Archon Angel – Fallen

Enttäuschendes Werk von Ex-Savatage Sänger

Artist: Archon Angel

Herkunft: Italien/USA

Album: Fallen

Spiellänge: 49:51 Minuten

Genre: Power Metal, Hard Rock, Heavy Metal

Release: 14.02.2020

Label: Frontiers Music S.r.l.

Link: https://www.facebook.com/ArchonAngelBand/

Bandmitglieder:

Gesang – Zak Stevens
Gitarre – Aldo Lonobile
Bassgitarre – Yves Campion
Keyboard & Piano – Antonio Agate
Schlagzeug – Marco Lazzarini

Tracklist:

  1. Fallen
  2. The Serpent
  3. Rise
  4. Under The Spell
  5. Twilight
  6. Faces Of Innocence
  7. Hit The Wall
  8. Who’s In The Mirror
  9. Brought To The Edge
  10. Return Of The Storm

Archon Angel ist ein neues Bandprojekt mit dem Produzenten/Gitarristen Aldo Lonobile (Secret Sphere) und dem ehemaligen Sänger von Savatage und Circle II Circle Zak Stevens. Während der Entstehung von Timo Tolkkis Avalons Return To Eden Album näherten sich Aldo (er produzierte und spielte Gitarre) und Zak (steuerte einige Gast-Lead-Vocals bei) an. Die beiden Musiker begannen bald mit Frontiers über das Konzept der gemeinsamen Arbeit an neuer Musik zu sprechen, was vom Label mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Aldo reichte Zak einige Songideen ein, die an den klassischen Savatage Sound von Platten wie Edge Of Thorns und Gutter Ballet erinnern sollen.

Soweit vorab die Infos zu dem neuen Werk von Zak Stevens. Mit Savatage wird die Messlatte natürlich sehr hoch gelegt. Gutter Ballet ist 1989 erschienen und ein klassisches Hard Rock Album der 80er/90er Jahre.

Der Opener ist der Titeltrack Fallen. Wenn man hier die Savatage Messlatte anlegt, ist der Sound schon mal völlig anders. Das Keyboard gibt dem Ganzen einen recht kitschigen, bombastlastigen Touch. Das eingestreute Gitarrenspiel erinnert mehr an durchschnittlichen Powermetal als an Savatage. Der Opener ist also schon mal durchgefallen. The Serpent eröffnet gleich mit Keyboard und knüpft an Fallen an. Selbst Zak ist meines Erachtens weit von seiner Form bei Savatage entfernt. Die zweite Enttäuschung auf dem Werk. Nun folgt Rise, ein klassisches Powermetal Werk in Richtung Rhapsody. Allerdings ist bei denen der Refrain nicht so kitschig. Under The Spell ist dann die Ballade, die mit Keyboard und Piano eröffnet wird, dazu ein ganz passables Gitarrenspiel. Spätestens der Keyboardeinsatz zum Refrain überfrachtet den Track und lässt mich die Skip Taste betätigen. Twilight eröffnet mal wieder mit einem bombastigen Keyboard Sound. Es folgt ein beliebiges Powermetal Liedchen, was man von anderen Bands schon oft genug gehört hat. Faces Of Innocence macht mit Hardrock weiter. Nach einem recht vernünftigen Gitarrenspiel zum Start nimmt man das Tempo mit dem Gesang runter. So schleppt sich der Song fünf Minuten durch meine Boxen. Hit The Wall ist ein vernünftiger Hard Rock Track, nichts Herausragendes, aber vom Sound nicht so vom Keyboard überfrachtet wie viele andere. Bisher das Highlight der Platte. Who´s In The Mirror geht in die gleiche Richtung, wieder etwas mehr Keyboard aber insgesamt die zweite Nummer, die okay ist. Brought To The Edge ist eine weitere Ballade. Warum man das Orchester beim Refrain mit einstreuen muss, ist mir nicht klar, ansonsten mit akustischer Gitarre gespielt und auch gesanglich gut. Return Of The Storm beendet den Erstling. Darf es noch mal ein Track mit viel bombastigem Piano und Keyboard sein? Mehr als sieben Minuten wird man beschallt und ich freue mich auf das Ende des Longplayers.

Archon Angel – Fallen
Fazit
Große Worte als Ankündigung. Der Output dazu ist eine absolute Enttäuschung. Ein insgesamt langweiliges Album, viele Nummern überfrachtet und beliebig austauschbar. Von Savatage keine Spur. Die zweite Hälfte des Albums rettet das Werk vor einer sehr niedrigen Bewertung.

Anspieltipps: Hit The Wall und Who´s In The Mirror
Jürgen F.
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Punkte
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