Frรผher war alles besser. Besser? Na ja, auf jeden Fall frischer, unbedarfter und naiver. Und genau darin liegt der Charme, old school zu sein. Vor allem junge Headbanger mรถchten die โgute alte Zeitโ einmal fรผr sich erleben. Was liegt nรคher, als den Sound und das Image der 70er, 80er oder 90er zu reproduzieren? Die drei Jungs von Burning Death aus Nashville haben sich mit ihrem selbstbetitelten Debรผt entschieden, den Wurzeln des Thrash Metals zu huldigen. Kreator, Sacrifice, Possessed und Slayer wird ein musikalisches umgekehrtes Kreuz als Denkmal in den Boden des Nashville City Cemetery gerammt.
Teuflisch schnelle Riffs, ein holprig rasender Rhythmus und Vocals aus dem Inneren eines kargen Sarges โ diese drei Attribute fassen die acht Tracks auf Burning Death kurz und bรผndig wie auch treffend zusammen. Wer die Erstlingswerke der genannten Groรen Alten in seiner schwarzen Seele verinnerlicht hat, der weiร, was Sache ist, wie der Hase geopfert wird โ mit einem diabolischen Lachen.ย
Zurรผck zu den Wurzeln alles Bรถsenย
Dunkel und blasphemisch, wie es sich gehรถrt, wird sich รผber die kindischen Klischees von 1985 โ mit sehr viel Respekt โ amรผsiert und gesuhlt. Denn mit gebotenem Respekt geht das Trio Burning Death zu Werke, das kann ihnen unumwunden zugestanden werden. Ihre Zitate sitzen treffsicher und kein Ton stammt von jenseits 1986. Da haben Slayer das Spiel grundsรคtzlich verรคndert.
Wie mit einem Delorian versetzen uns Burning Death in eine Zeitreise, von der Marty McFly nur trรคumen kann. Nicht nur zu laut, sondern auch mit heiserem Geschrei, bollernden Drums, dรผsterem Hall wie in einer alten, heruntergekommenen Kirche und kreischenden Soli lassen Burning Death Blackened Thrash Metal aus der Gruft der Urvรคter emporsteigen. Dabei sind die ultraschnellen Riffs der รberhammer, vor allem in ihrer รbertriebenheit. Seit langem hat Old School Thrash Metal nicht mehr so frisch und unverkrampft geklungen und sooooo viel Spaร gemacht.ย ย
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