Artist: Belphegor
Herkunft: Salzburg, Österreich
Album: The Devils
Spiellänge: 42:26 Minuten
Genre: Death Metal, Black Metal
Release: 29.07.2022
Label: Nuclear Blast Records
Link: https://www.belphegor.at
Bandmitglieder:
Gitarre, Gesang – Helmuth
Bass, Gesang – Serpenth
Tracklist:
- The Devils
- Totentanz – Dance Macabre
- Glorifizierung Des Teufels
- Damnation – Hoellensturz
- Virtus Asinaria – Prayer
- Kingdom Of Cold Flesh
- Ritus Incendium Diabolus
- Creature Of Fire
- Blackest Sabbath 1997 (Bonustrack)
Belphegor. Ein Bandname, der jedem, der sich im Death oder Black Metal aufhält, ein Begriff sein sollte. Seit über dreißig Jahren aktiv, bisher elf Alben, immer wieder durch diverse Schlagzeilen aufgefallen (eine der bekanntesten ist wahrscheinlich die Typhus-Erkrankung von Helmuth) und eine provozierende künstlerische Art mit einem mystischen und sexy Touch.
Totenritual, 2017 erschienen, war das letzte Album des Duos. Nun legen die zwei mit The Devils ihr 12. Album nach und verfolgen dabei ihren Stil konsequent weiter, ohne sich dabei zu wiederholen.
Im Gegenteil: Es werden Elemente wie der zweistimmige Gesang, zwischen Growls und Screams, oder richtig abgefahren der „orchestrale Gesang“ und Screams, kombiniert, die den Parts einen mächtigen und mystischen Hauch geben.
Vom Instrumentalen her gibt es jetzt nicht so viele große Neuerungen. Hier setzt man auf das altbewährte Konzept aus geschredderten Black Metal Riffs bzw. Melodien, gepaart mit Death Metal lastigen Rhythmen.
Und mit diesen Zutaten kochen Belphegor in ihrem Hexenkessel das Album The Devils!
Schon der Opener fasst das Album zu Beginn zusammen: Es gibt die Stampferparts, die sich zu den Black Metal Parts entwickeln, um dann in wieder einen gezupften Black Metal Part zu wechseln. Ein Wechselbad der Gefühle, bei dem man als Zuhörer durch den eher Midtempo-lastigen Song getragen wird.
Und dann kommt die Single Totentanz. Ein wahres Blastbeat-Gewitter zieht auf, das nur durch den ohrwurmlastigen Refrain getoppt werden kann. Dabei läuft die ganze Zeit im „Hintergrund“ eine „Bienenschwarm-Melodie“, die den Song stetig vorantreibt und, abgesehen durch einen kleinen Break mit Akzenten versehen, gnadenlos durchgenagelt wird. Zum Schluss wird noch ein Rhythmusriff aufgemacht, ähnlich wie damals bei Legions Of Destruction von dem Album Conjuring The Dead. Hier bleiben die zwei ihrem Stil treu und schaffen es immer wieder, griffige Parts mit reinzuschmeißen, um die Zuhörer*innen absolut zum Ausrasten zu bringen!
So geht es dann den Rest des Albums weiter, wobei der Song Damnation – Hoellensturz noch etwas aus dem Kontext heraussticht: Zwar ist dieser ähnlicher dem Opener eher ein Midtempostampfer, der allerdings im letzten Viertel mit einer gezupften, orientalisch klingenden Melodie als C-Part aufwartet, aus dem es in ein ebenfalls orientalisch klingendes Gitarrensolo geht.
Das Thema Sound der Platte kann man relativ schnell abhandeln: Perfekt auf den Punkt! Eine glasklare Produktion, die sowohl groß als auch weit klingt und den brutalen sowie mystischen Touch unterstreicht. Besonders gut kommt der Sound bei Virtus Asinaria – Prayer zur Geltung.
Abschließend noch kurz zum Cover: Hierbei handelt es sich, wie bei früheren Veröffentlichungen von Belphegor, um eine Fotomontage. Hier ist zentral die gekreuzigte Jesusfigur abgebildet, umzingelt von diversen satanischen und ketzerischen Symbolen. Hieraus lässt sich auch gut der Titel des Albums ablesen: Hinter der Jesusfigur befinden sich zwei schwarze, fledermausartige Schwingen. Interpretieren dürft ihr das gerne selber.
Für Fans gibt es noch als Bonustrack den Song Blackest Sabbath von 1997. Dabei konnte ich leider nicht ausmachen, ob es sich hierbei um eine Remastered Version handelt (1997 ist nur das Album Blutsabbath erschienen, auf dem der Song nicht war). Ich würde aber mal vermuten, ja, da der Sound hier ein wenig vom Rest der Platte abweicht.




