Ad Infinitum – Chapter II – Legacy

Ein Album, das man bis zur Unendlichkeit hören kann

Artist: Ad Infinitum

Herkunft: Montreux, Schweiz

Album: Chapter II – Legacy

Spiellänge: 39:58 Minuten

Genre: Symphonic Metal

Release: 29.10.2021

Label: Napalm Records

Link: www.adinfinitumofficial.com

Bandmitglieder:

Gesang – Melissa Bonny
Gitarre – Adrian Thessenvitz
Bassgitarre – Korbinian Benedict
Schlagzeug – Niklas Müller

Gast Gesang bei Afterlife – Nils Molin

Tracklist:

  1. Reinvented
  2. Unstoppable
  3. Inferno
  4. Your Enemy
  5. Afterlife (feat. Nils Molin)
  6. Breathe
  7. Animals
  8. Into The Night
  9. Son Of Wallachia
  10. My Justice, Your Pain
  11. Haunted
  12. Lullaby

Erst 2020 kam das Debüt Chapter I – Monarchy auf den Markt. Dieses hatte schon einen guten Einstieg für Ad Infinitum, was auch mit dem Bekanntheitsgrad von Melissa Bonny erklärbar sein dürfte. Ihre Präsenz im Musikalischen YouTube ist ja gar nicht mehr wegzudenken, bei der Vielzahl an Projekten, an denen sie mitwirkt. Zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den Mittelalter-Rockern von Feuerschwanz dürfte ihr noch einmal mehr geneigte Zuhörer beschert haben. Falls ihr diesen Song noch nicht kennt, solltet ihr euch den Song Ding vom Album Das Elfte Gebot mal anhören.

Ad Infinitum vereint nun die wandelbare Stimme von Melissa Bonny mit einem ordentlichen Brett an handwerklich gut gemachtem Metal. Die Band hat sich beim Songwriting auf das eigene Können verlassen und ohne Produzent gearbeitet. Sicherlich keine schlechte Idee, um die eigene Bandidentität unverfälscht auf das Album zu bekommen. Erst später wurden Orchestrator Elias Homlid und Jacob Hansen (Volbeat, Epica, Amaranthe uvm.) hinzugezogen. Jacob Hansen war dabei für Vocal Recordings, Mix, Post Produktion und Mastering verantwortlich.

Auf Chapter II – Legacy bewegen wir uns thematisch um die Person Vlad den Pfähler. Auch wenn es kein klassisches Konzeptalbum ist, können wir einen roten Faden erkennen und diesem folgen. Und mancher Song bietet auch einen interessanten Blickwinkel.

Gleich mit Reinvented bekommen wir da auch schon einen guten Eindruck. Der Song bietet einen Überblick über die stimmlichen Leistungen von Melissa Bonny und bietet zudem ein ordentliches Tempo für den Anfang.

Song Nummer zwei Unstoppable brennt sich mit einem grandiosen Riff gleich in den Gehörgang und möchte da auch bleiben. Inferno wird dann etwas ruhiger und ist meiner Meinung nach eine sehr gelungene Powerballade.

Afterlife bringt dann auch einen Gast mit ins Spiel. Melissa wird hier gesanglich ergänzt durch Nils Molin (Amaranthe, Dynazty). Gemeinsam bringen sie ein Duett, das sich lange im Kopf hält und auch einer der stärksten Songs auf diesem Album ist.

Animals ist mit seinem schon fast ein bisschen an Eurodance erinnerndem Sound definitiv die radiotauglichste Nummer dieses Albums. Also nicht wundern, wenn euch dieser großartige Song mal dort begegnet.

Ein weiteres Highlight ist das ruhige Son Of Wallachia. Dieser Song stimmt schon etwas melancholisch und kommt dort in meinen Augen sogar an alte Nummern von Evanescence ran.

Mit My Justice, Your Pain wird dann noch mal eine harte Runde eingeläutet, die dann zu guter Letzt von Lullaby noch einmal zu einem grandiosen Ende geführt wird. Gerade bei dem letzten Song des Albums zeigt die ganze Band, wie wandelbar sie spielen kann.

Ad Infinitum – Chapter II – Legacy
Fazit
Ad Infinitum liefern mit Chapter II – Legacy ein Album ab, das wandelbarer nicht sein könnte. Es gibt einen klar erkennbaren Stil und trotzdem bietet jeder Song an sich eine andere Facette dieses Stils an. Die Mischung aus klarem Gesang und gut eingesetzten Growls eröffnet der Band sehr viele Möglichkeiten, sich ständig neu zu erfinden, ohne dabei zu weit wegzugehen vom eigentlichen Kern ihres Stils.

Anspieltipps: Unstoppable, Afterlife und Son Of Wallachia
Rüdiger H.
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