Amberian Dawn – Innuendo

“Die neuen Nightwish?“

Artist: Amberian Dawn

Herkunft: Finnland

Album: Innuendo

Spiellänge: 40:40 Minuten

Genre: Symphonic Metal

Release: 23.10.2015

Label: Napalm Records

Link: http://amberiandawn.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Capri
Gitarre – Emil Pohjalainen
Gitarre, Keyboard – Toumas Seppälä
Bassgitarre – Jukka Hoffren
Schlagzeug – Joonas Pykälä-Aho

Tracklist:

  1. Fame & Gloria
  2. Ladyhawk
  3. Innuendo
  4. The Court Of Mirror Hall
  5. Angelique
  6. Rise Of The Evil
  7. Chamber Of Dreadful Dreams
  8. Knock Knock Who’s There
  9. Symphony Nr. 1, Part 1 – The Witchcraft
  10. Your Time – My Time

Amberian Dawn - Innuendo
Die Geschichte der Finnen von Amberian Dawn begann 2008 mit ihrer ersten Veröffentlichung. Kaum sieben Jahre später dürfen wir nun ihr ebenso siebentes Album beliebäugeln. Mit Innuendo bekommen wir eine geballte Ladung symphonischen Metal inklusive klassischem Frauengesang geboten. Frontfrau Capri, die seit 2013 der Band angehört, wird mit diesem Werk zum zweiten Mal mit ihrer Stimme die Hörer beflügeln und uns in andere Welten mitreißen.

Los geht es also mit sofortigem Einsatz aller Instrumente. Man spart am ruhigem Einstieg und fährt sofort alle gegebenen Mittel auf. Mit Fame & Gloria wird man mit auf die Reise genommen. Fast schon mystisch, märchenhaft und sagenumwogen breitet sich die Stimme in die Gehörgänge. Sprechgesanglich gut abgemischt, erzählen die klaren Worte Capris ihre eigene Geschichte. Düster, melancholisch und melodramatisch schnürt man Zeile um Zeile den Hörer ein. Gitarrenriffs, die stark an Nightwish erinnern, sind ebenso mit von der Partie. Es lässt vermuten, dass man hier schon alle Geschütze aufgefahren hat, um direkt zu beeindrucken. Tatsächlich, denn im weiterem Verlauf kommt klar zum Vorschein, dass sich diese Strähne bis in die letzten Sekunden zu halten versucht. Versucht, aber es stellenweise nicht schafft…

Die Melodie von Ladyhawk lässt mich trotzdem schmunzeln. Irgendwie scheint es (zumindest mich) in Gedanken innehalten zu lassen, die aus meiner Jugend stammen (kennt ihr diese Mädchensendungen im Animestyle? Wenn ja, dann kennt ihr sicher auch diese Anfangsmelodien). Klavierelemente findet man in Angelique wieder. Das zwiespältige Stück mit Elementen aus verträumt und heimtückisch spaltet die Geister. Einerseits lieb, andererseits hinterlistig brummen Balladenbausteine, untermalt mit operettenhaftem Gesang, über die Anlage und laden zum Träumen ein. Hektischer geht es in Rise Of The Evil zu. Welche Pferde hat man denn da losgelassen? Hier wacht der Hörer auf und wird aus seinen tiefsten Gedanken gerissen. Einige Powermetalmodule verfeinern die Szenerie und schaffen Abwechslung.

Zugegeben, die Songtitel sagen ja meist nichts über Lieder aus, jedoch trifft man bei Knock Knock Who’s There den Nagel auf den Kopf. Filmmusik, mehr kann ich dazu irgendwie nicht sagen… Aufgefahren wird dennoch noch einmal beim Outro. Symphony Nr. 1, Part 1 – The Witchcraft schimpft sich das Stück, welches hier den Rauswerfer bildet.

Fazit: Diese Scheibe macht mich sprachlos. Irgendwie fehlen mir stellenweise für dieses monotone Runtergerassel die Worte. Sind das die neuen Nightwish der Generation 2015? Leider hatte ich mir etwas mehr erhofft. Für Fans bestimmt hörenswert, aber wer die Band so nicht kennt, sollte sich vor dem Kauf einhören. Aufmachung ist super, aber Abwechslung kommt hier nur für die wahren Freunde des symphonischen Metal zum Vorschein. Mühe spürt man dennoch klar raus.

Anspieltipp: Innuendo
Jasmin W.
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