Cyhra – No Halos In Hell

Alle wollen Jesper Strömblad

Artist: Cyhra

Herkunft: Schweden

Album: No Halos In Hell

Spiellänge: 47:19 Minuten

Genre: Metal

Release: 15.11.2019

Label: Nuclear Blast Records

Link: http://cyhra.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Jake E
Gitarre – Jesper Strömblad
Gitarre – Euge Valovirta
Schlagzeug – Alex Landenburg

Tracklist:

  1. Out Of My Life
  2.  No Halos In Hell
  3.  Battle From Within
  4.  I Am The One
  5. Bye Bye Forever
  6. Dreams Gone Wrong
  7. Lost In Time
  8. Kings Tonight
  9. I Had Your Back
  10. Blood Brothers
  11. Hit Me
  12. Man Of Eternal Rain

Von Cyhra sollte man mittlerweile gehört haben, stellt die Band doch die Hauptspielwiese von Ex-In Flames Gitarrist Jesper Strömblad und Ex-Amaranthe Sänger Jake E dar, des Weiteren sind Alex Landenburg (Ex-Kamelot) und Euge Valovirta (Ex-Shining) auf den Zug aufgesprungen. Also eine Supergroup? Den Mitgliedern mangelnde Loslösung von deren alten Bands vorzuwerfen wäre mittlerweile nicht gerechtfertigt, es ist ein deutlicher Anzug im Vergleich zum letzten Album Letters To Myself zu verzeichnen.

Während des Schreibprozesses habe ich mich hingesetzt und überlegt, was auf dem ersten Album gut funktioniert hat und was nicht. Auf was ich mich bei No Halos In Hell am meisten konzentriert habe, war, die Songs so anzupassen, dass sie sich für Liveshows eignen, denn das erhöht auch die Eingängigkeit erheblich. Ich habe die ganze Zeit an Hook Lines gedacht, die einem im Kopf hängen bleiben„, sagt Jake E.

Sicherlich hat auch das altbekannte Besetzungskarussell dadurch Mitschuld, so stieg Peter Iwers (ebenfalls Ex-In Flames) am Bass aus, Euge Valovirta kam an der Gitarre dazu. Dass dabei auch mal etwas Ungewöhnliches als Ergebnis stehen kann, stell die Kitschballade Lost In Time unter Beweis, bei der der Sänger mit Keyboarder Mark Mangold (Michael Bolton und Cher!) auf die Tränendrüse drückt. Kann man mögen, muss man aber nicht. Mit Bezug zum Suizid seines Bruders und dem Song Battle From Within lässt Jake E durchschimmern, dass „[…] die Lyrics ganz klar so geschrieben [sind], dass sie mir etwas bedeuten„, sagt Jake E, „aber ich will, dass die Leute die Lyrics hören und diese Gefühle erkennen, von denen ich spreche„. Cyhra stellen ihr zweites Album als musikalisch sehr modernes Album vor, bei dem die Kombination Melodie und Metal klar im Vordergrund steht, zuweilen mag mir aber des Sängers sehr hohes Organ nicht richtig gefallen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Anhänger eines der besten Metal Gitarristen unserer Zeit (Jesper Strömblad) diesen auf Dauer in einer Melodic Metalband sehen. Mit Hammerfall hatte dieser damals Glory To The Brave geadelt und No Halos In Hell zeigt ebenfalls in ähnliche Richtung, allerdings wirkt das Album nicht so durchschlagskräftig. Ich persönlich warte auf ein eventuelles Akustikalbum Strömblads, auf welchem er endlich seine Göttergaben in edlem Korsett präsentieren kann, das wäre mal etwas. Alles andere dazwischen ist Zeitvertreib, Peanuts, die bei Weitem nicht ganz so geil sind. Spreche ich da nur für mich? Ich glaube nicht.

Cyhra – No Halos In Hell
Fazit
Die Band kann man hören, mehr als ein Achtungserfolg dürfte das Album leider nicht bringen. Das erste Drittel ist stark, danach dümpelt die Langrille in die Austauschbarkeit. Wenn ich ehrlich zu mir selber bin, möchte ich doch nur Jesper Strömblad auf seiner Gitarre hören. Vielleicht erbarmt sich der gute Mann ja irgendwann. Bis dahin höre ich mir leider nicht das aktuelle Album von Cyhra an, viel eher den Erstling und die In Flames Alben, dort sind die Melodien, die wir hören wollen, hier leider nicht. Seht ihr das auch so? Dann schreibt mir doch an holopain@time-for-metal.de.

Anspieltipps: Out Of My Life
Dominik B.
5
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8.2
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Contra
5
Punkte
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