Astral Doors – The End Of It All

Der Schwanengesang nach mehr als 20 Jahren?

Artist: Astral Doors

Herkunft: Borlänge, Schweden

Album: The End Of It All

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Spiellänge: 37:57 Minuten

Release: 18.10.2024

Label: Metalville

Link: http://www.astraldoors.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Nils Patrik Johansson
Keyboard – Jocke Roberg
Schlagzeug – Johan Lindstedt
Gitarre – Mats Gesar
Bass – Ulf Lagerström
Gitarre – Joachim Nordlund

Tracklist:

1. Temple Of Lies
2. Heaven’s Gate
3. Masters Of The Sky
4. The End Of It All
5. Father Evil
6. When The Clock Strikes
7. A Night In Berlin
8. A Game Of Terror

Seit mehr als 20 Jahren steht das Gerüst von Astral Doors, seit 2010 gab es keine Veränderungen in der Bandbesetzung. Nun kündigen die Schweden nach fünf Jahren Pause The End Of It All an. Deutet hier etwas auf den Schwanengesang der Band hin? Freaks And Clowns oder die seit mehr als zehn Jahren inaktiven Wuthering Heights sind weitere Betätigungsfelder der Musiker. Sollte es so kommen, würde die Power-Metal-Szene einen hochklassigen Act verlieren.

Der Albumtitel bezieht sich nicht nur auf die Band, sondern auch auf das aktuelle Weltgeschehen. Der zehnte Astral Doors Longplayer ist laut Aussagen der Musiker wahrscheinlich das letzte Album von Astral Doors. Die Hintertür steht noch offen, aber anscheinend passt die persönliche Gemütslage nicht mehr zur Grundstimmung der Musik von Astral Doors.

Der Auftakt Temple Of Lies spricht vom Titel für sich. Johansson und seine Mitmusiker kommen vor allem im Refrain fröhlich und gradlinig wie auf den Vorgängeralben rüber. Die eine oder andere Zwischensequenz lässt erahnen, dass sich einiges an Wut in den Lyrics befindet.

Stampfend geht es mit Heaven’s Gate weiter, bevor die Sirenen den ein wenig unrund rüberkommenden Headbanger Masters Of The Sky zum Einstieg begleiten. Dazu gesellt sich klassische Astral-Doors-Kost wie zum Beispiel der Titeltrack.

Dass Father Evil eine gewisse düstere Stimmung verbreitet, lässt sich bei dem Songnamen erahnen. Im Midtempo stampfen Astral Doors durch den Heavy-Metal-Garten und laden zur gemeinsamen Untergangsparty ein. Die Zeiten von fröhlichem Power Metal scheinen im Hause Astral Doors Geschichte zu sein. When The Clock Strikes knattert schon fast bedrohlich aus den Boxen, fröhlich kommt auch die Nacht in Berlin nicht um die Ecke. Der Schlusspunkt ist ein mehr als siebenminütiges Terrorspiel. Das Ding knüpft zum Beispiel an Father Evil an, zieht sich insgesamt aber etwas zu sehr in die Länge.

Astral Doors – The End Of It All
Fazit
Astral Doors liefern einen Schwanengesang, der die hervorstechenden Hits sucht. Die Scheibe ist nicht schlecht, kann aber mit anderen Neuerscheinungen des Genres nicht mithalten. Der Spagat zwischen Power Metal und klassischem Heavy Metal war auf vorherigen Werken einprägsamer. The End Of It All läuft locker runter, ohne dass sich Melodien oder Refrains im Gehörgang festsetzen. Fans von Astral Doors, deren die eindringlichen Vocals von Johansson ausreichen, werden aber bedient. Wenn es ein hervorstechendes Merkmal auf The End Of It All gibt, dann ist es der Gesang.
Wer bei anderen Versionen zwei Songs mehr findet, der hat nichts verkehrt gemacht. Iron Dome und Vikings Rise lagen uns zur Rezension nicht vor.

Anspieltipps: Heaven's Gate, Father Evil und When The Clock Strikes
Franziska W.
7.5
Leserbewertung0 Bewertungen
0
7.5
Punkte