Tyred Eyes – Elevator

“Skandinavisch emotional!“

Artist: Tyred Eyes

Herkunft: Schweden

Album: Elevator

Spiellänge: 33:31 Minuten

Genre: Rock, Indie-Rock

Release: 15.09.2014

Label: Gaphals

Link: http://tyredeyes.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Martin Toresson
Gesang, Gitarre – Johanna Hellqvist
Bassgitarre – Erik Toresson
Schlagzeug – Joel Bjurbo

Tracklist:

1. Citizens
2. Lunar Escapade
3. Deer Hunter
4. Marble Homes, Granite Banks
5. Backwards Over Impossible Germany
6. Córdoba 1936
7. The Mountaineer
8. Wasted Lies
9. Love & Loss

Tyred Eyes - Elevator

Indie-Rock ist nicht jeden Tag bei uns in der Redaktion zum Abschuss freigegeben, heute stehen jedoch die Schweden Tyred Eyes mit der aktuellen Platte Elevator auf der Zielscheibe. Durch den Verlust eines Freundes der Band auf der letzten Tour, ist Elevator wie zu erwarten eine emotionale Achterbahn. Neben den gesammelten Gefühlen sind die neun Kompositionen sehr breit gefächert und die Musiker beweisen ein sehr breites Spektrum, das von Progressiv Rock über siebziger Jahre Rock bis hin zu modernen Balladen führt. Der Anflug von tieftraurigen Melodien macht unseren Stammlesern aus dem Genre Psychedelic Rock-Bereich den Einstieg leicht, ohne ihre Herkunft aus dem Indie Rock unter den berühmten Teppich zukehren.

Die schwerste Last dürfte nicht nur für mich der Gesang sein. Martin Toresson und Johanna Hellqvist sind keine markanten Rockröhren, ebenso können sie sich nur bedingt auf die Stufe von theatralischen Psychedelic Rock Gesängen stellen. Viel mehr fühlen sich die Schweden im Pop Rock zu Hause, was viele Freunde der härteren Kunst abschrecken wird. Technisch sind Tyred Eyes spannend, gesanglich hingegen ohne Frage schwere Kost. Indie-Anbeter werden sich jetzt fragen: „Ist der Redakteur völlig verblödet?“ – Ohne mich schützen zu wollen, kann ich diese Frage nur mit einem kräftigen „nein“ beantworten. Genau in diesem Punkt liegt auch der Unterschied zwischen Tyred Eyes und bekannten Rockgrößen. In keinem Moment sind die Hits kräftig, sondern in einem dunklen Anstrich immer noch Mainstream-weichgespült.

Fazit: Psyechdelic Rocker, die sich gerne mal sanft an der Nase kitzeln lassen möchten, können auf diese dunkle Indie Platte zurückgreifen. Die Zielgruppe bleibt trotz der tottraurigen Grundstimmung ein Haufen von Indie-Fans mit gemäßigtem Hang zu abgefahrenen Riffs, die wie leichte Tränen die Wange herunterrinnen dürfen.

Anspieltipps: Lunar Escapade und Love & Loss
Rene W.
6
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Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

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