Eventname: Veins Of Fire Tour 2025
Headliner: Deserted Fear
Vorbands: Kvaen, Fall Of Serenity, Messticator
Ort: Kesselhaus, Schlachthof Wiesbaden, Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden
Datum: 01.05.2025
Kosten: 29,35 Euro Vorverkauf, 30,00 Euro Abendkasse
Genre: Death Metal
Besucher: ~300
Veranstalter: Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Setlisten:
- Sulphur Fire
- Tornets Sång
- In Silence
- The Ancient Gods
- The Formless Fires
- The Funeral Pyre
- Ensamvarg
- Revenge By Fire
- The Truth
- The Final Chapter
- Follow The Light That Blinds
- Blind
- Part Of The End
- Kingdom Of Worms
- Wrath On Your Wound
- The Carnage
- Welcome To Reality
- Funeral Of The Earth
- At The End Of Our Reign
- Veins Of Fire
Deserted Fear sind gerade auf einer kleinen Clubtour unterwegs, um ihre neue Platte Veins Of Fire zu promoten. Mit dabei sind die Black/Death/Pagan-Metaller von Kvaen aus Schweden, die Melodic Deather von Fall Of Serenity und die Death Thrasher von Messticator.

Letztgenannte eröffnen den Abend pünktlich um 19 Uhr. Das Kesselhaus ist ein sehr beschaulicher Club, in dem man wirklich hautnah an die Bands rankommt. Kein Fotograben, keine Absperrungen – das macht die Show wirklich zu einem besonderen Erlebnis. Vielen Dank an dieser Stelle an die ganzen Fans in den ersten Reihen, die mich als Fotografen immer bereitwillig vorgelassen haben!
Das Trio Messticator kommt aus Hamburg und bläst den Fans direkt den harten thrashigen Todeswind entgegen. Die Jungs haben scheinbar einige Fans vor Ort, denn die ersten zwei bis drei Reihen sind gut gefüllt und auch insgesamt ist schon gut was los beim Opener. Vereinzelt sieht man auch ein paar Haare fliegen, denn Messticator geben richtig gut Gas. So stellt man sich einen gelungenen Anheizer vor!

Deutlich voller wird es dann bei Fall Of Serenity. Hier gibt es Melodic Death Metal auf die Lauscher und Sänger John schreit das Publikum direkt von Beginn an ordentlich an. Die Jungs „aus der Zone“ (Zitat John Galert) haben sichtlich Spaß und unterhalten das Publikum nicht nur durch groovende Beats, sondern auch mit sehr unterhaltsamen Ansagen. So lassen sie das Publikum wiederholt Grölen, um ihre Biergage einzustreichen, erkundigen sich, wer am morgigen Brückentag arbeiten muss und spielen passend zum sonnigen Feiertag Darkness, I Command vom aktuellen Album Open Wide, O Hell. Zum Schluss gibt es noch einen Appell ans Publikum, mehr Clubshows wie diese zu besuchen, damit der Nachwuchs auch noch eine Chance auf Konzerte kleiner Bands hat – hierfür gibt es ordentlich Applaus vom Publikum.

Als vorletzte Band des Abends entern schließlich Kvaen aus Schweden die Bühne. Wie Deserted Fear später verraten, haben sie Kvaen im Internet gefunden und fanden den Sound so gut, dass sie die Schweden kurzerhand zu dieser Clubtour eingeladen haben. Und diese Wahl ist wirklich ausgezeichnet gewesen. Kvaen ist eigentlich ein Soloprojekt von Mastermind Jacob Björnfot (ex-The Duskfall) der aber mit Livemusikern tourt und ordentlich Alarm macht. Mit Sulphur Fire vom 2022er-Album The Great Below gibt es direkt den schwarzmetallischen Knüppel auf die Rübe. Der Sound ist von Beginn an hervorragend und man merkt, dass das Publikum auch definitiv wegen Kvaen gekommen ist. Die Haare fliegen, die Bude heizt sich immer weiter auf und die Stimmung ist richtig gut! Die Setlist umfasst neben zwei weiteren Songs von The Great Below auch zwei Tracks vom 2020er-Album The Funeral Pyre und natürlich dürfen auch vom neusten Werk, The Formless Fire, keine Songs fehlen. Ich persönlich finde den Auftritt unfassbar stark, besonders The Funeral Pyre vom gleichnamigen Album knallt live dermaßen gut! Ich freue mich jetzt schon auf den Auftritt der Jungs beim Party.San Open Air 2025!

Last but definitively not least betreten schließlich gegen 21:45 Uhr Deserted Fear die Bühne. Der Club ist jetzt wirklich voll und man hat das Gefühl, dass der Schweiß gleich von der Decke tropft. The Truth vom aktuellen Album treibt die Temperatur direkt noch mal weiter nach oben, denn der Song ist einfach unfassbar gut geeignet, die Hütte anzuzünden. Und The Final Chapter legt im Anschluss noch mal ein paar Kohlen nach. Mit Follow The Light That Blinds, Blind und Part Of The End gibt es zunächst eher neuere Stücke auf die Lauscher, mit Kingdom Of Worms zeigen Deserted Fear aber auch, welche Songs sie vorangebracht haben. Die Jungs sind sympathisch wie eh und je und nehmen sich auch die Zeit, einen Schwank aus ihrem Touralltag zu erzählen und Grüße von Schlagzeuger Simon auszurichten, der es endlich geschafft hat, sich den Traum einer längeren Reise zu erfüllen. Für ihn hilft Georg Lenhardt aus, der über zwei Jahrzehnte bei den Apokalyptischen Reitern hinter den Kesseln gesessen hat. Nach Funeral Of The Earth machen Deserted Fear eine kurze Kunstpause, bevor sie noch mal zur Zugabe für zwei Songs von der aktuellen Platte auf die Bühne kommen. Und während vorher schon gut Bewegung in der Menge war, eskaliert das Publikum nun gefühlt richtig. Der Moshpit erstreckt sich gefühlt von der fünften Reihe bis kurz vors FoH und bringt noch mal richtig Schwung ins Publikum. Nach gut 75 Minuten ist dann aber Schluss und Deserted Fear schicken die Fans mit einer grandiosen Show auf den Heimweg.
























