Bear Mace – Slaves Of The Wolf

Planet Crushing Death Metal

Artist: Bear Mace

Herkunft: USA

Album: Slaves Of The Wolf

Spiellänge: 36:58 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 06.06.2025

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/bearmace1

Bandmitglieder:

Gesang – Chris Scearce
Gitarre – Mark Sugar
Gitarre – Tommy Bellino
Bassgitarre – John Porada
Schlagzeug – Garry Napples

Tracklist:

1. Slaves Of The Wolf
2. Worthless Lives
3. Drown Them In Their Blood
4. The Iceman Cometh
5. Captured And Consumed
6. Heretics Burn
7. Prophecy
8. Cancerous Winds

Seit 2012 ist die aus Chicago stammende Band Bear Mace nun schon unterwegs, aber so richtig hat sich der Name der Band in den Köpfen der weltweiten Fans noch nicht festgesetzt, muss man sagen. Dabei hat man mit Butchering The Colussus (2017) und Charred Field Of Slaughter (2020) zwei richtig gute Alben am Start, aber ich glaube, es fehlt ein bisschen an der Vermarktung. Zum Glück bleiben sie stabil und haben sich zurückgezogen, um neues Material zu schreiben. Immer eine gute Sache. Nun also, nach fünf Jahren Pause, Album Nummer drei. Here we go.

Mit langsamen Einzeltönen legt man zu Beginn von Slaves Of The Wolf los, steigert sich dann ein wenig und von der ersten Sekunde an merkt man, wohin die Reise gehen wird. Es klingt ein wenig nach Death und somit nach old schooligem Death Metal. Ein feiner, drückender Sound kommt aus den Boxen geschallert, sodass man in dieser Hinsicht überhaupt keine Anstalten hat, sich zu beschweren. Dann ein Break und im Grunde startet das Rennen jetzt neu. Gitarre vorweg, die Drums betonen und dann mit einem einfachen, aber geilen Riff ins Midtempo. Ja, das macht Spaß, zumal man das Tempo dann gut erhöht. Als Erstes kommen mir da Benediction in den Sinn. Dieses ändert sich aber im weiteren Verlauf, aber es sind schon Parallelen vorhanden. Ein grooviger Part folgt und darauf haut man ein geiles Solo. Wow, das schockt. Wieder Vorspielen und ab in die Benediction-Box-Ring-Ecke. Ja, fettes Riff. Hinzu kommen die aggressiven Growls, die mit bösen Screrams kombiniert werden. Man nimmt noch einmal Fahrt auf und lässt die Metalgemeinde Slaves Of The Wolf mitträllern. Geilomat. Man ist sicherlich nicht schnellste Combo auf diesem Planeten, aber dafür arbeitet man geschickt mit Tempowechseln und hat eine gewisse Brutalität inne, die man selbst hören muss, um es zu verstehen.

Worthless Lives ist auch von Anfang an ein Death-Metal-Tornado. Hier legt man gleich im Uptempo der alten Schule los und liefert wieder ein geiles Solo ab, eher man nach einem Break erst einmal eine ruhige Kugel schiebt und im groovigen Death-Metal-Tempo losmarschiert. Mit einem weiteren fetten Riff nimmt man dann wieder das Tempo auf und arbeitet sich immer weiter in den aggressiven Bereich. Die Vocals sind hier wieder absolut genial. Wieder ein nach Death klingender Part, der aber ein wenig modifiziert wird, lässt den Höher durchaus frohlocken. Dann wieder Vorspieler und im langsamen Tempo agieren. Gerade an der Gitarrenfront hört man, dass die Burschen früher mal gerne dem Meister Chuck gelauscht haben, aber Bear Mace sind weit davon entfernt, einfach nur zu kopieren. Es sind genügend Ideen vorhanden. Das Tempo wird noch einmal angezogen und aus die Maus.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier wiederhole, aber die Gitarrenarbeit der amerikanischen Legende ist auch beim nächsten Song Drown Them In Their Blood deutlich verarbeitet worden. Die Handschrift ist les- und hörbar. Und als Fan der alten Ami-Death-Schule bin ich natürlich vollends damit einverstanden, denn die Burschen hier verwenden eben nur Zitate und kein ganzes Buch, um einen Song ordnungsgemäß aufzubauen. Es sind mehrere old schoolige Formate vorhanden. Aber es taucht eben immer wieder dieses typische Riffing auf. Schon alleine der Beginn mit der schleppenden Doublebass, diesen fetten Riffs, dem aggressiven Gesang und dem melodischen Moment. Herrlich. Dann eben der Death-Part und die Reise geht zügig weiter und hat eben diesen gewissen Zerstörungsfaktor, den der alte Death Metal braucht. Die Riffs bleiben sofort hängen, auch bei dem langsamen Part. Ein geiles Solo folgt und so nehmen die Burschen einen komplett auseinander. Ich weiß gar nicht, warum man die Jungens nicht unbedingt auf den Zettel hat. Ein wenig vergleichbar mit Maceration aus Dänemark, also vom Bekanntheitsgrad. Musikalisch geht man da ein wenig auseinander. Dieser Song geht auf jeden Fall auch runter wie Öl. Am Ende, dieser langsame und melodische Part mit dem bösartigen Geang, erledigt mich dann im positiven Sinne total.

Das ganze Album hat es wirklich absolut in sich und die Burschen scheinen in der Szene dann doch ganz gut vernetzt zu sein, denn bei dem kongenialen Song Captured And Consumed haben sie sich Hilfe von einem gewissen Kam Lee geholt. Und auch hier, ich muss es eben immer wieder sagen, hört man Death klar heraus, aber eben auch Massacre und deswegen passt es natürlich ganz gut. Der Song selber ist eine Old-School-Death-Metal-Huldigung und beinhaltet langsame Passagen, aber auch Uptempo-Frequenzen. Sehr geiles Songwriting. Die Hilfe von Kam hätte es definitiv nicht gebraucht, aber schaden kann so was ja nie.

Aber auch Songs wie Heretics Burn oder Prophecy können eben mit diesem Songwriting überzeugen. Möchte man sie mit neueren Bands vergleichen, dann fallen mir da als erstes Skeletal Remains ein. Aber das soll nur ein Hinweis sein, denn die Musik von Bear Mace spricht für sich. Planet Crushing Death Metal – wie die Band wohl sagen würde.

Bear Mace – Slaves Of The Wolf
Fazit
Ein echtes Highlight ist den Männern von Bear Mace auf ihrem dritten Album gelungen, denn es handelt sich einfach um ein aggressives, brutales und stimmiges Old-School-Death-Metal-Album der alten amerikanischen Schule. Fette Riffs, die sehr oft an Death angelegt sind, drückende Drums, hämmernde Bassläufe und wirklich fette Vocals. Sehr viele geile Ideen werden beim Songwriting untergebracht und die Produktion übernimmt die weitere Vernichtungsarbeit. Sicherlich erfinden die Chicagoer den Death Metal nicht neu, präsentieren ihn aber so, dass ein alter Hund wie ich in der Pfanne verrückt wird. Brett!

Anspieltipps: Slaves Of The Wolf und Captured And Consumed
Michael E.
9.1
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