Superbutt – Music For Animals

„…Rebel Meets Motörhead…“

Artist: Superbutt

Album: Music For Animals

Spiellänge: 41 Minuten

Genre: Heavy Metal / Crossover / Outlaw Country

Release: 23.09.2011

Label: Sonic Attack Records

Link: http://www.superbutt.net/

Klingt wie: Rebel Meets Rebel und Motörhead

Band Mitglieder:

Gesang – András Vörös
Gitarre – Tamás Práznek
Zweite Gitarre – Attila Kovács
Bassgitarre – Zoltán Prepelicza
Schlagzeug – László

Tracklist:

  1. Cleaver
  2. Best Plays
  3. The Devil You Run With
  4. Natasha
  5. Out Of Reach
  6. Of This Gloom
  7. Ugly Head
  8. Evil Blues
  9. Revolting Kid
  10. The Murder Of Socrates

Music For Animals heißt das neue Album der Band Superbutt aus dem osteuropäischen Land Ungarn. Wem die Band etwas sagt, ist schon etwas weiter als ich, denn ich höre heute das erste Mal etwas von den fünf Ungarn. Nach Angaben mehrerer Quellen haben sie bereits mehrere (mehr als 500) Konzerte in Europa gespielt und sich somit eine Fangemeinde geschaffen. Dann werde ich mal sehen, ob Superbutt nach Einlegen der CD einen weiteren Fan in ihrer Gemeinde haben.

Der Hintergrund des CD Covers ist schwarz gehalten und in der Mitte ist ein grauer, fast weißer, Kreis abgebildet, in dem ein Tierskelett (Schafskelett?) dargestellt ist. Dunkelgraue Strahlen verzieren den Kreis und da natürlich der Bandname und der Titel des Albums nicht fehlen darf, findet man diese zentriert unterhalb dieses Bildes.

Musikalisch fängt das Album mit dem Song Cleaver an. Das Lied beginnt sehr gitarren- und basslastig. Die Stimme des Sängers András Vörös ist passend für das Genre rau und etwas „wackelig“, so dass man zwischendurch eventuelle Parallelen mit der Band Rebel Meets Rebel heraushören könnte. In dem netten Zwischenspiel des Stücks wechselt der Gesang in eine weniger raue, eher hohe Stimme.

Ruhig beginnt im Anschluss das zweite Lied und bleibt (zum Glück) nicht lange im Mid Tempo. Denn ab der ca. 30. Sekunde dreht Superbutt an der Temposchaube und zeigt, dass auch ein paar Shouts in der Musikrichtung nicht falsch sind. Die Shouts sind so dezent platziert, dass sie nicht störend, sondern eher als nette Verzierung wahrgenommen werden können.

Wie ein roter Faden zieht sich ein anspruchsvolles und geniales Spiel zwischen Gitarre und Bass durch das Album. So wird der Bass im Song The Devil You Run With zum Melodiegeber und die Gitarre rückt, außer im Solopart, in den Hintergrund.

Out Of Reach ist, ebenso wie die ersten Lieder, einfach genial eingespielt. Wenn ich immer wieder die Gitarre und den Bass betone, dann auch mit gutem Grund, denn es scheint als hätte Superbutt in den elf Jahren seit der Gründung der Band ihr Handwerk gelernt.

Das Lied Ugly Head ist etwas schneller gespielt und könnte auch locker von Motörhead stammen. Selbst die Stimme klingt ähnlich wie die der Metallegende Lemmy Kilmister.

Das Ende von Music For Animals läutet das fünf Minuten und 55 Sekunden lange Lied The Murder Of Socrates ein. Schleppende, fast schon depressiv wirkende, Töne starten das Lied, welche durch ein Zitat in ungarischer Sprache begleitet werden. Refrain und Bridge bleiben eher im Mid Tempo und der Rest greift die anfänglichen Klänge auf. Dass wieder die Gitarre positiv auffällt, will und brauche ich ja nicht zu erwähnen.

Fazit: Superbutt hat mit mir zwar keinen neuen Fan gewonnen, doch liegt das nicht daran, dass die Band nichts auf dem Kasten hat. Die Musik kann sich irgendwo zwischen Bands wie Motörhead und Rebel Meets Rebel einsortieren. Warum ich nicht hin und weg bin, liegt erstens an der Musikrichtung (die nicht 100%ig meinem Geschmack entspricht) und zweitens finde ich die Stimme (wenn man das Album am Stück hört) etwas gewöhnungsbedürftig (aber nicht direkt schlecht) :). Fans von Outlaw Country und Heavy Metal à la Motörhead sollten sich auf eine Reinhörpause einstellen. 🙂 PS: Leider hatte ich nur die CD vorliegen, doch erscheint das Album Music For Animals auch in einer Double Deluxe Edition mit einer zweiten Audio CD. Die Bonus CD beinhaltet sieben Songs, wovon vier in Ungarisch besungen werden. Anspieltipps: The Devil You Run With, Out Of Reach & The Murder Of Socrates
Kai R.
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