Thanatos – Violent Death Rituals

Der griechische Tod aus den Niederlanden ist zurück

Artist: Thanatos

Herkunft: Niederlande

Album: Violent Death Rituals

Spiellänge: 46:01 Minuten

Genre: Death Metal, Thrash Metal

Release: 20.03.2020

Label: Listenable Records

Link: https://www.facebook.com/thanatos333/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Stephan Gebédi
Gitarre – Paul Baayens
Bassgitarre – Mous Mirer
Schlagzeug – Martin Ooms

Tracklist:

  1. Violent Death Rituals
  2. The Silent War
  3. Unholy Predators
  4. The Outer Darkness
  5. Burn The Books Of Hate
  6. It Always Ends In Blood
  7. Corporate Indoctrination
  8. Sent From Hell (I Infidel)
  9. Legacy Of The Gods
  10. As The Cannon Fade

Der griechische Tod aus den Niederlanden ist wieder zurück! Die Band Thanatos fand ich schon immer geil, und aus diesem Grunde haben wir sie vor zwei Jahren auch nach Emden geholt. Die Band existiert bereits seit 1984. Nach zwei megafetten Alben war 1992 leider Schluss. Emerging From The Netherworlds und Realm Of Ecstasy finde ich heute noch geil. Die Band brach auseinander und 1999 gab es dann eine Reunion. Der Paul von Asphyx kam hinzu und – zack – konnte man weitermachen. Mittlerweile ist Stephan Gebédi der letzte Überlebende, aber der Bursche hat ja auch Energie für drei.

Das Quartett haut zum siebten Mal einen raus – und das mehr als amtlich, muss man sagen. Seit dem Reunionalbum von 2000 namens Angelic Encounters hat man sich immer vier bis fünf Jahre Zeit gelassen, um ein neues Album rauszuballern. Der Vorgänger von Violent Death Rituals kam im Jahre 2014 heraus.

Ach ja, gleich der Opener macht klar, dass Stephan und seine Gang nichts verlernt haben und vor allem kaum Veränderungen zulassen. Schuster, bleib bei deinen Leisten – und so ist es auch. Langsamer und schleppender Beginn, fettes, old schooliges Riffing und schmutzige Vocals. Melodisches Gesprenkel läuft im Hintergrund. Und so langsam baut sich der Song auf, nimmt Schwung auf, es folgt ein Aaahhh, Vorspieler und ab dafür. Tempo, feines Riffing, eine Mischung aus Death und Thrash Metal, eingängig, aber nicht einfältig. Der Kopf ist sofort dabei. Gitarren allein mit Doublebassgewitter, Solo und treibende Mittempodrums. Und wieder Old School Tempo. Geil, bin ich sofort im Rennen. Wieder Solo und gib ihm! Break, Vorspieler, Attacke! Was willste mehr? Stephans Vocals passen so geil dazu. Irgendwie hört mein Kopf nicht auf, im Takt zu schütteln. Gutes Zeichen! Geiler Song, absolut.

The Silent War geht genauso weiter. Vorspieler, Androhung und deaththrashige Attacke. Fettes Riffing dabei, danach feinstes Solo und Attacke mit Uftatapart. Jetzt schon gewonnen. Läuft. Abgehackter Rhythmuspart zum Mitbangen und dann runter mit dem Tempo und so ein geiler Midtempopart – wieder zum Mitbangen. Melodischer Touch. Der Part wird schön in die Länge gezogen, um dann am Ende noch mal Gas zu geben.

Die anderen Songs reihen sich in diese Spielweise nahtlos ein und machen einfach nur Laune. Wer wie ich einfach auf beide Musikrichtungen tierisch abfährt, der muss diese Mischung einfach mögen. Der Drummer spielt sehr abwechslungsreich und treibt die Burschen echt zu Höchstleistungen. Ach, wie herrlich.

Es gibt sie noch, diese Band, die man einfach blind kaufen kann und genau das bekommt, was man erwartet. Thanatos ist so eine Band. Man macht beim Kauf nichts verkehrt.

Die Musik spiegelt die Einstellung der Band zur Menschheit wider. Die Menschheit ist eine Krankheit und diese Tatsache haben sie musikalisch in Hassbrocken umgewandelt. Auch textlich geht es da nicht gerade zimperlich zur Sache. Sehr schön.

It Always Ends In Blood. Vollgas Death/Thrash, so liebe ich es. Voll auf die zwölf, aber fettes und einprägsames Riffing, geiler Refrainpart und dann ein grooviger Mitbangpart. Herrlich. Fetter Song. Und dann am Ende diese Melodie. Ja, geht es noch?! Geil. Repeat!

Jeder Song hat immer eine kleine Abwandlung, und das macht das Album einfach nur schmackhaft.

Am Ende hauen sie As The Cannons Fades, einen etwas langsameren Song heraus, der dann auch mal sechs Minuten gehen darf. Schockt.

Thanatos – Violent Death Rituals
Fazit
Warum die Band immer im Schatten von Gruppen wie Asphyx, Pestilence, Gorefest, Legion Of The Damned oder Sinister stand, ist mir ein Rätsel. Geilster Death/Thrash aus den Niederlanden, der jeden Pit sprengen wird. Pflichtkauf!!!

Anspieltipps: Violent Death Rituals und It Always Ends In Blood
Michael E.
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