Deiquisitor – Humanoid

Soundtrack zur mittelmäßigen Apokalypse

Artist: Deiquisitor

Herkunft: Dänemark

Album: Humanoid

Spiellänge: 25:28 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 05.02.2021

Label: Dark Descent Records

Link: https://www.facebook.com/Deiquisitor

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – TFJ
Gesang und Bassgitarre – DA
Gesang und Schlagzeug – HBC

Tracklist:

  1. World In Flames
  2. Autonomous Warfare
  3. Below The Frozen Tundra
  4. Empyrean Lifeform
  5. Dictate The Believers
  6. Blinded By Wisdom

Deiquisitor wurden 2013 von Schlagzeuger Henrik B.C. und Gitarrist/Sänger Thomas F.J. gegründet, beide Mitglieder mehrerer Order Of The Nonagram-Bands, darunter Blodfest und Wolfslair. Das Duo fand sich mit der Absicht zusammen, zu ihren Death Metal Wurzeln zurückzukehren. 2014 kam dann der Basser DA dazu und los ging es. Demo, EP, Album, Demo, EP, Album, Demo, Album, EP, Demo und nun eine weitere EP. Da durchbricht man den Kreislauf, musikalisch bleibt man sich aber treu.

World In Flames bietet Death Metal für Death Metal Lunatics, denn was sie hier präsentieren, hat man schon sehr oft gehört und auch besser. Die Produktion ist roh und boshaft, bietet aber nicht die Atmosphäre, die man von anderen Bands kennt, die diesen dunklen Sound extra verwenden. Der Song wird schnell vorgetragen und aggressiv und geht in Richtung der guten Neunziger. Ein fettes Riff erklingt, der Rest ist nicht schlecht, aber eher Stangenware. Das Songwriting ist auch eher Mittelmaß.

Textlich schöpft die Band ihre Inspirationen aus Büchern über okkulte Wissenschaften, alten Mysterien und apokalyptischen Themen.

Autonomous Warfare kommt schnell, roh und unkontrolliert daher. Man ballert sich durch das Gebälk, aber so richtig was hängen bleibt nicht. Das Riffing ist old schoolig, klaro. Die Kombination der Parts und das Songwriting ist nichts Besonderes. Der teilweise doppelte Gesang kommt ganz geil. Immer wieder wird das Tempo verschleppt und dann agiert man im Midtempo. Dann gibt es wieder eine Verschärfung. Von der Idee her nicht schlecht. Man muss dazu sagen, dass die Produktion echt zu wünschen übrig lässt und man so einige Riffs zerstört.

Das hört man auch gut beim nächsten Song. Below The Frozen Tundra ist eigentlich ganz geil. Die Geschwindigkeit wird hoch gehalten, das Riffing ist geil. Man wechselt das Tempo zwischendurch und baut dann ein Solo mit ein. Da wird das Manko der Produktion spätestens hörbar.

Auch bei den drei anderen Songs Empyrean Lifeform, Dictate The Believers und Blinded By Wisdom ändert sich leider nichts. Die Riffs sind jetzt nicht übel, die Rohheit und die Kompromisslosigkeit muss man anerkennen, aber das Songwriting ist ausbaufähig. Viele Riffs ziehen an mir vorbei, ohne wirklich Spuren zu hinterlassen. Auch nach dreimal durchhören bin ich nicht gerade begeistert. Nur was für Death Metal Lunatics und Undergroundfreaks.

Deiquisitor – Humanoid
Fazit
Deiquisitor aus Dänemark spielen aggressiven und rohen Death Metal, der von den Bands der Neunziger beeinflusst wird. Wild geht man zu Werke. Gute Ansätze sind vorhanden, diese werden aber meistens von der schlechten Qualität der Produktion zerstört. Hoffentlich ist beim nächsten Full Length diese wieder besser.

Anspieltipps: Below The Frozen Tundra und Dictate The Believers
Michael E.
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