Criminal – Sacrificio

Chilenischer Death Thrash in Perfektion

Artist: Criminal

Herkunft: Chile

Album: Sacrificio

Spiellänge: 42:04 Minuten

Genre: Death/Thrash Metal

Release: 17.09.2021

Label: Metal Blade Records

Link: https://www.facebook.com/Criminal.Band

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Anton Reisenegger
Gitarre – Sergio Klein
Bass – Danny Biggin
Schlagzeug – Danilo Estrella

Tracklist:

  1. Live On Your Knees
  2. Caged
  3. The Whale
  4. Zona De Sacrificio
  5. After Me, The Flood
  6. Dark Horse
  7. Theocrazy
  8. Sistema Criminal
  9. Zealots
  10. Age Of Distrust
  11. Hunter And The Prey
  12. Ego Killer

Ganze fünf Jahre nach ihrem Labeldebüt bei Metal Blade Records bringen die Chilenen Criminal ihr neues Album Sacrificio heraus. Ab dem 17.09.2021 wird es über Metal Blade Records als CD und in den Vinylvarianten black Vinyl (EU exclusive), golden Vinyl (EU exclusive – limited to 250 Stück) und orange with black splatter Vinyl erhältlich sein.

Criminal hatten sich ursprünglich aus Pentagram (Chile) entwickelt. Seit 2012 Umbenennung in Pentagram Chile, um den Doomern Pentagram Respekt zu zollen. Anton Reisenegger ist das einzig verbliebene Gründungsmitglied bei Criminal, unter anderem auch noch tätig bei Brujeria und Lock Up. Mittlerweile ist die Band in Europa beheimatet. Gitarrist Sergio Klein und Schlagzeuger Danilo Estrella sind ebenfalls gebürtige Chilenen, während Bassist Danny Biggin Brite ist.

Das neue Album steht eindeutig im Zeichen der Herkunft der Band. Erstmals seit den Neunzigern nahm die Band das Album in ihrer Heimat Chile auf. Sacrificio ist insgesamt das neunte Album der Chilenen in ihrer nun schon dreißigjährigen Bandgeschichte. Sacrificio ist ein Hammeralbum geworden und ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein schweißtreibendes Ereignis. Es lässt dich vor deiner Musikanlage zurück, als wenn du von einem Vorschlaghammer getroffen worden wärest. Um es mit dem ersten Song zu sagen: Du wirst Live On Your Knees darum hecheln, noch mehr von diesem chilenischen Death Thrash zu bekommen.

Mörderisch scharfe Riffs und ein immerwährendes, massives grooviges Tempo treiben das Album ungemein. Hier und dort wird das Tempo auch einmal heruntergefahren, wie es am anschaulichsten in After Me, The Flood zu hören ist, um dann noch heftiger zurückzukommen. Der Bass knallt sehr schön bedrohlich. Jeder Song hat zumindest einen starken, ausufernden Gitarrenteil. Bezeichnend für mich ist auf diesem Album von Criminal vielleicht der Titel Black Horse. Sinngemäß für mich eines der vier Pferde der Apokalypse, auf denen das Quartett hier sitzt, die Death Thrash Sense schwingt und die falschen Herrscher niedermacht, die unter anderem in einer Theocrazy emporgekommen sind.

Wer auf dieses geile Album mit seinen zerstörerischen Tracks nicht abfährt, dem kann am Ende nur ein Ego Killer helfen. Das Album beinhaltet zwölf absolute Death Thrash Killer Songs und zeigt, wie gut die chilenische Szene aufgestellt ist.

Ich bekomme die letzte Zeit immer mit, dass viele sogenannte Metaller verlangen, dass Metal nicht politisch sein und keine Positionen beziehen sollte, denn nur die Musik sollte zählen. So ein Quatsch, denn ich bin der Meinung, dass solche Musik, wie Criminal sie hier auf Sacrificio zelebrieren, nur mit voller Wut im Bauch gegen politische Missstände hervorgebracht werden kann.

In Sacrificio steckt das Aufbegehren eines ganzen Volkes gegen Willkür, Menschenrechtsverletzungen, Korruption, soziale Ungerechtigkeit und deren begleitenden Bedingungen. Criminal schaffen es, diesen Zorn in ihrem Werk zu kanalisieren.

Criminal – Sacrificio
Fazit
Das neue Album Sacrificio der chilenischen Death Thrasher Criminal ist ein kompromissloses politisches Werk. Ein ganz starkes musikalisches Werk einer Band, die für ihr Volk gegen jede Willkür politischer und theologischer Art spricht. Hart, unnachgiebig und fordernd. So muss Death Thrash klingen.

Anspieltipps: Live On Your Knees, Theocrazy und Zealots
Juergen S.
9.7
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
9.7
Punkte
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: