Bereits seit einigen Jahren kommen immer wieder neue und starke Bands aus Griechenland. In der Regel sind die Damen und Herren im epischen Segment unterwegs, wie zum Beispiel Triumpher. Aber auch Leatherhead, die auf traditionellen Stoff auch aus Richtung USA setzen, konnten bereits beeindrucken. Der nächste Newcomer nennt sich Night Spectre und veröffentlicht nicht via dem griechischen Haus- und Hoflabel No Remorse Records, sondern bei den Essener Undergroundspezialisten Dying Victims Productions.
Night Spectre sind ein weiterer neue Name aus Griechenland
Bei der Prüfung der Vita von Sänger Tasos Molyviatis tauchen das Pseudonym Aeon und die Black-Metal-Band Akrotheism auf. In der Vergangenheit agierte Molyviatis aber auch in einer Power-Metal-Band namens Mandrake (Edguy lassen grüßen) und in der Heavy-Metal-Band Witchcrawl, wo er bereits mit Bassist Thanasis Loumos zusammenarbeitete. Anscheinend wollen die beiden Herren ihre Vorliebe für klassischen Stoff erneut aufleben lassen.
Acht Stücke, zwischen knapp acht Minuten und guten vier Minuten Laufzeit, kredenzt uns das Quintett. Die Sirenen eröffnen und Death Contract tönt im Geist der 80er-Jahre, allen voran in Richtung US-Underground-Metal. Das nachfolgende The Maniac schlägt in eine ähnliche Kerbe, Cheating The Fates erhöht das Tempo, kommt aber genauso old school rüber wie die Vorgänger, inklusive eines ins Ohr gehenden Refrains.
Der Langläufer nennt sich To Die In The Ancient Fire. Epische Elemente scheinen bei griechischen Bands ein grundsätzlicher Bestandteil zu sein. Stampfend geht es vorwärts und die Truppe setzt auf eine düstere Stimmung und verbindet ihre schwarzmetallischen Vorlieben mit dem klassischen Stoff. Der Refrain erinnert dabei mehr als deutlich an Bathory und knüpft somit an Triumpher und Piercing The Heart Of The World an. Die Klasse hat das Stück nicht, aber schlecht ist ebenfalls anders. Fans mit einer Vorliebe für epische Musik sollten das Ding auf jeden Fall antesten.
Blades Of Galvarino legt den Tempohebel in Richtung Stufe zwei. Etwas Epik ist in dem Stück, genauso wie Ansätze der bekannten NWoTHM-Bands, wobei die spitzen Schreie an Skull Fist oder Riot City erinnern. Die weiteren Tracks wie das eher getragene Crossing The Abyss oder Damnation Of Memory bedienen die Schublade zwischen traditionellem Stoff und Epic Metal, ohne die ganz großen Akzente zu setzen. Der Schlusspunkt ist die Bandhymne, die nochmals Material für Headbanger liefert.
Hier geht es für weitere Informationen zu Night Spectre – Night Spectre in unserem Time For Metal Release-Kalender.



