Crest Of Darkness – In The Presence Of Death

„Für dreizehnjährige Black Metal-Fans“

Artist: Crest Of Darkness

Herkunft: Gjovik, Norwegen

Album: In The Presence Of Death

Spiellänge: 41:42 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 25.02.2013

Label: My Kingdom Music

Link: https://www.facebook.com/crestofdarknessofficial

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre, Bass – Ingar Amlien
Gitarre – Rebo
Gitarre – Jan Fredrik Solheim
Schlagzeug – Kjetil Hektoen

Tracklist:

  1. Intro
  2. In The Presence Of Darkness
  3. Demon Child
  4. Redemption
  5. The Priest From Hell
  6. Welcome To My Funeral
  7. Womb Of The Wolf
  8. Vampire Dreams
  9. From The Dead
  10. The Day Before She Died

Crest Of Darkness - In The Presence Of Death

Crest Of Darkness aus Norwegen haben sich knapp sieben Jahre Zeit gelassen, um den Nachfolger zu Give Us The Power To Do Your Evil, In The Presence Of Death, zu veröffentlichen. Fun Fact: Wie man an den beiden Albennamen unschwer erkennen kann, machen die Jungs einen auf betont böse, so wurde die CD auch als „Evil Black Metal“ ausgeschrieben. Klar, weil Black Metal sonst auch von Philanthropie durchtränkt ist. Dank der Vorwarnung weiß ich: Da erwartet mich unheimlich böse Musik.

Direkt schießt mir der diabolisch klare Klang ins Ohr, frei von Rauschen und unverständlichem Geschrei. Man kann Ingar Amlien in etwa so gut verstehen wie den Frontmann von Sonic Reign, der Unterschied ist bloß, dass ich das bei Crest Of Darkness schnell nicht mehr will. Böse hier, böse da, Dämonen, Dunkelheit, Beerdigungen, Vampire, das volle Klischeeprogramm eben. Das war vor knapp 25 Jahren vielleicht mal lustig, vielleicht auch noch 1993, damals, als Black Metal total cool wurde, weil eine Messerstecherei für Aufsehen sorgte, aber heute wirkt das nur noch plakativ und hohl.

Wenn schon das Klangmuster nicht zu den klischeebeladenen Texten passt, dann ist ja vielleicht das Songwriting gut, oder? Nein. Zwar gibt es den ein oder anderen schönen Riff und nicht DAS Spieltempo, sondern ein wenig Abwechslung, aber abgesehen von einem undefinierbaren Geräusch, das ab und zu eingesetzt wird (vor allem bei Demon Child), klingt alles wie von der Stange.

Fazit: Produktion zu klar, Texte zu flach, Kompositionen zu unauffällig. Zumindest in einem Punkt haben die Herren von Crest Of Darkness die unheilige Dreifaltigkeit erreicht. Mir beschleicht sich beim Konsumieren des Albums immer wieder das Gefühl, als ob man vom Erfolg von Watain geblendet wird und gerne ein Stück vom Kuchen abhaben möchte. Daraus wird aber in naher Zukunft nichts. Anspieltipps: Demon Child, Welcome To My Funeral
Gordon E.
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