Tribulation – Down Below

“Geheimtipp auf dem Weg zur Spitze!“

Artist: Tribulation

Herkunft: Arvika, Schweden

Album: Down Below

Spiellänge: 46:38 Minuten

Genre: Death Metal, Metal, Rock

Release: 26.01.2018

Label: Century Media Records

Link: https://www.facebook.com/Tribulationofficial?fref=ts

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Johannes Andersson
Gitarre – Jonathan Hultén
Gitarre – Adam Zaars
Schlagzeug – Oscar Leander

Tracklist:

  1. The Lament
  2. Nightbound
  3. Lady Death
  4. Subterranea
  5. Purgatorio
  6. Cries From The Underworld
  7. Lacrimosa
  8. The World
  9. Here Be Dragons

 

Drei Jahre nach dem brillanten Werk The Children Of The Night legen die Schweden mit den neusten Kompositionen nach. Ab dem 26.01.2018 darf man über Century Media Records nicht nur neun neue Hymnen begutachten, sondern das Artwork des Langeisens Down Below in den Händen halten. Was Neues gibt es dennoch bei den vier Künstlern aus Arvika. Schlagzeuger Oscar Leander, der im letzten Jahr von Deathstars zur Kombo gewechselt war, wird erstmals auf dem Silberling zuhören sein.

Nahtlos knüpfen die melodischen Death Metal Recken da an, wo sie mit The Children Of The Night aufgehört haben. Wie in einem guten Zahnrad greift der Opener The Lament das letzte Ritzel auf, um die Energie und Spannung auf Down Below zu übertragen. Einfacher Melodic Death Metal wäre als Beschreibung grundlegend verkehrt. Vielmehr zelebrieren die Skandinavier einen Mix aus Death Metal und allgemeinen Metal Noten, die bis in Rockgefilde vordringen. Progressive, symphonisch angehaucht setzten Tribulation den nächsten dicken Stempel auf ihre Platte. Der Erfolg, wie mit dem letzten Album in die Charts unter den Top 50 zu kommen, sollte noch einmal verbessert werden. Ein Schritt unter die Top 20 kann man nicht mal als hoch gegriffen abwerten. Vor allem bei uns in der Republik kommen Tribulation immer besser an und gelten längst nicht mehr nur als Geheimtipp. Das machen die nächsten Stücke Nightbound und Lady Death mehr als deutlich. Mein persönlicher absoluter Höhepunkt folgt im Anschluss. Die Rede ist von der Hymne Subterranea, eine in Perfektion angelegte Nummer mit brillantem Songwriting, fetten Lyrics und einem Gen, der jeden Headbangmuskel in Dauererektion bringt. Düster schweben dem Hörer mystische Atmosphären entgegen, während der Refrain Down Below bitterkalte Eiskristalle auf die Haut zaubert. Immer wieder diese Tiefen, wo man nur vor Huldigung auf die Knie fallen darf. Danach steigt der Phönix aus der Asche und zieht einen ruckartig zurück auf die Füße. Nach dem letzten Output zweimal das Material live erlebt zu haben, spielt bei Down Below mit rein. Tribulation wissen grundlegend zu begeistern – schwache Momente gibt es nicht. Lacrimosa, Thew World und Here Be Dragons runden das Meisterwerk weiter ab. Bei der Frage The Children Of The Night oder Down Below würde ich einfach beide nennen =)

Fazit: Egal ob der ruhige Purgatorio als Zwischenintro oder der Killer Subterranea - alles passt wie die Faust aufs Auge. Da bereits The Children Of The Night mit einer sehr sehr guten Punktzahl belohnt wurde, bleibt einem bei Down Below nichts anderes übrig - daher rutscht er ebenfalls nur minimal an der 100% Marke vorbei. Liebhaber der Gruppe kommen voll auf ihre Kosten. Freunde von experimentellem Death Metal, Black n Roll oder einfach melodischen extremen Atmosphären werden wie meine Wenigkeit auf die kaputten Knie fallen und nichts bereuen!

Anspieltipps: Nightbound, Subterranea und The World
Rene W.
9.8
Leser Bewertung1 Bewertung
10
9.8
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