Blood Incantation – Hidden History Of The Human Race

Technischer und brutaler Death Metal deluxe

Artist: Blood Incantation

Herkunft: USA

Album: Hidden History Of The Human Race

Spiellänge: 36:20 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 22.11.2019

Label: Dark Descent Records

Link: https://www.facebook.com/astralnecrosis/

Produktion: Pete deBoer @ World Famous Studios, Denver

Bandmitglieder:

Schlagzeug – Isaac Faulk
Gitarre, Gesang – Paul Riedl
Gitarre – Morris Kolontrysky
Bass – Jeff Barrett
Gesang (Inner Paths (To Outer Space)) – Antti Boman (Demilic, Winterwolf)

Tracklist:

1. Slave Species Of The Gods
2. The Giza Power Plant
3. Inner Paths (To Outer Space)
4. Awakening From The Dream Of Existence To The Multidimensional Nature Of Our Reality (Mirror Of The Soul)

Seit 2011 sind die Burschen aus Denver nun bereits unterwegs und ich konnte sie mal in den Niederlanden live sehen, zusammen mit ihren Kollegen von Spectral Voice. Okay, Kollegen ist wohl zu viel gesagt. Denn drei Member von Blood Incantation spielen eben auch bei Spectral Voice. Eine Split zusammen und ein Split Longsleeve (I love It) musste da natürlich auch noch her. Drei Demos und eine EP gab es dann auch noch, bis dann im Jahre 2016 das Debütalbum namens Starspawn herauskam. Im Jahre 2018 erschien ein Livealbum und nun Album Nummer zwei.

Der Opener Slave Species Of The Gods kommt mit einen sehr stark nach Morbid Angel klingenden Anfang um die Ecke, sehr geil, mit Quietschern versehen, Soli und Mörderriffing. Technisch verspielt, aber doch direkt  – und dann Vorspieler und wieder geiles Riffing. So muss es sein. Grunzgesang, melodisches Lead und ab dafür. Quietscher. Argh, Freude. Schleppende Momente im Song. Absolut abwechslungsreich. Und schön auf die 12, so wie man es von Morbid Angel kennt, natürlich von früher. Sehr markant, aber hoher Wiedererkennungswert.

Textlich bieten die Burschen dem geneigten Zuhörer die volle Science-Fiction Palette. Dieses kann man auch sofort am Cover erkennen, welches meines Erachtens im Vergleich zur Musik sehr einfach gehalten wurde.

Die Musik ist alles andere als einfach. The Giza Power Plant hat einen cleanen, an Nile erinnernden, atmosphärischen Part, der trotzdem absolut brutal rüber kommt.

Im Grund ist alles damit gesagt, denn die Burschen bieten einfach technischen Death Metal, wie er sein sollte. Damit beglückt man sowohl die Fingerakrobaten, als auch die Die Hard Freaks. Man bedient sich, auch atmosphärisch gesehen, den Stilelementen von Morbid Angel, Gorguts, Atheist und Nocturnus, vergisst dabei aber nicht die Brutalität des alten amerikanischen Death Metals.

Trotz der Komplexität des Materials kommt man immer wieder zum Kern des Geschehens zurück und verliert sich nicht im eigenen Universum.

Bin ich normalerweise eher ein Typ aus der Rubrik “Knüppel aus dem Sack“, gefallen mir besonders bei Blood Incantation die atmosphärischen Passagen. Hier kann man echt anfangen zu träumen, aber dann geben sie auch wieder Gummi und der gutturale Gesang zerstört diesen Frieden. Ebenso wie bei meinen Lieblingen von Cryptopsy oder auch Nile sind es Songs, die man eben nicht nebenbei so hören kann, trotzdem entfalten sie sich beim ersten Durchgang und man hat einfach das Verlangen, noch mehr in diese Welt einzusteigen.

Zwar bietet das Album nur vier Songs, kommt aber auf 36 Minuten Spielzeit. Der Rausschmeißer Awakening From The Dream Of Existence To The Multidimensional Nature Of Our Reality (Mirror Of The Soul) ist 18 Minuten lang und ich glaube, es ist der beste Song, den ich seit langem aus dem Bereich technischer Death Metal gehört habe. Wahnsinn. Da ist einfach alles drin, von Morbid Angel zu Iron Maiden. Bah fett. Krasser Song, krasses Album.

Blood Incantation – Hidden History Of The Human Race
Fazit
Wer auf technischen Death Metal steht, der muss sich diese Scheibe zulegen. Ganz klar!!!!!

Anspieltipps: Awakening From The Dream Of Existence To The Multidimensional Nature Of Our Reality (Mirror Of The Soul), Slave Species Oft He Gods
Michael E.
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