2. TMC & EMA Thrash’n Death Fest am 06.10.2012 im Phönix, Moormerland

2. TMC & EMA Thrash’n Death Fest

Bands: Scarlet Anger, Cadela Maldita, Stagewar, The Damnation und Mantrum

Location: Phönix – Moormerland

Homepage: http://www.phoenix-moormerland.de

Datum: 06.10.2012

Kosten: VVK: 8 Euro AK: 10 Euro

Besucher: ca. 35

Zwei Mal im Jahr heißt es im Moormerland Time For Thrash’n Death Fest, welches heute zum zweiten Mal im ostfriesischen Moormerland ausgetragen wird. Neben regionalen Bands finden sich nationale und internationale Thrash-Newcomer im gemütlichen Phönix ein, um ihr Können zum Besten zu geben.

Den Anfang machen Mantrum, die ihr allererstes Konzert nach ihrer Gründung im Jahre 2011 feiern. Zwar reagieren die rund 35 Metalheads noch sehr verhalten auf den Mix aus Death, Thrash und feinen Core-Einflüssen, doch Interesse kann die noch frische Formation bei allen wecken. Beim Bierschlürfen wird gemütlich den Shouts gelauscht und die aggressiven Riffs auf sich wirken gelassen.

Bei The Damnation geht hingegen die Post ab. Erst seit sechs Monaten in neuer Formation hat sich die Truppe enorm zusammengerauft, was die professionelle Bühnenperformance deutlich unterstreicht. Der zweistimmige Gesang wird perfekt angesetzt und zieht das anwesende Publikum vor die Bühne. Zaghaftes Headbangen wird von Michael Meyer durch fließende Gitarrensoli und wütenden Gesang angestachelt. Dass sich dabei das Girarrenkabel zweimal löst, soll Nebensache bleiben und die gute Leistung der regionalen Band, die – so viel sei gesagt – eine der besten Stimmungen des Abends erzeugt, nicht schmälern.

Stagewar, die mit Cadela Maldita aus Brasilien seit einer Woche auf Tour sind, fügen sich nahtlos ins Billing des zweiten Thrash’n Death Fests ein. Auf der Bühne bietet die Kombo aus Frankfurt am Main viel Bewegung, was vor der Bühne nachgeahmt wird. Die vier Musiker verkörpern Old School Thrash Metal, der sich gleichzeitig auch gerne an frischeren, neuen Elemente bedient. Der Pfeil zeigt bei Stagewar – um es auf den Punkt zu bringen – jedenfalls steil nach oben. Ob von Platte oder live: Die jungen Thrasher beweisen, dass man sie in den nächsten Jahren auf dem Zettel haben sollte. Zufriedene Gesichter kann man heute beim breiten Set begutachten, das Songs wie Deathtrip, Rape Songs und Sweating Blood beinhaltet.

Bereits bei Cadela Maldita nimmt die Power der Thrash-Fans spürbar ab. Immer noch sind vereinzelt wehende Haare zu erblicken, doch die Kraft, die bei den Shows von Stagewar und The Damnation aufgewendet wurde, zollt ihren Tribut. Die Brasilianer lassen es dennoch krachen und haben auch vor weniger Publikum Spaß, Hardcore Thrash in Form von Violent Desire, I Lost My Teeth und Work Like A Dog durchs Phönix zu ballern.

Kurz nach 24 Uhr trifft es den luxemburgischen Headliner Scarlet Anger am schwersten: Die späte Stunde hat den ein oder anderen Besucher bereits auf die Heimreise geschickt. Der Rest der Meute versucht mit strapazierten Nackenmuskeln und verknoteten Haaren den aufsteigenden Newcomern die wohlverdiente Ehre zu erweisen. Eine große Partystimmung kommt dabei leider nicht wieder auf, was jedoch nicht an der Band liegt, die wie schon auf ihrem Debütalbum Dark Reign eine sehr gute Spielweise an den Tag legt und nicht zu unrecht als einer der Newcomer Thrash Metal-Bands des Jahres gehandelt wird. Heute jedenfalls soll es kein glorreicher Tag der Scarlet Anger-Geschichte werden, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Fazit: Das Fazit zum heutigen Abend sieht wie folgt aus: Alle Bands zeigten eine ansprechende Performance, die vor zu wenig Zuschauern absolviert werden musste. Der Erfolg liegt jedoch auf der gleichen Ebene: Denn da nur in 20 km Entfernung eine weitere viel größere Metalveranstaltung ausgetragen wurde, können die knapp 40 Besucher als positives Zeichen gewertet werden. Da darf man gespannt sein, was die Thrash Metal-Fans im Februar 2013 bei der dritten TMC & EMA Thrash’n Death Fest-Auflage erwartet.

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