und Decorating Drunkards
Rene W.9.5
9.5

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