Von Schnuller bis Motörhead-Shirt für Kids – Tobias von Metal-Kids im Interview

Metal-Fashion und Merchandise für Kids

Wir hatten das Vergnügen, den Macher hinter der Firma Metal-Kids mit ein paar Fragen zu löchern. Hier haben wir uns darüber unterhalten, was man gerade während der Corona-Krise so treibt und auch, wie es zu der Idee gekommen ist, einen Metal Merchandise-Vollsortimenter ins Leben zu rufen.

Time For Metal / Kai R.:
Hallo Tobias,
echt schön, dass du dir die Zeit nimmst, um dich einigen Fragen unserer Redaktion zu stellen. Erst mal, wie geht es dir/euch?

Metal-Kids / Tobias:
Gut soweit, danke. Immer noch traurig, dass es in diesem Jahr keine Festivals geben wird. Aber die Schockstarre der ersten Tage nach der Corona-Eskalation ist überwunden und wir sehen das Positive, nämlich, dass wir die dadurch gewonnene Zeit bestens nutzen können, um coole neue Produkte zu entwickeln und unseren Kunden durch die festivallose Zeit zu helfen.

Time For Metal / Kai R.:
Dann starte ich zumeist gern locker. Was war das letzte Konzert, das du gesehen hast und was für eine Musik hörst du?

Metal-Kids / Tobias:
Letztes Konzert war Saxon und Doro Anfang März in Düsseldorf. Ich höre derzeit am liebsten Melodic Death Metal, aber immer wieder auch Klassiker wie Slayer und Iron Maiden.

Time For Metal / Kai R.:
Da man nicht zwingend weiß, wer du bist und was du so machst – magst du dich und Metal-Kids mal kurz unseren Lesern vorstellen?

Metal-Kids / Tobias:
Hier mache ich es mir mal einfach und verweise hierauf: https://metal-kids.com/ueber-uns

Time For Metal / Kai R.:
So geht das natürlich auch – wie kam es dazu, dass ihr Metal-Fashion und Merchandise für Kids produziert?

Metal-Kids / Tobias:
Meine Frau hatte unserem Jüngsten (damals 1 Jahr alt) ein Motörhead-Shirt gekauft. Als er rausgewachsen war, bekam ich keinen Nachschub, wollte aber nicht auf das Gefühl von Stolz und Freude verzichten, das ich immer empfunden habe, wenn mein Kleiner mit Metal-Shirt bei den Schwiegereltern oder in der Krabbelgruppe ankam und dort gemischte Reaktionen hervorrief. Aber ich konnte nirgends Nachschub auftreiben – seitdem hatte ich die Idee zu MetalKids im Hinterkopf.

Time For Metal / Kai R.:
Neben AC/DC, Iron Maiden, Metallica, Nirvana und Killswitch Engage findet man auch Festivals wie das Bang Your Head, Copenhell und Rock Am Ring/Rock Im Park auf eurer Seite. Wie kam es dazu, dass ihr Lizenznehmer solch namhaften Größen geworden seid?

Metal-Kids / Tobias:
Alles fing an mit Manowar, die ich angeschrieben hatte, als das Geschäftskonzept stand. Mit diesem Lizenzdeal standen uns plötzlich viele Türen offen, und die meisten großen Lizenzgeber sind sogar auf uns zugekommen.

Time For Metal / Kai R.:
Mit metal-kid on tour habt ihr eine eigene Linie veröffentlicht, welche mir auf einigen Festivals bereits unter die Augen gekommen ist. Gibt es einen emotionalen Unterschied zwischen der Vermarktung der eigenen Marke und einer Band?

Metal-Kids / Tobias:
Nein. Es ist immer wieder großartig zu sehen, welche Freude wir bei den echten Fans erzeugen, wenn sie Kids-Merch „ihrer“ Bands bei uns finden. Gerade die Mischung aus lizenzierten Designs und Eigendesigns macht die Produktentwicklung und Vermarktung für uns so reizvoll.

Time For Metal / Kai R.:
Wo kann man eure Produkte kaufen?

Metal-Kids / Tobias:
Alle unsere Produkte, auch Angebote und Sets bekommt man in unserem Online-Shop: https://metal-kids.com

Time For Metal / Kai R.:
Wie schaut es mit Newcomern aus? Wenn ich mir die Namen durchlese, die bei euch auf die Lätzchen, Schnuller und Kindershirts gedruckt werden – gibt es eine Möglichkeit für eine kleinere Band, mit euch zu kooperieren?

Metal-Kids / Tobias:
Klar! Wir haben viele Lizenzverträge auch mit „kleineren“ Bands geschlossen. Wir verstehen uns auch in dieser Hinsicht als Voll-Sortimenter und bieten daher ein sehr breites und tiefes Sortiment mit über 4.000 Artikeln an.

Time For Metal / Kai R.:
Wäre eine Time For Metal-Edition denkbar?

Metal-Kids / Tobias:
Wenn ihr euch bei Entwicklung und Vermarktung aktiv einbringt, dann kann ich mir das sehr gut vorstellen.

Time For Metal / Kai R.:
Wie sieht es bezüglich der Corona Krise bei euch aus? Ist die Situation stark bemerkbar oder hält es sich in Grenzen?

Metal-Kids / Tobias:
Das fehlende Festival-Geschäft macht sich natürlich sehr stark bemerkbar. Außerdem sind einige Händler noch nicht wieder so aktiv mit ihren Bestellungen wie vor Corona. Zum Glück hat das Endkundengeschäft im Shop wieder gut Fahrt aufgenommen.

Time For Metal / Kai R.:
Was haltet ihr vom Alternativprogramm, welches durch Livestreams, Autokino-Events und Geisterkonzerte durch viele Bands angeboten wird?

Metal-Kids / Tobias:
Alles, was den Fans und/oder Bands in dieser seltsamen Zeit hilft, finde ich gut. Ich persönlich nutze dieses Alternativprogramm nicht, weil mir im Vergleich zu Konzerten/Festivals doch zu viel fehlt.

Time For Metal / Kai R.:
Abschließend drehe ich – bei mir obligatorisch – den Spieß um und gebe dir die Möglichkeit eine Frage an ein Metal-Magazin zu stellen. Was wolltest du schon immer von einem Online-Magazin wie Time For Metal wissen?

Metal-Kids / Tobias:
Welche Ziele/Pläne habt ihr für die Zukunft, und welche Rolle spielt Metal dabei?

Time For Metal / Kai R.:
Unsere Pläne (vereinsintern) sind in der Regel immer für die kommenden 1-2 Jahre definiert. Time For Metal soll weiter wachsen und natürlich soll Metal weiter im Fokus stehen. Wir haben vor, dass wir uns aber breiter aufstellen. Es steht ein Podcast an, wir werden unter Garantie dieses Jahr ein oder mehrere Shirtdesigns in unseren Shop bringen. Dann planen wir weitere Zusammenarbeiten mit größeren Festivals – was auch beim ersten Sondieren bereits auf sehr positive Resonanz gestoßen ist. Da Time For Metal dieses Jahr 10 Jahre geworden ist, schulden wir unseren Lesern auch noch die eine oder andere Aktion, die aufgrund von Corona nicht stattfinden konnte. Privat steht bei mir eine Hochzeit an – vielleicht auch mit Live-Band. Mal schauen, wo es genau hingeht…

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, und bleibe gesund!

Metal-Kids / Tobias:
Danke, das wünsche ich dir auch.

Weitere Beiträge
Interview mit Simon Weber und Alexander „Äxl“ Schmider von Legal High über das kommende Album Rough ReBoot und die Pleiten, Pech und Pannen des Corona-Lockdowns