Artist: 200 Stab Wounds
Herkunft: USA
Album: Piles Of Festering Decomposition (EP)
Spiellänge: 14:08 Minuten
Genre: Death Metal
Release: 08.11.2024
Label: Metal Blade Records
Link: https://200stabwounds.bandcamp.com/album/manual-manic-procedures
Bandmitglieder:
Gesang und Gitarre – Steve Buhl
Gitarre – Raymond MacDonald
Bassgitarre – Ezra Cook
Schlagzeug – Owen Pooley
Tracklist:
1. Maggot Casket
2. Body In The Basement
3. She Was Already Dead
4. Digested Desire
5. Ruptured In Purulence (Carcass Cover)
Die Amerikaner von 200 Stab Wounds sind trotz ihres Schriftzugs und des komischen Namens gerade eine sehr angesagte Band und dieses zu Recht, denn sie ballern einfach knackigen Death Metal. Sie sind zwar erst seit dem Jahre 2019 dabei, aber seitdem ist viel passiert. Eine EP, drei Singles und zwei Alben pflastern ihren Weg. Zwischenzeitlich ist man zu Metal Blade gewechselt und das Label bringt jetzt noch einmal die EP heraus. Ursprünglich hatte die digitale Version drei Songs, die Kassette vier Songs und die Vinyl-Version fünf Songs. Und diese fünf Songs wurden noch einmal neu aufgelegt. Das Original ist wahrscheinlich vergriffen.
Maggot Casket kommt zu Beginn mit langsamen und druckvollen Momenten und geht dann ins groovige Midtempo. Auch schon damals ausgezeichnet hat die Band der Gesang. Schön tief, irgendwie im Hintergrund agierend, aber klar erkennbar. So soll es sein. Und der Song ist so fett, denn die Gitarre spielt so einen geilen Bolt Thrower Moment. Heavy. Dann ballern die Drums alleine los und ab geht es in die Vollen. Sehr einfach strukturiert, aber eben geil. Und so wird man fixer und fixer, um dann wieder diesen Bolt Thrower Moment aufzubauen. Steh ich drauf. Die Drums wirbeln noch einmal alleine, dann erklingt ein Growl alleine im Wald und man groovt sich wieder den Wolf. Feierabend.
Vier Anschläge auf der Snare und ab geht das Geballer. Da die Snare recht old schoolig brutal eingestellt ist, habe ich sofort ein Lächeln im Gesicht. Dieser Klang, der nach einer Keksdose klingt, ist einfach geil. Nicht ganz so eingestellt, wie bei Brodequin, aber man geht in die Richtung. Nach dem geilen Geballer groovt man wieder, liefert ein lang gezogenes, melodisches Riff und wechselt dann zwischen Uptempo und Groove hin und her. Wer bitte schön, kann das nicht mögen, zumal das Riffing weder neu noch technisch extrem anspruchsvoll ist, aber einfach nur geil klingt? So muss es sein und somit liebe ich auch den Song Body In The Basement.
Drückend und schleichend bewegt man sich bei She Was Already Dead und geht dann teilweise auch in die Slam Ecke. Hier klingt man teilweise durch die eingestreuten Blast ein wenig ohne Struktur, aber auch wenn mich der Song nicht ganz überzeugen kann, klingt diese langgezogene Riffing ziemlich geil.
In knappen 120 Sekunden kommt dann Digested Desire um die Ecke. Der Song war nur auf der Kassetten- und Vinylversion vertreten und ich weiß gar nicht warum. Der Song ist schön straight und relativ stumpf. Fette Breaks, krasse Grooves, sogar ein Scream ist mit dabei. Sicherlich kein Welthit, aber ich finde ihn dufte.
Nur auf der Vinylversion war das Cover von Ruptured In Purulence vertreten. Carcass zu covern ist natürlich so eine Sache, aber diese Version klingt schon richtig fett. Der drückende Bass am Anfang und dann das Geballer dazu, hat schon was. Die tiefen Vocals machen den Song dann anders, nur die heiseren Screams klingt nicht so fett. Trotzdem ein geiles Cover – das Original ist natürlich nicht zu toppen, aber live wird diese Version definitiv abgefeiert werden.




