Toxic Ruin – Nightmare Eclipse

Albtraumbehafteter und toxischer Thrash Metal der besten Sorte

Artist: Toxic Ruin

Herkunft: USA

Album: Nightmare Eclipse

Spiellänge: 41:10 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 27.08.2021

Label: M-Theory Audio

Link: https://toxicruin.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Stephen Behrendt
Gitarre – Jacob Baneck
Gitarre –Blake Tolzmann
Schlagzeug – David Miller

Tracklist:

  1. Until Everything Is Gone
  2. Ritual Rebirth
  3. Defiler
  4. Voices Of Death
  5. It Of The Horrid Storm
  6. Divine Acclimation
  7. Liquor Blood Bound
  8. Nightmare Eclipse

Von 2010 bis 2014 gab es die Band The Ruin, allerdings ohne zählbares Ergebnis. Keine Veröffentlichung oder Ähnliches. Die Band wurde aufgelöst und drei Protagonisten gründeten dann Toxic Ruin. Mittlerweile sind noch zwei Originalmember am Start. 2016 erschien dann auch gleich das Debüt namens Subterranean Terror und 2018 ließ man eine EP folgen. 2020 folgten zwei Singleauskopplungen. Man konnte einen Deal mit M-Theory Audio eintüten und das zweite Album der Meute zum Fraß vorwerfen.

Until Everything Is Gone drischt auch gleich volles Brett los und bringt den Mähdrescher zum Rotieren. Ein typisches Thrashriff erklingt und die Drums trümmern ordentlich fix alles kaputt. Der Sänger kotzt sich echt die Seele aus dem Leib. Schön aggressiv, so wie man es von den Frontleuten von Exhorder oder Demolition Hammer kennt. Zwischenzeitlich nimmt man mal das thrashige Tempo heraus, knallt einen Death Metal Part raus und gibt dann wieder Gummi. Straight forward. Das Wutpotenzial wird hochgehalten. Dann nimmt man mit Ankündigung das Tempo ganz raus und groovt sich den Wolf. Ein cooler Part mit geilem Riffing. Der Sänger kotzt kurz mal und dann wird das Tempo ständig ein Stück erhöht. Der Sänger agiert alleine, es folgt ein Solo und der Sänger gibt wieder alles. Krasser Part. Kommt gut. Dies wiederholt sich. Die Gitarren flirren nur so und so klingt alles ein wenig chaotisch. Am Ende gibt man dann noch einmal so richtig Vollgas.

Auch Ritual Rebirth kommt thrashig zu Beginn, aber nicht so schnell. Es folgen ein paar Vorspieler. Der Part dürfte Freunde von Slayer gefallen. Der Sänger gibt wieder alles und sie befinden sich wieder in ihrer aggressiven Phase. Kommt sehr fett. Danach geht man in einen drückenden Death Metal Part und nimmt wieder Fahrt auf. Der Gesangsstil ist erst screamig und dann wird gegrowlt. Ein melodisches Grundgerüst wird mit aufgebaut. Im Midtempo thrasht man dann ordentlich, baut Stopps mit ein und thrasht sich wieder einen. Der Part mit den Stopps erfolgt noch einmal und ein melodisches Solo folgt. Der ganze Song zieht sich aber irgendwie in die Länge. Am Ende holt man noch einmal den Knüppel raus und drischt auf die Gemeinde ein.

Was das ganze Album auszeichnet, so auch bei dem Song Defiler, ist das dynamische Songwriting, ganz klar. Die Jungs sind immer aggressiv unterwegs, klingen dabei aber nicht übertrieben oder abgedreht, sondern schon auf den Punkt kommend. Außerdem darf das Riffing auch einmal angeschwärzt sein, die Vocals kreischend und ein Blast Beat ist auch gerne mal genommen. Dieses alles ist bei Voices Of Death zu hören. Auch eine recht böse Angelegenheit.

Ohne Kompromisse und straight forward geht es auch bei der totalen Abrissbirne namens Divine Acclimation zur Sache. Sehr geile Riffs und die Vocals kommen hier besonders geil zur Geltung. Ein wildes Solo schnell mit eingebaut und fertig ist die totale Vernichtung.

Bei It Of The Horrid Storm werden sogar Zitate aus dem Heavy Metal verarbeitet, eine geile Melodie verbraten und man geht recht progressiv zu Werke.

Toxic Ruin haben echt ein Händchen für gutes und vor allem abwechslungsreiches Songwriting. Unbedingt abchecken.

Toxic Ruin – Nightmare Eclipse
Fazit
Toxic Ruin wurden 2014 mit der Mission gegründet, klassischen Thrash Metal, Death Metal der alten Schule und moderne Technik und Sounds zu einem bösen Headbanger-Gebräu zu vermischen. Die Mission ist sehr weit fortgeschritten. Überwiegend bewegt man sich im Thrash Metal Bereich, aber es sind sehr viele Ausflüge in anderen Genres vorhanden. Die Mischung ist echt gut.

Anspieltipps: Until Everything Is Gone und Divine Acclimation
Michael E.
8.5
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
8.5
Punkte
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: